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Symposium Mensch und Raum

Mensch und Raum

Von 2008 bis 2019 fand jährlich im Oktober das Symposium des Foschungsschwerpunktes perceptionLab an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur statt. Unter dem Titel „Mensch, Raum und …“ widmen sich externe Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen dem jeweiligen Schwerpunktthema des Jahres. Diese Themen wurden im Rahmen der Vorträge und Diskussionen speziell unter dem Gesichtspunkt der Wahrnehmung beleuchtet.

Im Sinne der Netzwerkbildung sollte das Symposium außerdem eine Plattform für den Austausch von Unternehmen, Büros, Wissenschaftlern, Studierenden und interessierten Fachleuten bieten und Einblicke in das Betätigungsfeld und die Kompetenzen des perceptionLabs geben.

  


19. Oktober 2019

Mensch, Raum und Material

"Räume ohne Material sind für uns nicht vorstellbar." Mit diesen Worten eröffnete Prof. Ulrike Kerber das diesjährige Symposium "Mensch und Raum" des hochschuleigenen Forschungsschwerpunkts perceptionLab der Technischen Hochschule OWL. Die 12. Veranstaltung dieser Reihe fand am vergangenen Freitag in Detmold zum Thema "Material" statt. Was bedeuten Materialien für uns und wie nehmen wir diese wahr? Was bedeuten Materialien für den Raum? Und wie wichtig sind gesunde Materialien für unsere Zukunft? Nicht nur Gestalter stellen sich diese Fragen. 

Sehr intuitiv geht der Designer Cengiz Hartmann mit Materialien um. "Ich möchte (für den Kunden) nicht irgendeinen Tisch machen, sondern den einen Tisch in seinem Leben." Das Material sage ihm, was zu tun sei. "Die Funktion allein ist nie genug, es geht immer um Beziehungen", so Hartmann. Denn Intuition sei die Summe von Erfahrung und Wissen - "also traue ich ihr!" 

Weniger intuitiv ging Max Ernst seinen Vortrag "Die Ehrlichkeit von Material" an und forderte eine Trendwende. "Den bewussten Umgang, den wir bei Lebensmitteln haben, würde ich mir auch beim Holz wünschen." Eiche aus dem Teutoburger Wald statt Mahagoni aus dem Senegal. Als gutes Beispiel nannte er die "Woodscraper" in Wolfsburg, zwei innovative Hochhäuser aus Holz. Das hierfür verbrauchte Holz wachse innerhalb eines Jahres in und um Wolfsburg herum nach. Die Lebenszyklus- und Ökobilanzierung hierzu sei von der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur am Lehrgebiet Baustoffe und Baukonstruktion erfolgt. Auch der "Grüne Salon" - die neue Materialbibliothek der Detmolder Schule - gehe mit gutem Vorbild voran. Ihre gesamte Rauminstallation wurde ohne Leim und ohne Metallverbindung kraftschlüssig erstellt.

Die Farbdesignerin Melanie Hövermann stellte die Materialbibliothek "raumprobe" in Stuttgart vor, die mit 50 000 Materialien umfangreichste, herstellerunabhängige Ausstellung für Materialien. Sie wies auf "smarte" Materialien wie "Airbumps" hin, ein Material, das Dellen an der Autokarosserie gar nicht erst entstehen lasse. Oder eine aktive Frischluftfarbe, die in Küchen oder Toiletten unter Einwirkung von Licht Gerüche und Schadstoffe abbaut. Auch aus der reichhaltigen Sammlung der "raumprobe" stellte sie Materialien vor: Holz so weich wie Leder - ein 0,5 mm dickes Echtholz wird mit einem Trägermaterial aus Baumwolltextil verbunden. Ein Plattenmaterial aus recycelten Jeans oder die Folienheizung Naxis Thermowall für das Kachelofengefühl ohne Kachelofen. 

Ein ganz anderes Material stellte Philipp Geist von "Videogeist" vor. Philipp Geist arbeitet weltweit als Künstler mit den Medien "Projection Mapping"/Lichtkunst, Fotografie und Malerei. Er zeigte Eindrücke seiner spektakulären Lichtinstallationen in Pune/Indien, Teheran, Rio de Janeiro und am Kölner Dom. 

