Zwischenfazit: Studium in der Corona-Krise

Wie haben Erstsemester den Studienstart gemeistert?

David Nguyen ist 20 Jahre alt und studiert an der Technischen Hochschule OWL den Bachelorstudiengang Elektrotechnik im ersten Semester. Welche Bedenken er vor dem Start eines „Corona-Studiums“ hatte, wie sein Alltag aussieht und was er sich für die Zukunft wünscht, hat er uns im Interview verraten.

Wie leicht oder schwer ist Ihnen die Entscheidung gefallen, das Studium trotz der Corona-Pandemie aufzunehmen?

David Nguyen: Die Entscheidung ist mir sehr leicht gefallen. Für mich war die Corona-Pandemie kein Grund, mein Wunschstudium erst später zu beginnen.

Sind Sie für das Studium nach Lemgo gezogen?

David Nguyen: Nein ich musste nicht für das Studium nach Lemgo ziehen, da ich sowieso hier bei meinen Eltern wohne. Auf Grund der Online-Vorlesungen und den Online-Prüfungen wäre es aktuell aber auch nicht nötig nach Lemgo zu ziehen, sondern man kann auch von jeder anderen Stadt aus an der TH OWL studieren.

Welche Sorgen/Ängste hatten Sie vor dem Start? Sind diese mittlerweile verflogen?

David Nguyen: Meine größten Sorgen waren die Fragen, ob ich mich mit den Kommilitonen und Kommilitoninnen verstehen werde und ob ich das richtige Studium für mich gewählt habe. Mittlerweile sind diese Sorgen und Ängste aber verflogen.

Wie verläuft bei dir ein typischer Tag im Online-Studium?

David Nguyen: Typischerweise stehe ich eine bis eineinhalb Stunden vor Vorlesungsbeginn auf, mache mich kurz frisch, frühstücke etwas und setze mich, für die Vorlesungen und zum Lernen, beinahe den ganzen Tag vor meinen Laptop. Zwischendurch wird auch gerne mal mit der Familie ein Kaffee oder Tee getrunken und etwas gegessen.

Kann man in diesen Zeiten überhaupt neue Studien-Freundschaften knüpfen?

David Nguyen: Ja, es ist auf jeden Fall möglich, man muss sich selbst nur überwinden und einfach mal Leute anschreiben.

Was wird von der TH OWL dafür getan, dass man sich untereinander kennenlernt?

David Nguyen: Die Fachschaft hatte zu Beginn des Studiums Kaffeerunden und Spiele-Abende veranstaltet, wodurch man Leute kennenlernen konnte. Auch die Professoren und Professorinnen fragen immer mal nach, ob es noch Leute ohne Lerngruppen gäbe, damit diese sich untereinander verknüpfen können.

Was vermissen Sie aktuell am meisten? Welche Wünsche haben Sie für Ihr Studium?

David Nguyen: Derzeit vermisse ich den persönlichen Kontakt mit meinen Kommilitonen und Kommilitoninnen, bzw. wünsche ich mir, diese endlich in Person kennenzulernen. Und nebenbei noch erwähnt: eine Ersti-Woche hätte ich auch sehr gerne gehabt.

 

Das Interview führte Jana Suton.