@phdthesis{12717,
  abstract     = {{Der Anstieg der Komplexität in Produktionssystemen stellt eine der größten Herausforderungen für produzierende
Unternehmen dar. In der vorliegenden Dissertation werden mögliche Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen untersucht. Es werden sechs Studien durchgeführt, die inhaltlich und methodisch aufeinander aufbauen und somit einen vollständigen Forschungsprozess von der initialen Begriffsbestimmung bis hin zur Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für die betriebliche Praxis beschreiben.
In der Explorationsphase wird zunächst eine qualitative Interviewstudie durchgeführt, um konkrete Treiber für das Phänomen der Komplexität in digitalisierten Arbeitssystemen zu identifizieren. Basierend auf zwei systematischen Literaturstudien wird der Stand der Forschung zu (1) Komplexitätsmodellen und (2) Gruppenperformancemodellen im Kontext von Produktionssystemen strukturiert erarbeitet und das bestehende Forschungsdefizit offengelegt.
Auf der Grundlage der Vorstudien wird ein hypothetisches Modell zur Erklärung der Performance von Produktionsgruppen entwickelt, das neben bekannten Einflussgrößen aus der Teamforschung verschiedene Komplexitätsdimensionen berücksichtigt. Die Operationalisierung der latenten Variablen erfolgt mit Hilfe einer weiteren qualitativen Interviewstudie. Das
Gruppenperformancemodell wird in einer Fragebogenstudie (n = 455) unter Anwendung der Methode der Strukturgleichungsmodellierung empirisch evaluiert. In der statistischen Auswertung wird u. a. festgestellt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der Aufgabenkomplexität und der Gruppenperformance besteht, der über die Qualität der Zusammenarbeit vermittelt wird. Dahingegen wird ein negativer Zusammenhang zwischen der Komplexität des Gruppendesigns und der Gruppenperformance identifiziert, der ebenfalls über die Qualität der Zusammenarbeit vermittelt wird. Aus den Ergebnissen werden konkrete Empfehlungen für die komplexitätsbezogene Gestaltung von Gruppenarbeit in der Produktion abgeleitet.
Darüber hinaus wird eine Metrik zur Erfassung der Komplexität des Arbeitsprozesses von Produktionsgruppen entwickelt und in einer Simulationsstudie evaluiert. Die Metrik kann bereits in Planungsphasen von Produktionssystemen verwendet werden, um alternative arbeitsorganisatorische Gestaltungsoptionen anhand des resultierenden Komplexitätsniveaus für die Produktionsgruppe vergleichend zu analysieren. Zudem können die Auswirkungen unterschiedlicher Qualifikationsprofile auf das Komplexitätsniveau und die Performance einer Produktionsgruppe untersucht werden.}},
  author       = {{Latos, Benedikt}},
  isbn         = {{978-3-8440-7744-5}},
  keywords     = {{Produktionssystem, Komplexes System, Teamwork, Leistungsmessung}},
  pages        = {{324}},
  publisher    = {{Shaker Verlag}},
  title        = {{{Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen}}},
  doi          = {{10.2370/9783844077445}},
  volume       = {{37}},
  year         = {{2020}},
}

@article{498,
  abstract     = {{Unternehmen haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Veränderungsprojekten in der Produktion  durchgeführt, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Der erwünschte nachhaltige Erfolg blieb
indes bei zahlreichen Projekten aus. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Oft haben sich Veränderungsprojekte zu wenig an den unternehmensspezifischen Anforderungen orientiert. Sie blieben auf einzelne Produktionsabteilungen
beschränkt und konnten daher allenfalls suboptimale Wirkungen erzielen. Auch hat mit zunehmender Zahl von Veränderungsprojekten  bei Mitarbeitern  und  Führungskräften  die  Einsicht  in  deren  Nutzen  abgenommen  und
den vielen Beteiligten waren Zusammenhänge der Projekte untereinander nicht mehr ersichtlich. Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) wirken diesen Problemen entgegen. Sie bringen alle in der Produktion gültigen Konzepte und Instrumente in einen Ordnungsrahmen, der für alle Mitarbeiter und Führungskräfte Transparenz und Orientierung schafft. Außerdem führt dies dazu, dass Redundanzen und Zielkonflikte zwischen einzelnen Konzepten sowie  konzeptionelle Schwachstellen und Lücken leichter erkannt und vermieden werden können. Mit Hilfe eines GPS können also organisatorische und technische Veränderungen zielgerichteter und systematischer
geplant werden und nachhaltiger wirken. Im Folgenden werden wesentliche Merkmale und Wirkungsweisen  von  Ganzheitlichen  Produktionssystemen beschrieben und es wird eine Vorgehensweise zur betriebsspezifischen  Gestaltung eines GPS skizziert.}},
