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Detmold, 11. November 2019 14:23 Alter: 29 Tage

BDA Masters 2019: Maximilian Kirchhoff ausgezeichnet

Ausgezeichneter Entwurf des Hotels. Bild: © Maximilian Kirchhoff

Der Landesverband NRW des Bunds Deutscher Architekten (BDA) hat in Münster zum zwölften Mal seinen Studienpreis BDA Masters 2019 verliehen. Einer von insgesamt fünf Preisen ging an Maximilian Kirchhoff, Architektur-Absolvent der Technischen Hochschule OWL.

Die Jury zeichnete in diesem Jahr fünf Arbeiten aus, die mit einem Preisgeld von jeweils 2.000 Euro dotiert sind und an die Verfasser ausbezahlt werden, sobald sie ein Masterstudium aufnehmen. Außerdem entschied die Jury, an zwei Arbeiten eine undotierte "Lobende Erwähnung" zu vergeben. In diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde der Preis der Nominierten, der durch anonyme Wahl aus den Reihen der Nominierten an die ihrer Ansicht nach beste Arbeit vergeben wurde.

Die Auszeichnung von Maximilian Kirchhoffs Entwurf "Harborside Hotel Phoenix-See" begründete die Jury so: "Der Phoenix-See in Dortmund ist eines der größten städtebaulichen Entwicklungsprojekte Deutschlands. (...) Lediglich ein Schlüsselgrundstück im Übergang vom See zum Hafen ist noch unbebaut. Hier entwickelt Maximilian Kirchhoff in einem Zusammenspiel von zwei Baukörpern mit einem Hotelhochhaus einen kraftvollen städtebaulichen Akzent. Die Baukörper formen eine angemessene Platzsituation als Entree für ankommende Gäste des Hotels einerseits und als Vorbereich des Geschäfts- und Bürogebäudes andererseits. Die Bauvolumina nehmen die Höhen der vorhandenen Baukörper auf, wobei die Fassaden durch Rücksprünge und Einkerbungen gut differenziert sind, ohne dass diese überinstrumentiert wirken. Der Abschluss der Gebäudereihe entlang des Hafenbeckens gelingt mit der Überhöhung zum Hochhaus. Die Kolonnadenstellung der Nachbarbebauung wird entlang der fußläufigen, wasserseitigen Promenade fortgeführt und endet sinnfällig am Eingang zum Hotel. (...) Die Arbeit besticht sowohl in der städtebaulichen Figur als auch durch eine sehr hohe Qualität der Architektur und ist bemerkenswert präzise durchgearbeitet. Die zurückhaltende Darstellung belegt, dass gute Entwürfe jede Effekthascherei entbehrlich machen."Der Entwurf entstand im Rahmen einer Bachelor-Arbeit am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur und wurde von Prof. M. Arch. Jasper Jochimsen und Dipl.-Ing. Sascha Walter betreut.

Die anderen vier Preisträger sind Moritz Widmann (Hochschule Bochum), Calvin Kaußen (RWTH Aachen), Vinzenz Keiler (Fachhochschule Münster) und Thomas Berger (RWTH Aachen). Insgesamt waren 14 nordrheinwestfälische Hochschulen aufgerufen gewesen, maximal drei Bachelorabsolventen und deren Arbeiten zum Auszeichnungsverfahren zu nominieren. In Münster wurde Anfang November 30 Abschlussarbeiten vorgestellt und die besten prämiert.

Lobende Erwähnungen: Marcel Arndt (Fachhochschule Münster), Tobias John (Fachhochschule Münster)

Preis der Nominierten (gleiche Stimmenzahl, dotiert mit 750 Euro): Benjamin Strauß (FH Dortmund), Vinzenz Keiler (Fachhochschule Münster)

Jury: Gert Lorber (Vorsitzender des BDA-Landesverbandes NRW), Heiner Farwick (Farwick + Grote Architekten, Ahaus), Christian Kuckert (Architekt BDA, Münster), Ursula Pasch (Architektin BDA, Bielefeld) und Birgit Westphal (Architektin BDA, Bremen)