[{"publisher":"Shaker Verlag","abstract":[{"lang":"ger","text":"Der Anstieg der Komplexität in Produktionssystemen stellt eine der größten Herausforderungen für produzierende\r\nUnternehmen dar. In der vorliegenden Dissertation werden mögliche Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen untersucht. Es werden sechs Studien durchgeführt, die inhaltlich und methodisch aufeinander aufbauen und somit einen vollständigen Forschungsprozess von der initialen Begriffsbestimmung bis hin zur Ableitung von Gestaltungsempfehlungen für die betriebliche Praxis beschreiben.\r\nIn der Explorationsphase wird zunächst eine qualitative Interviewstudie durchgeführt, um konkrete Treiber für das Phänomen der Komplexität in digitalisierten Arbeitssystemen zu identifizieren. Basierend auf zwei systematischen Literaturstudien wird der Stand der Forschung zu (1) Komplexitätsmodellen und (2) Gruppenperformancemodellen im Kontext von Produktionssystemen strukturiert erarbeitet und das bestehende Forschungsdefizit offengelegt.\r\nAuf der Grundlage der Vorstudien wird ein hypothetisches Modell zur Erklärung der Performance von Produktionsgruppen entwickelt, das neben bekannten Einflussgrößen aus der Teamforschung verschiedene Komplexitätsdimensionen berücksichtigt. Die Operationalisierung der latenten Variablen erfolgt mit Hilfe einer weiteren qualitativen Interviewstudie. Das\r\nGruppenperformancemodell wird in einer Fragebogenstudie (n = 455) unter Anwendung der Methode der Strukturgleichungsmodellierung empirisch evaluiert. In der statistischen Auswertung wird u. a. festgestellt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der Aufgabenkomplexität und der Gruppenperformance besteht, der über die Qualität der Zusammenarbeit vermittelt wird. Dahingegen wird ein negativer Zusammenhang zwischen der Komplexität des Gruppendesigns und der Gruppenperformance identifiziert, der ebenfalls über die Qualität der Zusammenarbeit vermittelt wird. Aus den Ergebnissen werden konkrete Empfehlungen für die komplexitätsbezogene Gestaltung von Gruppenarbeit in der Produktion abgeleitet.\r\nDarüber hinaus wird eine Metrik zur Erfassung der Komplexität des Arbeitsprozesses von Produktionsgruppen entwickelt und in einer Simulationsstudie evaluiert. Die Metrik kann bereits in Planungsphasen von Produktionssystemen verwendet werden, um alternative arbeitsorganisatorische Gestaltungsoptionen anhand des resultierenden Komplexitätsniveaus für die Produktionsgruppe vergleichend zu analysieren. Zudem können die Auswirkungen unterschiedlicher Qualifikationsprofile auf das Komplexitätsniveau und die Performance einer Produktionsgruppe untersucht werden."},{"text":"The increase in complexity in production systems represents one of the major challenges for manufacturing companies. In this dissertation, possible effects of complexity on the performance of production groups are examined. Six studies are carried out, which build on each other in terms of content and methodology and thus cover a complete research process from\r\nthe initial definition of key concepts up to the derivation of design recommendations for operational practice.\r\nWithin the exploratory phase, a qualitative interview study is conducted in order to identify drivers of the phenomenon of complexity in digitalized work systems. Based on two systematic literature studies, the state of research on (1) complexity models and (2) group performance models in the context of production systems is examined in a structured way and the existing research deficit is pointed out.\r\nOn the basis of the preliminary studies, a hypothetical model is developed to explain the performance of production groups. The model includes different complexity dimensions in addition to known influencing variables from team research. The operationalization of the latent variables is carried out with a further qualitative interview study. The group performance model is\r\nempirically evaluated in a questionnaire study (n = 455) using the method of structural equation modelling. On the one hand, the results of the statistical analysis show that there is a positive relationship between task complexity and group performance, which is mediated by the quality of teamwork. On the other hand, a negative relationship is identified between the complexity of group design and group performance, which is also mediated by the quality of teamwork. The findings are used to derive specific recommendations for the complexity-related design of group work in production.