Materialinnovationen für eine nachhaltige Zukunft - das ist das Metier des Materialforschers Hon.-Prof. Dr. Sascha Peters von der Zukunftsagentur "Haute Innovation". Kurz vor dem Ende des petrochemischen Zeitalters stehe die Gesellschaft vor einem einschneidenden Umbruch unserer Material- und Produktkultur. Mit Verve stellte er Alternativen zum nicht abbaubaren Plastik vor. So zum Beispiel zeigte er ein neuartiges Material aus Cellulose, Chitin und einem Pilz, das von einem Forscher an der Singapore University entwickelt wurde und aus dem sich Turbinenblätter herstellen lassen. Oder eine Unternehmerin aus der Region Hannover, die nicht mehr zu verkaufende Milch aufkauft und aus dem Milchprotein Fasern für Textilien herstellt (Qmilk). 

Organisiert und moderiert wurde das Symposium von Kristina Herrmann, Projektleiterin am hochschuleigenen Forschungsschwerpunkt perceptionLab, sowie von Prof. Ulrike Kerber, stellvertretende Sprecherin des perceptionLabs. Laut Kerber besteht in einer zunehmend digitalen Welt die Gefahr, dass die Menschen immer weniger haptische Erfahrungen mit Materialien machen. Deshalb rief sie abschließend die 90 Zuhörerinnen und Zuhörer dazu auf: "Wir Innenarchitekten, Designer, Künstler sind die Botschafter für diese Welt (der Materialien)."

 


19. Oktober 2018

Mensch, Raum und Inklusion

"Jeder Mensch ist gehandicapt. Wir wollen Räume gestalten, die jedem Zugang ermöglichen", sagte Moderator Jan Phillip Ley beim 11. Symposium des hochschuleigenen Forschungsschwerpunkts PerceptionLab. Es stand in diesem Jahr unter dem Thema "Mensch, Raum und Inklusion" und fand erstmals mit internationaler Beteiligung am Freitag, 19. Oktober auf dem Detmolder Campus der Hochschule OWL statt. Gleichzeitig endete damit eine internationale Workshopwoche. 

Bei Inklusion gehe es nicht nur um Rollstühle und Treppen, so Prof. Ulrich Nether, Organisator des Symposiums und Sprecher des PerceptionLabs. Vielmehr finde Inklusion dort statt, "wo Menschen den Raum mitgestalten." 

Weg von der rein visuellen Architektur hin zu einer multisensorischen, einer Kultur, die alle Sinne anspricht, dafür setzte sich Thomas Tajo in seinem Vortrag ein. Der US-Amerikaner, derzeit in Belgien tätiger Forscher, ist selbst blind und plädierte dafür, durch die gebaute Umwelt auch das nicht-visuelle Gehirn zu aktivieren, anderenfalls würden diese nicht-visuellen Sinne verkümmern. Er ist bei den "Visioneers" aktiv, einer Non-Profit Korporation in Kalifornien, die es sich zum Ziel gemacht hat, Blinden das Sehen durch Schall - z.B. durch die Klick-Sonar-Technik - beizubringen (http://visioneers.org/). 

Wie Universal Design das Lernen unterstützen kann, zeigte das Beispiel der geplanten Umgestaltung der Bielefelder Laborschule. Das offene Raumkonzept der experimentellen Bildungseinrichtung sei in die Jahre gekommen. Es bevorzuge stärkere Schülerinnen und Schüler, während schwächere sich in dieser unruhigen Lernatmosphäre weniger konzentrieren könnten. Gleichwohl bewerteten in einer Umfrage 82 Prozent das offene Raumkonzept positiv. So seien bei einer Neugestaltung des gemeinsamen Raums Lösungen des akustischen Problems sowie mehr Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler gefragt. Als Pädagogen und Forscher begleiteten Marlena Dorniak und Dr. Christian Timo Zenke von der Universität Bielefeld das Projekt. Prof. Eva Filter vom Lehrgebiet Wohnen an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur stellte die entstandenen Entwürfe und drei Prototypen vor. 

