Wir gestalten das neue UrbanLand

REGIONALE 2022

Das NRW-Strukturentwicklungsprogramm REGIONALE 2022 hat ein klares Ziel: Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land über innovative Projekte zu stärken. Sie geben Antworten auf die Frage, wie wir in Zukunft leben, wohnen, arbeiten, uns fortbewegen und unsere Freizeit gestalten wollen. Um die Qualität der Projekte zu gewährleisten, durchlaufen potenzielle REGIONALE-Projekte für Ostwestfalen-Lippe ein dreistufiges Auswahl- und Qualifizierungsverfahren vom C-Status über den B-Status bis zum A-Status. Erst danach wird aus den Ideen ein REGIONALE 2022-Projekt.

Die TH OWL beteiligt sich an der REGIONALE 2022 mit fünf Projekten.

Website UrbanLand OWL

Digitalisierungsprozesse für eine nachhaltige Agrarwirtschaft

Mobile SmartFarmOWL

Mit dem REGIONALE-Projekt „Mobile SmartFarmOWL“ verfolgt die TH OWL unter der Projektleitung von Professor Dr. Burkhard Wrenger das Ziel, gemeinsam mit Beteiligten aus Landwirtschaft und Digitalisierung die Region Ostwestfalen-Lippe zum Vorreiter in der digitalen Landwirtschaft zu machen. Sie wollen ein Programm umsetzen, das Landwirtschaftsbetriebe aus OWL zur sinnvollen Nutzung von Smart Farming befähigt – also dem präzisen und effizienten Einsatz von Ressourcen durch technische Analyse. Dadurch fördert das Projekt das nachhaltige Bewirtschaften von Ackerflächen. Die ausgewählten Landwirtschaftsbetriebe werden angeleitet und ausgestattet, um die bereits bestehenden Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich für ihren Betrieb zu nutzen. Mithilfe eines „mobilen Labors“ sammeln Professor Wrenger und sein Team außerdem Daten auf den Höfen der Betriebe, die anschließend sowohl für die Betriebsführung wie auch Forschung und Entwicklung genutzt werden: Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie Studierende des Studiengangs Precision Farming nehmen erste Bodenproben, befliegen die Ackerflächen mit einer Drohne und werten Geodaten und Betriebsdaten aus. Ein interaktives Konzept, das den Studierenden ein praxisnahes Training und den Landwirtinnen und Landwirten in der Region neue, auf ihren Hof passgenaue Erkenntnisse und einen erleichterten Einstieg in die Digitalisierung bietet.

Die TH OWL arbeitet als Projektleiterin mit Expertinnen und Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, Technologieunternehmen und Landwirtschaftsbetrieben sowie dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband zusammen.

Projektqualifizierung: A-Status

Projektseite Smart Farm OWL

Fotos: © TH OWL

Aufbau und Demonstration bedarfsgesteuerter elektrischer Einschienen-Fahrzeuge

MonoCab OWL

Im REGIONALE-Projekt „MonoCab OWL“ entwickelt ein Team unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Schulte innovative Schienenfahrzeuge. Dabei handelt es sich um Einschienen-Fahrzeuge in Form von kleinen Kabinen, die Platz für bis zu vier Personen bieten. Da sie nur auf einer Schiene fahren, können eingleisige Bahnstrecken in beide Richtungen befahren werden. Die MonoCabs kommen auf Abruf und lassen sich mithilfe digitaler Kupplungen auch zu Doppelwagen zusammenstellen. Die Bilder zeigen, wie die Kabinen der MonoCabs aussehen könnten. Der Einsatz von MonoCabs als On-Demand-Verkehr hat vor allem in ländlich strukturierten Räumen in Ostwestfalen-Lippe das Potenzial, vorhandene Bahnstrecken als neue, zweidirektionale Mobilitätsadern zu reaktivieren und damit den fehlenden Lückenschluss zum Regional- und Fernverkehr zu schaffen. Aber auch in Städten können diese Fahrzeuge perspektivisch eingesetzt werden.

Die TH OWL übernimmt federführend die Konzept- und Demonstratorenentwicklung in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft. Der Grundansatz, die Idee des kreiselstabilisierten Fahrzeugs neu aufzugreifen und weiterzuentwickeln, wurde vom Landeseisenbahn Lippe e. V. eingebracht. Die Idee von Thorsten Försterling wurde 2018 mit dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet. Die Demonstratoren der MonoCabs sollen auf einer Teststrecke auf dem stillgelegten Streckenabschnitt der Extertalbahn von Bösingfeld in Richtung Rinteln erprobt werden. Mittelfristig sollen die MonoCabs Teil der neuen automatisierten und vernetzten Mobilität sein.

