Jubiläum 2021

Mit der Einführung eines neuen Hochschultyps – der sogenannten Fachhochschulen – wurde der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt. Das Ziel: Kurze Studienzeiten kombiniert mit einem hohen Praxisbezug. Die ersten Fachhochschulen entstanden 1969 in Schleswig-Holstein. Der 1. August 1971 war der Gründungstag der heutigen Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), zunächst unter dem Namen „Fachhochschule Lippe“.

Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen, in denen sich nicht nur die Welt, sondern auch der Hochschultyp der Fachhochschule grundlegend verändert hat. Die deutschen Fachhochschulen haben sich inhaltlich und strukturell neu ausgerichtet. Die Studiengänge sind auf Bachelor- und Master ausgerichtet, die Fachhochschulen haben sich angewandter Forschung und Wissentransfer verpflichtet und die Möglichkeiten zur Promotion ausgebaut.

In zahlreichen Landeshochschulgesetzen wurde die Bezeichnung „Fachhochschule“ durch „Hochschule für Angewandte Wissenschaften“ (kurz HAW) ersetzt. Daher führen nur noch wenige der in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) organisierten Hochschulen die Bezeichnung „Fachhochschule“ in ihrem Namen.

Heute studieren an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen in Deutschland über 1 Mio. Studierende. Rund 40% aller Studienanfängerinnen und Studienanfänger schreiben sich an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften oder Fachhochschule ein. Etwa 20.000 Professorinnen und Professoren lehren hier.

Wir feiern im Jahr 2021 nicht nur das Jubiläum der TH OWL, sondern auch eine Idee, die die deutsche Bildungslandschaft revolutioniert hat. Wir sind stolz darauf, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, die in Forschung und Lehre praxisorientierten Fortschritt ermöglicht. Einen eindrucksvollen Blick auf die Geschichte der Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften liefert die Kampagne "Unglaublich wichtig".