Oft habe man das Gefühl, dass der Nutzer der Feind von Architekten und Designern sei. Herausragendes Design sei oft sehr rigide und exklusiv. "Es lässt keinen Platz für Individualität", so die Designerin Christine van Meegen und der Künstler Sebastian Kubersky (Rotterdam) vom Studio C.A.R.E. Ihr Lösungsansatz für das Problem: "Kuratierte Katastrophen", die erst einmal eine "tabula rasa"-Situation herstellten. Nach der Dekonstruktion folge dann die Rekonstruktion, wobei das Selbstgestalten durch den Nutzer (Do-it-yourself) und ein prozess-orientiertes Design im Vordergrund stehe. http://studio-c-a-r-e.com/

Die Berliner Non-Profit-Organisation "be able" ist ein Kreativkollektiv für Inklusion durch Design. Bereits 2010 entwickelte die Produktdesignerin Isabelle Dechamps das mehrfach ausgezeichnete Bildungskonzept von "be able" in Kooperation mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Dechamps stellte auf dem Symposium drei Projekte vor. Wichtig sei dabei: sorgfältig zu planen, die Leute zu befähigen, es selbst zu machen und dann seinen Entwurf loslassen zu können. "Don´t overdesign", so ihre Empfehlung. https://be-able.info/de/

Ein Beispiel für inklusive Architektur stellt das Projekt WOODIE im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg dar. Die Wohnungen wurden von Sauerbruch Hutton Architekten speziell für Studierende entwickelt. Inspiriert von den Container-Stapeln im Hamburger Hafen entstand die Idee, die Wohneinheiten aus Holz in Containerform vorzufertigen und in Modularbauweise zur realisieren. Das Projekt stellte der Architekt Cornelius Voss vom Bauträger PRIMUS developments GmbH vor, die WOODIE gemeinsam mit der Senectus GmbH realisiert hat. https://www.woodie.hamburg/de/ 


20. Oktober 2017

Mensch, Raum und Wirklichkeit

Zwischen den Antipoden analog und digital


"Mensch, Raum, Wirklichkeit" - unter diesem Thema stand das 10. PerceptionLab-Symposium der Hochschule OWL. Es fand am 20. Oktober vor etwa 100 Zuhörerinnen und Zuhörern auf dem Campus Detmold statt. In seiner Einleitung wies Prof. Ulrich Nether auf Herkunft und Wortfamilie des Wortes Wirklichkeit hin und fand dort mit "Wirken", "durchwirken" und "Gewerk" auch Verbindungen zu Raum und Architektur. "Wie wollen wir künftig leben", fragte Prof. Hans Sachs im Hinblick auf die Möglichkeiten der neuen Medien und Technologien, die derzeit Einzug in unsere realen Strukturen halten. Vor diesem Hintergrund werde die Stadt immer mehr zum Reallabor, meinte Prof. Axel Häusler und merkte an, ob vielleicht nur das wirklich sei, was wir eben nicht erlebten. 

Der Neurowissenschaftler Prof. (em.) Dr. Ingo Rentschler (LMU München) sprach von den Ergebnissen der Kognitionsforschung. Von Interesse sei hier vor allem die Frage, ob es neben Gedächtnissystemen für sprachliches auch welche für bildhaftes Wissen gebe. "Dies ist offenbar tatsächlich der Fall", so Rentschler. Räumliche Vorstellungen seien jedoch keine statischen Bilder. Sie entständen durch die zielgerichtete Verschränkung von passiv sensorischem und aktiv motorischem Verhalten. Das entspreche einem Kreisprozess von Wahrnehmen, Erinnern, Fühlen und Handeln - dem so genannten Gestaltkreis oder "perception-action cycle". 

Für einen kritischen Umgang mit den neuen Technologien plädierte Dana Georgiadis (Berlin). Sie stellte das szenografische Projekt "Rhizomat" vor, einen "Narrative Space" von der Szenografin Mona el Gammal, an dem Georgiadis als Produzentin mitwirkte. Das Werk bewege sich zwischen Theater und bildender Kunst. Im Herbst 2016 konnten einzelne Besucher über mehrere Etagen hinweg eine dystopische und doch sehr real anmutende Installation in einem ehemaligen Fernmeldeamt in Berlin erkunden. Ein Einblick in die Arbeit ist bei Arte zu sehen: https://sites.arte.tv/360/de/rhizomat-vr-360

Raum zum Hören zu bringen, das kann "Fluks", ein Instrument zur Erkundung räumlicher Wirklichkeiten. Es entstand unter Leitung von Jan Phillip Ley (HS OWL, Detmold). Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt PerceptionLab und moderierte auch das Symposium. https://www.fluks-project.de/

