@misc{11637,
  abstract     = {{In Städten und Kommunen kommt dem Vorhandensein und der Qualität einer Blau-Grünen Infrastruktur aufgrund des Klimawandels eine besonders hohe Bedeutung zu. Stadtbäume können aufgrund von Wasserknappheit, Hitzestress sowie sich ausbreitender Krankheiten und Schädlinge die ihnen zugedachten klimatischen und gestalterischen Funktionen immer weniger erfüllen. Gleichzeitig können die verschiedenen Belastungen nicht durch technische Lösungen kompensiert werden. Sinnvoller ist es, dieser Situation mit einer übergeordneten strategischen Freiraumplanung zu begegnen, die die Blau-Grüne Infrastruktur zum einen sichert und weiterentwickelt, zum anderen ihre Wohlfahrtswirkung für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich macht sowie die verschiedenen Freiräume und Freiraumfunktionen gerecht verteilt. GIS-basierte Modelle können hier eine gute Planungsgrundlage bilden, indem sie dabei helfen, prioritäre Handlungsräume zu bestimmen und Maßnahmen zu benennen. Neben der Diskussion kommunaler Ziele für die Freiraumentwicklung bedarf es hierfür deren Übersetzung in ein GIS-Modell. Dabei sind verschiedene Annahmen hinsichtlich der Erreichbarkeit oder den Flächenansprüchen zur Freiraumnutzung verschiedener Bevölkerungsgruppen zu treffen. Da es hierzu zwar zahlreiche Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Städten gibt (Berlin, Dresden, Frankfurt a. Main, Graz, Hamburg, Hoyerswerda, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg, Rheine, Wien und Zürich [1, S. 43f]), die im Wesentlichen auf den Werten der Gartenamtsleiterkonferenz aus dem Jahr 1973 fußen, diese aber bislang weder empirisch noch anderweitig wissenschaftlich belegt werden konnten, besteht bezüglich der anzusetzenden Orientierungswerte nach wie vor Forschungsbedarf [1, S. 39ff]. Auch wenn die argumentativ hergeleiteten Orientierungswerte überprüft werden müssen, liefern die GIS-Modelle planerisch relevante Ergebnisse, da die getroffenen Annahmen für alle Flächen und die gesamte Bevölkerung gelten und die Unterscheidung von gut, mäßig oder schlecht mit Freiräumen versorgten Bereichen ablesbar ist. Um aus den Ergebnissen planerische Maßnahmen abzuleiten, bleibt es aber erforderlich, räumliche Restriktionen (z. B. Barrieren) oder Begabungen, wie das Vorhandensein von Flächenpotenzialen in einem synthetischen Entwurfsprozess, zu einem sinnvollen Ergebnis zusammenzuführen. Das GIS-Modell zur Beurteilung der Freirauversorgung stellt somit einen zentralen Baustein der Umweltgerechtigkeit auf kommunaler Ebene dar.}},
  author       = {{Deppe, Katharina and Rohler, Hans-Peter and Yang, Yunbo}},
  booktitle    = {{Umweltinformationssysteme - Digitalisierung im Zeichen des Klimawandels und der Energiewende (UIS 2023)}},
  editor       = {{Fuchs-Kittowski, Frank and Abecker, Andreas and Hosenfeld, Friedhelm and Reineke, Anja and Jolk, Christian}},
  isbn         = {{978-3-658-43734-3}},
  keywords     = {{Strategische Freiraumplanung, Umweltgerechtigkeit, Freiraumversorgung, Entscheidungshilfeinstrument, GIS}},
  location     = {{Höxter}},
  pages        = {{63--80}},
  publisher    = {{Springer}},
  title        = {{{Freiraumversorgung als zentraler Baustein von Umweltgerechtigkeit GIS-Studien als Grundlagen strategischer Freiraumplanung}}},
  doi          = {{10.1007/978-3-658-43735-0_5}},
  year         = {{2024}},
}

