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Detmold, 07. Januar 2016 11:59 Alter: 4 Jahr/e

Regionaler Salon widmet sich dem Wohnraum für Flüchtlinge

Die Hochschule OWL setzt ihre Veranstaltungsreihe "Regionaler Salon" zur Entwicklung des ländlichen Raums fort. In öffentlichen Vorträgen und Podiumsgesprächen befassen sich Fachleute mit der Frage, wie kleine Städte und Dörfer zukunftsfähig bleiben können. Gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft Ostwestfalen-Lippe veranstaltet die Hochschule den nächsten Regionalen Salon am 18.1.2016 ab 15 Uhr in der Ravensberger Spinnerei Bielefeld zum Thema "Schrumpfen wir noch oder wachsen wir schon?"

2015 sind ca. 1 Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. In den nächsten Jahren wird es eine der drängendsten Aufgaben sein, angemessenen dauerhaften Wohnraum bereitzustellen. Vor diesem Hintergrund will Landesbauminister Michael Groschek den Wohnungsbau in NRW kräftig ankurbeln. Die rund 120.000 fehlenden Wohnungen sollen u.a. mit höheren Häusern gelöst und vor allem in den Ballungszentren entstehen, wie auf der Landespressekonferenz am 13.11.2015 in Düsseldorf dargelegt.

Diese Aufgabe trifft in Ostwestfalen-Lippe auf unterschiedliche demografische Ausgangssituationen und einen damit einhergehenden Wohnungsmarkt. Schrumpfung und Wachstum liegen dispers und z.T. kleinräumig nebeneinander. Gleichzeitig ergeben sich mit der Integration der Zugewanderten neue Entwicklungschancen für die Region: baulich-räumlich, sozial und wirtschaftlich. Der enorme politische Druck, zeitnah ausreichenden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, konzentriert sich dabei auf die unternehmerische Wohnungswirtschaft, die gefordert ist, allgemeine Versäumnisse beim sozialen Wohnungsbauin kürzester Zeit wieder aufzuholen.

Bietet der ländliche Raum bessere Integrationschancen als andere Regionen, weil günstiger Wohnraum in den Wachstumsräumen kaum noch bereitgestellt werden kann? Wie und wo können die Menschen auf dem Arbeitsmarkt integriert werden? Wie kann verhindert werden, dass die Kombination von politischem Druck, Zeitdruck und die Not der Menschen dazu führt, dass es zu baulich unbefriedigenden Lösungen und städtebaulich unerwünschten Entwicklungen kommt? Welche Rolle kann die Wohnungswirtschaft hier übernehmen? Kann es gelingen, die notwendigen Entwicklungen so zu vollziehen, dass die Region OWL insgesamt davon profitiert? Alle diese Aspekte kulminieren in der Frage des Symposiums:"Schrumpfen wir noch oder wachsen wir schon?"

Anmeldungen unter www.hs-owl.de/regionalersalon