Projektqualifizierung: A-Status

Projektseite MonoCab OWL

Website MonoCab OWL

Fotos: © Ilja Nowodworski, Two West GmbH

WISSEN – AUSTAUSCH – IMPULSE

InnovationSPIN

Mit dem InnovationSPIN wollen Wissenschaft, Handwerk und Wirtschaft gemeinsam eine innovative Denkfabrik entwickeln, die Theorie und Praxis zusammenführt. Der Think Tank für den neuen Mittelstand wird das Herzstück des Innovation Campus in Lemgo und soll das gemeinsame Lernen und Forschen von Studierenden und Auszubildenden systematisch befördern. Mit dem InnovationSPIN entsteht ein einzigartiger Raum für den Austausch über Wissen und Technologien. Wissenschaft, Handwerk und berufliche Bildung arbeiten im InnovationSPIN gemeinsam Hand in Hand. Ziele sind unter anderem, die Herausforderungen durch Digitalisierung im Handwerk sowie kleinen und mittleren Unternehmen zu bewältigen und neues Innovationspotenzial durch eng miteinander gelebte Kooperation zu entfalten. Das Resultat ist ein Raum für Gründungen und Entrepreneurship über die einzelnen Institutionen hinaus, der hilft einen neuen Mittelstand im UrbanLand OWL zu entwickeln.

Projektqualifizierung: A-Status

Projektseite InnovationSPIN

Website InnovationSPIN

Fotos: © Matern Architekten Paderborn

Die neue Mobilität

RailCampus OWL

Beim Projekt „RailCampus OWL“ geht es um die Digitalisierung der Schiene: Hochschulen, herstellende Unternehmen und die Deutsche Bahn schaffen gemeinsam am Standort Minden ein Innovationsökosystem und High-Tech-Zentrum für intelligente Bahntechnologie. Im Zentrum stehen autonome Bahnsysteme, intelligente Wartung und vernetzte Logistik. Damit ab 2025 autonome Züge im Nah- und Fernverkehr fahren können, müssen Schienen, Fahrzeuge und Stellwerktechnik für die neue Technologie gerüstet sein. Ein Schwerpunkt des Projekts sind daher autonome und automatisierte Bahnsysteme im Güter- und Personenverkehr. Daneben wird auch an einer intelligenten Wartung von Zügen und einer optimalen Vernetzung der Logistik für den Güterverkehr geforscht. Mit der Nähe zum Bahnhof Minden hat der Rail Campus OWL eine direkte Anbindung an die Bahnstrecke Köln-Berlin, potentielle Teststrecken für den autonomen Schienenverkehr liegen in direkter Umgebung.

Das Projekt bringt führende Expertinnen und Experten für Bahntechnologie aus Wissenschaft und Industrie auf einem Campus zusammen. Projektbeteiligte sind die Universität Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld, die Universität Paderborn und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Seitens der Industrie sind die DB Systemtechnik, DB Cargo, Harting und WAGO mit an Bord. Auch der Kreis Minden-Lübbecke und die Stadt Minden zählen zu den Projektpartnern. Die vier beteiligten Hochschulen konzipieren für den neuen Campus gemeinsam den Bachelorstudiengang „Intelligente Bahnsysteme“. Der Bahnsektor braucht Fach- und Führungspersonal, das eine hohe Kompetenz in den Bereichen Informatik, Data-Science und Systemtechnik sowie Knowhow im System Bahn hat.

Projektqualifizierung: A-Status

Projektseite RailCampus OWL

Website RailCampus OWL

Zukunftsweisende Forschungsschwerpunkte der Kreativwirtschaft

KreativInstitut.OWL

„Das KreativInstitut.OWL mit seiner nachhaltigen Architektur wird zum place to be für Forschende sowie Kreativ- und Medienschaffende“, so der Projektverantwortliche, Professor Dr. Guido Falkemeier. Auf rund 1.044 qm sollen dazu hochtechnisch ausgestattete Labore für die zukunftsweisenden Forschungsschwerpunkte Virtual Reality Film Production, Interactive Media, Film- und Musikinformatik sowie Digital Humanities entstehen. Außerdem wird es im KreativInstitut.OWL Flächen für kollaboratives Arbeiten und Startups und in Kreativzonen die Möglichkeit zum Diskurs über die digitale Medienarbeit geben.

10,6 Millionen Euro fließen für das KreativInstitut.OWL im Rahmen der Regionale 2022 nach Detmold. Es soll eine Transferfunktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Kreativsektor ausüben. „Die Kreativwirtschaft ist mit ihren innovativen Ansätzen ein wichtiger Treiber des digitalen Wandels in Nordrhein-Westfalen. Mit dem KreativInstitut.OWL schaffen wir einen Ort, an dem alle Beteiligten gemeinsam Ideen und Lösungen entwickeln und umsetzen können. Hiervon profitieren insbesondere kleine und mittlere Unternehmen und die Start-ups in der Region. So können wir gemeinsam den digitalen Wandel im Land weiter vorantreiben“, so NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Übergabe des Förderbescheids in Düsseldorf.

Das KreativInstitut.OWL wird eine enge Anbindung an den Kreativ Campus Detmold haben. Auf dem KreativCampus entsteht durch die Partnerinnen und Partner Stadt Detmold, Kreis Lippe, IHK Lippe zu Detmold, GILDE Wirtschaftsförderung, Sparkasse Paderborn-Detmold, Volksbank Detmold, Zweigniederlassung der Verbund Volksbank OWL eG, Technische Hochschule OWL, Hochschule für Musik Detmold und Universität Paderborn ein national sichtbarer Kompetenzort und Innovationsmotor der digitalen Kreativwirtschaft.

Projektqualifizierung: A-Status

Projektseite KreativInstitut.OWL