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Detmold, 11. November 2019 10:02 Alter: 28 Tage

Europäischer Science Hub in OWL - P2P nimmt Arbeit auf

Prof. Susanne Schwickert (4.v.l.) ist Ansprechpartnerin für das neue europäische Netzwerk für Klimaschutz und Energieeffizienz. Foto: iFE

Das Projekt "Partner2Partner Energy: Europäisches Netzwerk für Klimaschutz und Energieeffizienz - Science Hub" (P2P) hat seine Arbeit aufgenommen. Seit Herbst 2019 arbeitet das interdisziplinäre Forschungsinstitut Future Energy - Institut für Energieforschung (iFE) mit den bisherigen Projektpartnern aus Finnland, Bulgarien, der Schweiz, Deutschland, Belgrad, Griechenland, Litauen am Science Hub "P2P".

Der Bausektor verfüge über ein erhebliches Potenzial für die Umsetzung von Energieeffizienz- und Energiesparmaßnahmen, teilt das iFE mit. Die Herausforderung für diese Maßnahmen sei einerseits ihr wirtschaftlicher Nutzen und andererseits die Akzeptanz ihrer Bedeutung durch die Interessengruppen - Bevölkerung und Investoren. In diesem Projekt gehe es um die Entwicklung eines europäischen Netzwerks im Bereich der Dekarbonisierung von Gebäuden. "P2P bietet eine Plattform, mithilfe derer sich Akteure aus Wissenschaft und Gesellschaft - sei es der Fachexperte oder die Bürgerinitiative - vernetzen können, die für den Klimaschutz und die Steigerung von Energieeffizienz im Gebäudesektor arbeiten", sagt Professorin Susanne Schwickert. Schwickert ist Projektleiterin und freut sich auf die vor ihr liegende Herausforderung. "Was P2P von herkömmlichen Netzwerken unterscheidet, ist seine wissenschaftliche Basis. Als sogenannter "Science Hub" wird P2P aus Ideen und Lösungsvorschlägen für einen energieeffizienten Gebäudesektor konkrete Förderprojekte entwickeln, die vor Ort, bei den Beteiligten umgesetzt werden."

Was ist P2P?
Die Akteure von P2P übernehmen gemeinsam die Führung und erarbeiten anhand konkreter Beispiele zielgerichtete Förderkonzepte, die den Menschen vor Ort helfen können. "Der Forschungskontext hilft uns, technische Lösungen oder Geschäftsmodelle vor Ort zu testen. Erweist sich eine Lösung als tragbar, könnte sie - theoretisch - dauerhaft angewendet werden", so Schwickert. Anders ausgedrückt: Im Science Hub werden Ideen zu gesellschaftlichen, technischen und ökonomischen Fragestellungen mit technischem Fachwissen weiterentwickelt. Die Einbindung der Bevölkerung spiele dabei eine entscheidende Rolle - denn, die Akzeptanz von Technologien erfolge erst, wenn zumindest eine Teilbevölkerung diese Technologie mitträgt und täglich nutzt.

Erweiterung des Netzwerks
Derzeit beteiligen sich an P2P Partner aus Bulgarien, Finnland, Deutschland, Griechenland, Litauen, Serbien und der Schweiz. Doch das Netzwerk will wachsen. "Vor Ort können wir nur stark sein, wenn wir Partner haben, die uns unterstützen", wirbt Schwickert. Aufgrund der spezifischen politischen und wirtschaftlichen Lagen in den europäischen Ländern würden stets Fürsprecher gesucht, die P2P helfen, auf lokaler Ebene für ein Vorhaben und dessen Akzeptanz zu werben.

Sie haben Interesse an einer Teilnahme oder möchten mehr erfahren?
Kontakt: Prof.'in Dr.-Ing. Susanne Schwickert, susanne.schwickert(at)th-owl.de

https://www.ife-owl.de/