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Detmold, 17. Mai 2019 11:58 Alter: 129 Tage

Detmolder Absolventin erhält Förderpreis der Stiftung Deutscher Architekten

Die Innenarchitektur-Absolventin Sophia Rodermund ist für ihre Masterthesis mit dem Förderpreis der Stiftung Deutscher Architekten 2018 ausgezeichnet worden. Sie erhielt einen von insgesamt drei gleichrangigen Preisen zu je 4000 Euro. Betreut und für die Auszeichnung vorgeschlagen worden war ihre Abschlussarbeit von Prof. Ulrich Nether (Zweitprüferin Carmen Munoz de Frank).

Den Nachwuchs zu motivieren, zu inspirieren und gute Architekturkonzepte öffentlich zu präsentieren - das sind die Ziele des "Förderpreises" der Stiftung Deutscher Architekten, der jetzt im Baukunstarchiv NRW in Dortmund zum 17. Mal an angehende Architektinnen und Architekten verliehen wurde. Drei Preise und vier Anerkennungen gingen an Absolventinnen und Absolventen der nordrhein-westfälischen Hochschulen. "Architektur und Stadtplanung stehen gegenwärtig vor großen Herausforderungen, deshalb brauchen wir begabte junge Menschen, die unsere gebaute Umwelt von morgen engagiert gestalten und planen", erklärte der Präsident der Architektenkammer NRW und Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ernst Uhing. Insgesamt 28 Arbeiten waren von Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus neun nordrhein-westfälischen Hochschulen zum "Förderpreis 2018" vorgelegt worden, darunter auch drei der Technischen Hochschule OWL.

Die Jury unter Leitung der Architektin und Stadtplanerin Judith Kusch (3Pass, Köln) lobte die ausgezeichneten Arbeiten als Beispiele für die planerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen, die mit großer Analysetiefe, Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen zu originellen Lösungsansätzen geführt hätten. Die drei gleichrangigen Förderpreise (je 4.000 Euro) erhielten Stefan Otte und David Taffner (RWTH Aachen), Jan Hafner (Bergische Universität Wuppertal) und eben Sophia Rodermund (Technische Hochschule Ostwestfalen Lippe).

In die Bewertung der Jury flossen u. a. ein: der Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellung, die Intensität und Durchdringung des Themas, die Experimentierfreudigkeit und Innovationskraft der Lösung, die bautechnologische Präzision und die Qualität der Präsentation des Entwurfsprozesses. An diesen Kriterien soll das besondere Talent des Bewerbers bzw. der Bewerberin ablesbar sein. An Sophia Rodermunds Arbeit "Der Siebenschläfer - Übernachten in der alten Scheune" fand die Jury Folgendes besonders preiswürdig: "[...] Erzählerisch beginnt der Textteil der Arbeit von Sophia Rodermund. Sie führt uns in ein kleines Bestandsgebäude, eine alte Scheune, in der Stadtkinder in einfacher Umgebung in einer 'Stroh-Schlafstädte' übernachten können. Hierin entwickelt sie nun sieben verschiedene Innenraumwelten von bezaubernder atmosphärischer Dichte. Ihre illustrativen Darstellungen in Schnitten und Grundrissen tragen eine bemerkenswert eigenständige Handschrift von präziser, dabei fast verträumt wirkender Bildhaftigkeit. Sorgsam im Detail und sensibel in der Wahl innenarchitektonischer Mittel entsteht ein vielfältiges Spektrum unterschiedlicher Atmosphären, die gekonnt materialisiert sind. [...] Auch die Visualisierungen in 'Licht auf dunklem Grund'- Manier faszinieren die Jury. Sie vermitteln spürbar, welche Freude zu gestalten hier am Werk ist. Insgesamt zeigt die Arbeit von Sophia Rodermund auf handwerklich herausragendem Niveau ein verblüffendes Vermögen, ihre Entwurfsideen anschaulich greifbar zu machen. Hierin zeigt sich ihre besondere Begabung."

Der Jury für den Förderpreis 2018 gehörten neben der Vorsitzenden Judith Kusch (Architektin/Stadtplanerin, Köln) an: Prof. Rolf-Dieter Ahnesorg (Architekt, Neustadt), Daniel Kas (Architekt/Innenarchitekt, Düsseldorf), René Rheims (Landschaftsarchitekt, Krefeld), Virginia Clasen (Förderpreisträgerin der Stiftung Deutscher Architekten 2016) und Ernst Uhing (Präsident der Architektenkammer NRW, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Architekten).

Die ausgezeichneten Arbeiten sind in einer Dokumentation erschienen, die kostenlos bei der Architektenkammer NRW bestellt werden kann (E-Mail: poststelle(at)aknw.de).