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Detmold, 28. August 2019 09:54 Alter: 21 Tage

Professor Kesseler hat Atmosphäre der Detmolder Schule mitgeprägt

Das Farb- und Materialkonzept für den 2008 neugebauten Detmolder Campus war eines seiner herausragenden Studierendenprojekte. Jetzt ist Professor Thomas Kesseler von Kanzlerin Nicole Soltwedel in den Ruhestand verabschiedet worden. 21 Jahre hat der Bildende Künstler, Kunsthistoriker und Architekt am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der Technischen Hochschule OWL das Lehrgebiet "Raum- und Farbgestaltung - Grundlagen des Entwerfens" gelehrt.

Großflächige Bilder in der Mensa und im Vorlesungsgebäude 3 zeugen von erfolgreichen Semesterprojekten. Professor Kesseler hinterlässt sichtbare Spuren an der Detmolder Schule, wenn er sich zum Ende des Sommersemesters 2019 verabschiedet. "Es hat mir immer besonders gefallen, junge Menschen zu begeistern", sagt der 63-Jährige.

Für die Lehrtätigkeit in Detmold hatte er sich 1998 entschieden, weil er sich für das Thema Farbe und Raum interessiert hat. Besonders wichtig seien ihm immer seine Studierenden und der freundschaftliche Zusammenhalt der Lehrenden gewesen. "Ein eigenes Atelier hier zu haben mit freien Materialien - das gibt es an keiner weiteren Hochschule", ist sich Kesseler sicher.

So war es auch eine einmalige Gelegenheit, beim Umzug der Hochschule 2008 an den heutigen Standort den Neubau des Gebäudes 2 maßgeblich mitzugestalten. Farb- und Materialkonzept innen wie außen sowie die Ausstellungssysteme, die Berechnung der Akustik, Einhaltung des Brandschutzes, der Estrich und die so genannten Prof-Boxen (Büros) stammen unter anderem aus Kesselers Projekten mit Studierenden. Auch an der Umstellung des sechssemestrigen Bachelors Innenarchitektur auf den heute achtsemestrigen Bachelor und zweisemestrigen Master war er beteiligt. Gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen "haben wir uns unsere Strukturen selbst geschaffen", erinnert sich Kesseler.

Ändern tut sich für den fünffachen Vater mit eigenem Atelier in Bad Hönningen (Rheinland-Pfalz) durch die Pensionierung wenig, so die Erwartung. "Die Haupttätigkeit Kunst und Architektur geht ja weiter." Gleichwohl bekennt er: "Ich habe gerne hier gearbeitet."