\r\nIn addition, a metric to capture the complexity of the work process of production groups is developed and evaluated in a simulation study. The metric is applicable in early planning phases of production systems. The resulting complexity level for the production group can be used for a comparative analysis of organizational design options. Furthermore, the effects of\r\ndifferent group qualification profiles on the complexity level or performance of a production group can be assessed.","lang":"eng"}],"department":[{"_id":"DEP1500"}],"publication_status":"published","defense_date":"2020-10-26","series_title":"Industrial engineering and ergonomics","doi":"10.2370/9783844077445","_id":"12717","place":"Düren","alternative_title":["Effects of complexity on the performance of production groups "],"intvolume":"        37","user_id":"83781","type":"dissertation","page":"324","status":"public","main_file_link":[{"url":"https://www.shaker.de/Online-Gesamtkatalog-Download/2025.03.19-16.26.58-193.16.112.100-rad4B15C.tmp/978-3-8440-7744-5_INH.PDF"}],"author":[{"id":"84474","full_name":"Latos, Benedikt","last_name":"Latos","first_name":"Benedikt"}],"year":"2020","volume":37,"citation":{"ieee":"B. Latos, <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>, vol. 37. Düren: Shaker Verlag, 2020. doi: <a href=\"https://doi.org/10.2370/9783844077445\">10.2370/9783844077445</a>.","ama":"Latos B. <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>. Vol 37. Shaker Verlag; 2020. doi:<a href=\"https://doi.org/10.2370/9783844077445\">10.2370/9783844077445</a>","apa":"Latos, B. (2020). <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i> (Vol. 37). Shaker Verlag. <a href=\"https://doi.org/10.2370/9783844077445\">https://doi.org/10.2370/9783844077445</a>","chicago":"Latos, Benedikt. <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>. Vol. 37. Industrial engineering and ergonomics. Düren: Shaker Verlag, 2020. <a href=\"https://doi.org/10.2370/9783844077445\">https://doi.org/10.2370/9783844077445</a>.","van":"Latos B. Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen. Düren: Shaker Verlag; 2020. 324 p. (Industrial engineering and ergonomics; vol. 37).","ufg":"<b>Latos, Benedikt</b>: Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen, Bd. 37, Düren 2020 (Industrial engineering and ergonomics).","havard":"B. Latos, Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen, Shaker Verlag, Düren, 2020.","mla":"Latos, Benedikt. <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>. Shaker Verlag, 2020, <a href=\"https://doi.org/10.2370/9783844077445\">https://doi.org/10.2370/9783844077445</a>.","bjps":"<b>Latos B</b> (2020) <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>. Düren: Shaker Verlag.","short":"B. Latos, Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen, Shaker Verlag, Düren, 2020.","chicago-de":"Latos, Benedikt. 2020. <i>Auswirkungen von Komplexität auf die Performance von Produktionsgruppen</i>. Bd. 37. Industrial engineering and ergonomics. 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Sie blieben auf einzelne Produktionsabteilungen\r\nbeschränkt und konnten daher allenfalls suboptimale Wirkungen erzielen. Auch hat mit zunehmender Zahl von Veränderungsprojekten  bei Mitarbeitern  und  Führungskräften  die  Einsicht  in  deren  Nutzen  abgenommen  und\r\nden vielen Beteiligten waren Zusammenhänge der Projekte untereinander nicht mehr ersichtlich. Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) wirken diesen Problemen entgegen. Sie bringen alle in der Produktion gültigen Konzepte und Instrumente in einen Ordnungsrahmen, der für alle Mitarbeiter und Führungskräfte Transparenz und Orientierung schafft. Außerdem führt dies dazu, dass Redundanzen und Zielkonflikte zwischen einzelnen Konzepten sowie  konzeptionelle Schwachstellen und Lücken leichter erkannt und vermieden werden können. Mit Hilfe eines GPS können also organisatorische und technische Veränderungen zielgerichteter und systematischer\r\ngeplant werden und nachhaltiger wirken. Im Folgenden werden wesentliche Merkmale und Wirkungsweisen  von  Ganzheitlichen  Produktionssystemen beschrieben und es wird eine Vorgehensweise zur betriebsspezifischen  Gestaltung eines GPS skizziert.","lang":"ger"}],"department":[{"_id":"DEP7020"}],"type":"journal_article","intvolume":"         4","user_id":"45673","_id":"498","extern":"1","title":"Unternehmenserfolg mit System - Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Ganzheitliche Produktionssysteme","volume":4,"citation":{"short":"S. Hinrichsen, Unternehmen der Zukunft 4 (2003) 22–23.","din1505-2-1":"<span style=\"font-variant:small-caps;\">Hinrichsen, Sven</span>: Unternehmenserfolg mit System - Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Ganzheitliche Produktionssysteme. In: <i>Unternehmen der Zukunft</i> Bd. 4 (2003), Nr. 2, S. 22–23","chicago-de":"Hinrichsen, Sven. 2003. 