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Exkursion der Vertiefungsrichtung Wasserwesen zur IFAT 2026

20 Studierende des Studiengangs Bauingenieurwesen unternahmen Anfang Mai eine Fachexkursion nach München mit Schwerpunkt auf Stadtplanung, Wasserwirtschaft und Umwelttechnologien.

Vom 4. bis 8. Mai unternahmen 20 Studierende aus dem Fachbereich Bauen und Umwelt der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) eine Fachexkursion nach München. Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Dr.-Ing. Jörg Felmeden, Prof. Dr.-Ing. Jan Visscher sowie weiteren Mitarbeitenden der Vertiefungsrichtung Wasserwesen. Besonders international geprägt war die Exkursion durch drei Studierende der University of Florida, die derzeit im Rahmen eines Summer-School-Austauschprogramms die TH OWL in Detmold besuchen.

Die Exkursion verband aktuelle Fragestellungen der Stadt- und Wasserplanung mit historischen Einblicken in die Wasserkunst, internationalen Umwelttechnologien und fachlichem Austausch auf der weltweit größten Umweltmesse.

Zum Auftakt der Woche erkundeten die Teilnehmenden bei einer Stadtführung unter dem Titel „Mehr Ahnung von der Planung – Aktuelle Stadtplanung in München“ verschiedene Aspekte moderner Stadtentwicklung. Thematisiert wurden unter anderem die starke Versiegelung im Innenstadtbereich, die Renaturierung und Nutzung der Isar mit öffentlichen Bademöglichkeiten, der Wohnturm „The Seven“ als eines der teuersten Wohngebäude Münchens sowie städtebauliche Besonderheiten rund um die Altstadt, den Gärtnerplatz und die Synagoge am St.-Jakobs-Platz.

Am Dienstag standen wasserhistorische und wasserwirtschaftliche Themen im Mittelpunkt. Bei einer Führung zur „Wasserkunst“ im Schlosspark Nymphenburg erhielten die Studierenden Einblicke in historische Wassertechnik und besuchten unter anderem die Brunnhäuser der Schlossanlage. Ergänzt wurde das Programm durch eine wasserwirtschaftliche Wanderung entlang der Isar, bei der Renaturierungsmaßnahmen und wasserbauliche Besonderheiten des Flusses betrachtet wurden.

Ein zentraler Bestandteil der Exkursion war der Besuch der IFAT Munich 2026 am Mittwoch und Donnerstag. Die IFAT gilt als weltweit größte Messe für Umwelttechnologien und entwickelte sich aus der früheren Internationalen Fachmesse für Abwassertechnik. Die Studierenden bearbeiteten dort in Kleingruppen verschiedene Rechercheaufgaben zu aktuellen Themen der Wasserwirtschaft. Dazu gehörten unter anderem Grauwassersysteme, PFAS und andere Spurenstoffe, mobile Hochwasserschutzsysteme sowie Wärmerückgewinnung aus Trink- und Abwasser. Ziel war es, sich einen Überblick über Verfahren, Unternehmen, Entwicklungsstände und konkrete Ausstellungsstücke zu verschaffen.

Auch das Team des Wasserwesens der TH OWL nutzte die Messe intensiv für fachlichen Austausch, Netzwerkpflege und die Anbahnung neuer Projekte. Zudem präsentierte sich das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft am Gemeinschaftsstand von German Water Partnership mit einem eigenen Messeauftritt.

Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag von Katharina Rochell aus dem Wasserwesen-Team der TH OWL in der Speaker Corner von German Water Partnership. Unter dem Titel „Why Nature-Based Solutions for Flood Resilience Succeed or Fail – Lessons from African Cities“ zeigte sie auf, warum naturbasierte Lösungen zum Hochwasserschutz in afrikanischen Städten erfolgreich umgesetzt, angepasst oder auch kritisch hinterfragt werden – und welche Erkenntnisse daraus weltweit gewonnen werden können. 

Den Abschluss der Exkursion bildete am Freitag ein Besuch im Deutschen Museum, wo die Studierenden weitere Einblicke in naturwissenschaftliche und technische Entwicklungen erhielten.

Die Kombination aus Stadtplanung, Wasserwirtschaft und internationaler Fachmesse machte die Exkursion zu einer abwechslungsreichen Ergänzung des Studiums.