Außerdem wurde während des Symposiums die Materialstudie "Real/Fake" von den Innenarchitektur Studierenden Tessa Sieker und Michelle Slabon vorgestellt. Darin zeigten sie die Ergebnisse einer in der Vertiefung Humanfaktoren im Masterstudiengang durchgeführten Untersuchung, in der mit 167 Probanden erforscht wurde, ob es einen spürbaren Unterschied zwischen Original und Imitat gibt. Zur Textilwahrnehmung sprach Katrin Kollodzey, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Grundlagen Entwerfen an der Hochschule OWL. Sie stellte das Textile Atelier der Hochschule vor. In der praktischen Arbeit mit den Materialien und deren kreativen Bearbeitung widme sich das Textile Atelier Fragestellungen zur Wirkung von Textilien auf den Raum und den dazu in Dialog tretenden Menschen. Schließlich sei Textil der erste Raum des Menschen. 

Für einen optimistischen Ansatz im Umgang mit neuen Technologien machte sich Prof. i.V. Dr. Manuel Kretzer, Architekt und Experte für funktionale Materialien von der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig stark. Transformative Materialien und adaptive Systeme würden für die Zukunft des Entwerfens in der Architektur eine wichtige Rolle spielen. Interessante Einblicke hierzu gibt es unter http://materiability.com/

Kooperatives Entwerfen in virtuellen und vernetzten Umgebungen stellten Firat Ulus und Mathias Karuzys, Studierende der Hochschule OWL, vor. Gerade auch in der Architektur müssten Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) als Werkzeuge angesehen werden, die über den klassischen Einsatz im Entertainment-Bereich hinausgehen. 

In dem EU-Projekt "The People's Smart Sculpture PS2" werden Möglichkeiten ausprobiert, mit welchen Methoden der urbane Raum partizipativ gestaltet werden kann. Davon berichtete Martin Koplin, Direktor des Instituts für angewandte Medienforschung in Bremen. Erst die digitalen Medien hätten vielen gesellschaftlichen Gruppen Zugang zu stadtgestalterischen Prozessen ermöglicht. Die Tagung habe deutlich gemacht, dass die Wahrnehmung von Wirklichkeit sehr subjektiv sei, so der Moderator Jan Phillip Ley. Aufgeworfen wurden grundsätzliche Fragen für das gesellschaftliche Zusammenleben im Raum. Und genau dort spiele der gestalterische Aspekt eine große Rolle. Laut Ley war es ein "sehr inspirierender Austausch" über alle Disziplinen hinweg.


14. Oktober 2016

Mensch, Raum und Alter

„Architektur kann einen großen Einfluss nehmen“

Von der Mehrgenerationen-WG bis zum Pflegeheim – beim Symposium des Forschungsschwerpunkts PerceptionLab der Hochschule OWL am  14. Oktober wurden verschiedene Möglichkeiten für das Wohnen im Alter vorgestellt.

Dabei sei die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz wesentlicher Impulsgeber für die qualitative Weiterentwicklung von Pflegeheimen, ist Dr. Beate Radzey vom Demenz Support Stuttgart überzeugt. Wichtig auch: „Wenn ich nur für Behinderungen plane, plane ich keine lebenswerte Umwelt mehr.“ Die Architektur eines guten Pflegeheims ermögliche den Bewohnern, sinnvolle Alltagsaufgaben selbst wahrzunehmen, wie Essen zubereiten, Gärtnern und Handwerken. Radzey weiter: „Wohnen ist ein aktiver Prozess.“ So entstehe Raumnutzung und Raumerleben erst im Zusammenwirken von räumlichen und sozialen Faktoren. Warum würden Pflegeheime derzeit zu selten als Zuhause wahrgenommen? Weil sie zu wenig Möglichkeiten bieten, einen eigenen Lebensstil zu entwickeln, so Radzey. „Architektur kann hier einen großen Einfluss nehmen.“

„Fragen Sie die Nutzer“, forderte Dr. Katharina König die 140 Zuhörer und Zuhörerinnen auf. „Meistens wissen die älteren Menschen ganz genau, wie sie leben wollen.“  Sie untersuchte für das Age Lab im MIT in Boston/USA, wie sich ältere Menschen im öffentlichen, städtischen Raum verhalten und welche besonderen Bedürfnisse sie haben. Sie plädierte dafür, das Alter nicht nur defizitär zu sehen. Mit großer Leidenschaft warb dafür auch der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf. Er lebt seit seinem 50. Lebensjahr in einer Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft. Viel Geld müsse so ein Modell nicht kosten, man müsse sich nur die Nähe zutrauen. Ob künstliche Hüfte, Schlaganfall oder Sterben zuhause – „das kann man angehen in so einer Struktur.“ Der Druck der Demografie werde steigen, und damit würden solche Projekte häufiger werden, ist sich Scherf sicher.

