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Detmold, 11. April 2019 09:34 Alter: 242 Tage

Design Dialoge Detmold: Gelungene Kooperation mit Firmen

Den Gast-Vortrag hielt in diesem Jahr Yesenia Thibault-Picazo. Fotos: Eva Bartenbach

"werkSTOFFwert" - unter diesem Thema standen jetzt die vierten Design Dialoge Detmold. "Diesmal haben wir uns entschieden, konkret zu werden: Bei allem Nachdenken und Sprechen über Raum, Zeitgeschmack und Veränderung durch Digitalisierung - die Ergebnisse sind doch material begreifbar", sagt Prof. Ulrich Nether, der gemeinsam mit Kathrin Peters und einem studentischen Team die Veranstaltung organisiert hat. "Der Titel spricht für sich!" So habe man auf ein Fragezeichen beim Thema - wie in den vergangenen Jahren geschehen - verzichtet und doch das Feld geöffnet.

Folgenden Fragen gingen die Referentinnen und Referenten der Design Dialoge Detmold 2019 nach: Das Stoffliche - was stellt es heute dar, welchen Wert haben die Werke der Gestaltung im persönlichen Nutzen? Und welche Werte legen wir uns als Maßstäbe als Gestaltende und als Nutzerinnen und Nutzer? Wo entwickeln wir Beziehungen zu Objekten und Räumen und wo nicht? Wie entscheiden wir uns im Umgang mit den Dingen und der Welt? Hier wurde es konkret und relevant. "In allen Gestaltungsdisziplinen beobachten wir in den letzten Jahren eine Besinnung auf Material und Prozess", so Nether. Ist das nur ein letztes reaktionäres Aufbäumen vor der Entkörperlichung (Alexa...), oder brauchen wir die Substanz? Und wenn ja, woher nehmen wir sie? Schließlich sind die Ressourcen endlich. Den Gast-Vortrag hielt in diesem Jahr Yesenia Thibault-Picazo, ihr Thema lautete "Makers of the Anthropocene".

Weitere Impuls-Vorträge waren:

  • "Materialbewusstsein vermitteln" von Marisa Spieker, B.A
  • "mitohne Stoff" von Prof.'in Dipl.-Ing. Ulrike Kerber
  • "Der Reiz der Oberfläche" von Phillip Hiller
  • "Der Grüne Salon" von Prof. Dipl.-Ing. Manfred Lux
  • "Tangible Data - Informationen greifbar machen" von Prof. Dr. Axel Häusler
  • "Material fühlen?", studentischer Beitrag von Johanna Böckmann und Julia Werfel

Die teilnehmenden Unternehmensvertreter lobten die "hochprofessionelle Topveranstaltung" sowie die Kompetenzen und die Ausstattung der Detmolder Schule. So wurden alle Werkstätten inklusive FabLab, Grünem Salon und Materialbibliothek besichtigt. Auch 2020 wird es wieder die Design Dialoge Detmold geben.

Hintergrund:
Was sind die Design Dialoge Detmold?
Kontakte knüpfen
: Firmen treten an die Hochschule heran, können fördernde Mitglieder werden und gelangen so in den Pool der Kooperationspartner.
Kooperationen und Projekte: Studierende und Unternehmen arbeiten zusammen an in der Lehre verankerten Kooperationsprojekten aus den drei Kategorien: Raum, Objekt und Material. Es finden spezielle Workshops statt mit Unternehmen sowie Firmenbesichtigungen.
Design Dialoge Detmold: Konzentrierte Vorträge zu grundlegenden und aktuellen Themen, eingebunden in ein konzeptorientiertes Event inklusive Ausstellung der Kooperationsprojekte.
Weitere Infos/Kontakt: http://designdialogedetmold.de