  author       = {{Hinrichsen, Sven}},
  journal      = {{Unternehmen der Zukunft}},
  keywords     = {{Produktionssystem}},
  number       = {{2}},
  pages        = {{22--23}},
  title        = {{{Unternehmenserfolg mit System - Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Ganzheitliche Produktionssysteme}}},
  volume       = {{4}},
  year         = {{2003}},
}

@article{633,
  abstract     = {{Eine Produktion, die in hohem Maße zentral organisiert und technikfokussiert ist, in der planende und ausführende Tätigkeiten weitgehend voneinander getrennt sind und in der überwiegend extrinsische Mitarbeitermotive angesprochen werden, wird den Anforderungen des Marktes, der Mitarbeiter und mittel- und langfristig auch denen der Shareholder kaum gerecht. Vielmehr sind bei der Produktionsgestaltung Mensch, Technik und Organisation so miteinander in Einklang zu bringen, dass zum einen Kundenwünsche und -forderungen effektiv und effizient erfüllt werden können und zum anderen die Arbeit auf Mitarbeiter lern- und motivationsförderlich wirkt. Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) haben die Standardisierung von personell-organisatorischen und technisch-organisatorischen Methoden zum Gegenstand und verfolgen implizit dieses klassisch arbeitswissenschaftliche Ziel, Gedanken der Rationalisierung und Humanisierung miteinander zu verbinden. Die vor allem von deutschen Automobilherstellern mit teilweise immensem personellen Aufwand forcierte Entwicklung, Ganzheitliche Produktionssysteme zu gestalten und zu implementieren, stellt aus arbeitswissenschaftlicher Sicht eine hocherfreuliche Entwicklung dar. Um so erstaunlicher ist, dass seitens der Arbeitswissenschaft bislang nur verhältnismäßig wenige Veröffentlichungen zu diesem Thema erschienen sind. Eine Ursache dafür mag die Tatsache sein, dass das Konzept des Ganzheitlichen Produktionssystems in erster Linie aus der betrieblichen Praxis stammt. Ausgehend von den Ergebnissen der in der Automobilindustrie durchgeführten Studie des MIT (International Motor Vehicle Program) haben deutsche Automobilproduzenten in den 90er Jahren Ganzheitliche Produktionssysteme entwickelt und implementiert. Diese weisen auf der einen Seite zwar eine Reihe von grundlegenden Gemeinsamkeiten auf, da sich alle Automobilhersteller am Toyota-Produktionssystem orientiert haben. Auf der anderen Seite bestehen aber auch deutliche Unterschiede zwischen den Ganzheitlichen Produktionssystemen einzelner Unternehmen. Diese sind auf die verschiedenen betrieblichen Ausgangssituationen zurückzuführen und beziehen sich auf die Auswahl von einbezogenen Subsystemen sowie auf den Aufbau und Umfang der einzelnen Ganzheitlichen Produktionssysteme. Zudem hat sich im Zusammenhang mit Ganzheitlichen Produktionssystemen eine betriebsspezifische Terminologie herausgebildet. Diese unterschiedlichen betriebsspezifischen Ausprägungen von Ganzheitlichen Produktionssystemen sowie die uneinheitliche Terminologie wirken der Bildung eines allgemeinen Begriffsverständnisses entgegen. Dieses ist aber Voraussetzung dafür, dass Methoden wie beispielsweise das Benchmarking erfolgreich angewendet werden können und Missverständnisse vermieden werden. Um zur Schaffung eines einheitlichen Begriffsverständnisses beizutragen, werden im Rahmen des Beitrages die allgemeinen Merkmale und Funktionen eines Ganzheitlichen Produktionssystems erläutert. Diese sind - ausgehend von einer Literaturanalyse - aus den speziellen, unternehmensspezifischen Ausprägungen von Ganzheitlichen Produktionssystemen abgeleitet worden. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse einer am Lehrstuhl und Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen durchgeführten Befragung in der deutschen Automobilzulieferindustrie dargestellt. Diese sollen zu weiteren Erkenntnissen führen bezüglich - des Standes der Umsetzung von GPS, - der Motive der Implementierung von GPS sowie - der bisherigen Erfahrungen mit GPS (wahrgenommene Vor- und Nachteile). }},
  author       = {{Hinrichsen, Sven}},
  issn         = {{0340-8302}},
  journal      = {{FB-IE - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Industrial Engineering}},
  keywords     = {{Arbeitsgestaltung, Kraftfahrzeugindustrie, Produktionssystem, Automobilindustrie}},
  number       = {{6}},
  pages        = {{251--255}},
  publisher    = {{REFA-Bundesverband}},
  title        = {{{Ganzheitliche Produktionssysteme - Begriff, Funktionen, Stand der Umsetzung und Erfahrungen}}},
  volume       = {{51}},
  year         = {{2002}},
}

