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Detmold, 07. Januar 2019 13:43 Alter: 170 Tage

100 Jahre Bauhaus - Was interessiert uns heute an der Moderne?

Foto: Prellerhaus, Studio Building of Bauhaus Dessau

Am 1. März 2019 organisiert die Hochschule Ostwestfalen-Lippe die dritte RMB-Konferenz zum Thema 'Reuse of Modernist Buildings', gemeinsam mit DOCOMOMO Deutschland - einer Nichtregierungsorganisation (NGO), die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Architektur der Moderne zu dokumentieren, zu erforschen und für deren Erhalt einzutreten. Die internationale Konferenz findet in Berlin statt und nimmt den 100-jährigen Geburtstag des Bauhauses zum Anlass, um über die Bedeutung der Moderne im 21. Jahrhundert und die von ihr ausgehenden Konzepte, Visionen und Impulse zu diskutieren. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Leitende Themenschwerpunkte sind die gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen, kulturellen und insbesondere gestalterischen Fragestellungen von heute:

  • Sind die von der klassischen und der Nachkriegsmoderne formulierten sozialen, räumlichen und baulichen Konzepte heute noch tragfähig?
  • Welche Rolle spielen kulturelle und klimatische Bedingungen bei der Erhaltung, Renovierung und Transformierung von Räumen, Gebäuden und Stätten der Moderne?
  • Wie können die Grundgedanken der klassischen Moderne 100 Jahre später fortgeschrieben werden und so einen Beitrag zur Lösung aktueller Herausforderungen leisten?
  • Welchen Beitrag muss die akademische und berufliche Ausbildung leisten und welche Lehrkonzepte sind dafür geeignet?

Das Format der Konferenz wird durch ein Wechselspiel von Vorträgen eingeladener Keynote-Sprecher und ausgewählten wissenschaftlichen Fachspezialisten zu dem Thema "100 Jahre Bauhaus: Was interessiert uns heute an der Moderne?" bestimmt. Die Keynote-Sprecher werden zu den obengenannten Fragen Stellung nehmen und damit insbesondere die Rolle der Architektur als Planungs- und Gestaltungsdisziplin diskutieren.

David Chipperfield wird über die Erhaltung und Transformierung der denkmalgeschützten Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe in Berlin berichten. Dabei wird er im Vortrag herausarbeiten, welche Herausforderungen die Ikonen der Moderne in konzeptioneller und konstruktiver Hinsicht mit sich bringen.

Fernando Romero ist ein mexikanischer Architekt. Er wurde 2002 beim World Economic Forum als "Global Leader von Morgen" bezeichnet. 2012 tituliert ihn die Fast Company als einer der 50 einflussreichsten Designer seiner Zeit. Romero und sein Büro free sind in eine Vielzahl von Bildungs- und Kulturaktivitäten involviert. Eines dieser Projekte ist 'Regeneration', welches ausgewählte Gebäude moderner mexikanischer Architektur restauriert. Das Projekt möchte Kultur bewahren und das Bewusstsein für die Rolle von Architektur und Design in Mexiko stärken.

Wiel Arets, ein niederländischer Architekt, war fünf Jahre Dekan am Illinois Institute of Technology College of Architecture (IIT) in Chicago und ist ein nachfolgender Architekturlehrer von Mies van der Rohe. Zudem war er tätig in einem restaurierten Gebäude von Mies van der Rohe in Chicago. Er hat damit einen engen Bezug zum Vermächtnis des Bauhauses in den USA. In seinem Vortrag wird er Stellung beziehen zur Bedeutung der Moderne heute, unter anderem anhand seines Entwurfs für den Antwerp Tower in Belgien.

Am Abend nach den Präsentationen findet zudem eine Podiumsdiskussion statt. Die Gäste sind: Wiel Arets, Fernando Romero, Ana Tostões, Regina Bitnner und Jörg Haspel. Prof. Tim Rieniets (Leibniz University Hannover) wird die Moderation übernehmen. Vortragssprachen der Konferenz werden Englisch und Deutsch sein.

Wichtig: Studierende können sich die Konferenz als Kumulatives Modul anrechnen lassen. Kosten für Studierende: 15 Euro.

Veranstaltungsort: Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Anmeldung/Kontakt: http://www.hs-owl.de/fb1/fachbereich/conference2019.html

Englisch Version/Programm: see Flyer