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In: <i>FB-IE - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Industrial Engineering</i> Bd. 51. Darmstadt, REFA-Bundesverband (2002), Nr. 6, S. 251–255","ama":"Hinrichsen S. Ganzheitliche Produktionssysteme - Begriff, Funktionen, Stand der Umsetzung und Erfahrungen. <i>FB-IE - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Industrial Engineering</i>. 2002;51(6):251-255.","ieee":"S. Hinrichsen, “Ganzheitliche Produktionssysteme - Begriff, Funktionen, Stand der Umsetzung und Erfahrungen,” <i>FB-IE - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Industrial Engineering</i>, vol. 51, no. 6, pp. 251–255, 2002."},"volume":51,"language":[{"iso":"ger"}],"keyword":["Arbeitsgestaltung","Kraftfahrzeugindustrie","Produktionssystem","Automobilindustrie"],"date_created":"2019-03-05T08:56:01Z","publication_identifier":{"issn":["0340-8302"]},"publication":"FB-IE - Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Industrial Engineering","date_updated":"2023-03-15T13:50:05Z","issue":"6","abstract":[{"lang":"eng","text":"Eine Produktion, die in hohem Maße zentral organisiert und technikfokussiert ist, in der planende und ausführende Tätigkeiten weitgehend voneinander getrennt sind und in der überwiegend extrinsische Mitarbeitermotive angesprochen werden, wird den Anforderungen des Marktes, der Mitarbeiter und mittel- und langfristig auch denen der Shareholder kaum gerecht. Vielmehr sind bei der Produktionsgestaltung Mensch, Technik und Organisation so miteinander in Einklang zu bringen, dass zum einen Kundenwünsche und -forderungen effektiv und effizient erfüllt werden können und zum anderen die Arbeit auf Mitarbeiter lern- und motivationsförderlich wirkt. Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) haben die Standardisierung von personell-organisatorischen und technisch-organisatorischen Methoden zum Gegenstand und verfolgen implizit dieses klassisch arbeitswissenschaftliche Ziel, Gedanken der Rationalisierung und Humanisierung miteinander zu verbinden. Die vor allem von deutschen Automobilherstellern mit teilweise immensem personellen Aufwand forcierte Entwicklung, Ganzheitliche Produktionssysteme zu gestalten und zu implementieren, stellt aus arbeitswissenschaftlicher Sicht eine hocherfreuliche Entwicklung dar. Um so erstaunlicher ist, dass seitens der Arbeitswissenschaft bislang nur verhältnismäßig wenige Veröffentlichungen zu diesem Thema erschienen sind. Eine Ursache dafür mag die Tatsache sein, dass das Konzept des Ganzheitlichen Produktionssystems in erster Linie aus der betrieblichen Praxis stammt. Ausgehend von den Ergebnissen der in der Automobilindustrie durchgeführten Studie des MIT (International Motor Vehicle Program) haben deutsche Automobilproduzenten in den 90er Jahren Ganzheitliche Produktionssysteme entwickelt und implementiert. Diese weisen auf der einen Seite zwar eine Reihe von grundlegenden Gemeinsamkeiten auf, da sich alle Automobilhersteller am Toyota-Produktionssystem orientiert haben. Auf der anderen Seite bestehen aber auch deutliche Unterschiede zwischen den Ganzheitlichen Produktionssystemen einzelner Unternehmen. Diese sind auf die verschiedenen betrieblichen Ausgangssituationen zurückzuführen und beziehen sich auf die Auswahl von einbezogenen Subsystemen sowie auf den Aufbau und Umfang der einzelnen Ganzheitlichen Produktionssysteme. Zudem hat sich im Zusammenhang mit Ganzheitlichen Produktionssystemen eine betriebsspezifische Terminologie herausgebildet. Diese unterschiedlichen betriebsspezifischen Ausprägungen von Ganzheitlichen Produktionssystemen sowie die uneinheitliche Terminologie wirken der Bildung eines allgemeinen Begriffsverständnisses entgegen. Dieses ist aber Voraussetzung dafür, dass Methoden wie beispielsweise das Benchmarking erfolgreich angewendet werden können und Missverständnisse vermieden werden. Um zur Schaffung eines einheitlichen Begriffsverständnisses beizutragen, werden im Rahmen des Beitrages die allgemeinen Merkmale und Funktionen eines Ganzheitlichen Produktionssystems erläutert. Diese sind - ausgehend von einer Literaturanalyse - aus den speziellen, unternehmensspezifischen Ausprägungen von Ganzheitlichen Produktionssystemen abgeleitet worden. Im Anschluss daran werden die Ergebnisse einer am Lehrstuhl und Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen durchgeführten Befragung in der deutschen Automobilzulieferindustrie dargestellt. Diese sollen zu weiteren Erkenntnissen führen bezüglich - des Standes der Umsetzung von GPS, - der Motive der Implementierung von GPS sowie - der bisherigen Erfahrungen mit GPS (wahrgenommene Vor- und Nachteile). "}],"department":[{"_id":"DEP7020"}],"publisher":"REFA-Bundesverband","publication_status":"published","_id":"633","place":"Darmstadt","type":"journal_article","intvolume":"        51","user_id":"45673"}]
