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Detmold, 28. Juni 2016 11:31 Alter: 3 Jahr/e

Nieheimer Ratskrug: Entwurf von Tobias Brehm ausgezeichnet

Im Februar 2016 brannte der Nieheimer Ratskrug ab, jetzt haben Architektur-Studierende der Hochschule OWL im Rahmen eines Wettbewerbs Entwürfe für den Neuaufbau erarbeitet. Es gewann die Arbeit von Tobias Brehm (1000 Euro Preisgeld) vor Rebekka Witt (750 Euro) und Anna Luster-Haggeney (500 Euro).

Mit dem Abbrennen des Ratskrugs bis auf die Fundamente verlor das Nieheimer Stadtzentrum eines seiner prägendsten Fachwerkbauten, direkt neben dem Rathaus im Stadtkern. Der Verlust des 1712 errichteten Gebäudes ist aber nicht nur städtebaulich, kulturell und historisch, sondern auch kulinarisch bedeutsam, denn der Ratskrug war gastronomischer und sozialer Mittelpunkt des Orts. Früh war klar: Die entstandene Lücke neben dem Rathaus soll neu bebaut werden. Die gastronomische Nutzung des Neubaus ist gesichert. Weniger eindeutig war jedoch, wie der neue Ratskrug aussehen soll. Dabei soll auf dem historischen Standort ein markanter, das Stadtbild prägender, neuer Ratskrug entstehen.

Für die Bauaufgabe sollte eine Inventarisierung von Ideen stattfinden. Zusammen mit Vorbedingungen wie Fluchtlinien, Bauvolumen, Programm, Nutzung, Erhaltungs- und Gestaltungssatzung sollte diese wegweisend sein für den Entwurf des neuen Ratskruges. Dazu wurde ein studentischer Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Daran nahmen im Rahmen des Projekts Bauen im Kontext von Prof. Michel Melenhorst 24 Masterstudierende teil, von denen 12 einen Entwurf abgaben. Die Preisverleihung des Wettbewerbs fand am 27. Juni in Nieheim statt. Die Siegerarbeit von Tobias Brehm lobte die Jury: "Die unverkrampft und wohlproportionierten Fassaden sind überzeugend und gekonnt entwickelt. Die Westfassade weist eine horizontale Gliederung und Betonung der einzelnen Geschosse auf. Dies ist eine Gestaltungsart, die für den Ratskrug selber spricht, darüber hinaus aber sehr dezent auf die Rathausansicht als wichtigen Nachbarn lenkt." Außer den drei Preisen wurden die Entwürfe von Lena Ostermann (Ankauf, 125 Euro) und Meike Humpert ausgezeichnet (Ankauf, 125 Euro).

In der Jury saßen als Auslober: Helge Niehörster, Rainer Krekeler, für die Stadt Nieheim: Bürgermeister Rainer Vidal, Dr. Holger Pump-Uhlmann, Franz-Josef Lohr, für das LWL-Amt für Denkmalpflege Münster (beratend kein Stimmrecht): Dr. Heuter und für die Hochschule OWL: Prof. Oliver Hall sowie Prof. Manfred Lux.