Im Weiteren wurden auf der Fachtagung aktuelle Forschungsstudien und –projekte des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur vorgestellt: darunter die Themen Gerontopsychiatrie Bethel, Farbe und Alter (Brillux-Farbstudie), Universal Privacy Room sowie Potentiale wohnumfeldverbessernder Maßnahmen für Menschen mit Demenz.

„Es gibt keine One-Size-fits-all-Lösung“, fasste Moderatorin Dipl.-Ing. Julia Kirch zusammen. In allen Vorträgen wurde aber auch deutlich, wie wichtig soziale Teilhabe sei, so Prof. Ulrich Nether, Sprecher des PerceptionLabs. „Da sind wir Architekten und Innenarchitekten gefordert.“

Des Weiteren wurden auf der Fachtagung aktuelle Forschungsstudien und -projekte des Fachbereichs Architektur und Innenarchitektur vorgestellt: darunter die Themen Gerontopsychiatrie Bethel (Anja Hoff), Brillux-Studie Farbe und Alter (Ricarda Jacobi), Universal Privacy Room (Kristina Herrmann/Julia Johannhanwahr) sowie Potentiale wohnumfeldverbessernder Maßnahmen für Menschen mit Demenz (Christina Naumann)

"Es gibt keine One-Size-fits-all-Lösung", fasste Moderatorin Dipl.-Ing. Julia Kirch zusammen. In allen Vorträgen wurde aber auch deutlich, wie wichtig soziale Teilhabe sei, so Prof. Ulrich Nether, Sprecher des PerceptionLabs "Da sind wir Architekten und Innenarchitekten gefordert."


16. Oktober 2015

Mensch, Raum und Wissen

Der fortschreitende Wandel der Gesellschaft in Richtung der bereits in den 60er- und 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts ausgerufenen Wissensgesellschaft wird von den führenden politischen Organen, maßgeblichen Sozialwissenschaftlern und in zunehmenden Maße auch von der Industrie als zentrale Herausforderung der kommenden Jahre angesehen. Um das Potenzial des vorhandenen Wissens voll ausschöpfen zu können und gleichzeitig die Generierung neuer Erkenntnisse zu ermöglichen, ist es von zentraler Bedeutung, Räume so zu gestalten, dass diese Innovations- und Wissensgenerierungsprozesse optimal unterstützt werden.  

Die Vorträge im Rahmen des Symposiums widmeten sich den Fragen, wie kreative Räume den Wissenstransfer und die Wissensgenerierung fördern können, stellten Arbeiten über dinghafte Daten, Zufallsprodukte und dem qualitativen Selbst vor und präsentierten Visualisierungsmethoden für die frühen Phasen architektonischer Planung und Konzeption.


17. Oktober 2014

Mensch, Raum und Resonanz

“Im Raum leben wir durch permanentes Anwesendsein”

Große Resonanz hatte das diesjährige Symposium mit einer Besucherzahl von 160 Teilnehmenden. Prof.’in Kerber konnte fünf hochkarätige Referierende gewinnen, die aus ihrer Perspektive über den Zusammenhang von Mensch und Raum unter dem Blickwinkel der Resonanz berichteten. Durch die breite und interdiszplinäre Auswahl der Sprechenden wurde das Thema aus verschiedenen Perspektiven analysiert - von physikalischen Grundlagen über partizipatives Bauen bis hin zu städtischen Lebens- und Bühnenräumen.

Der Osnabrücker Professor Dr. Andreas Neyer regte die Besucher durch seine These: „Resonanz zwischen schwingenden Systemen führt immer zu neuen, innovativen Lösungen“ an. Für ihn ist der Raum codierte Information, die zwischen Bauherr und Architekt synchronisiert. Der physikalische Raum steht somit für eine informationsartige, geistige Verbindung (Resonanz) zwischen dem Betrachter und den Gestaltern.

Schauspieler und Autor Dr. Jesko Friedrich eröffnete den Zuhörinnen und Zuhörern eine völlig andere Perspektive, indem er aktuelle prestigeträchtige Bauprojekte aus humoristisch-kritischer Sicht verarbeitete und anhand seiner Kurzfilme veranschaulichte.

Im Vortrag des Intendanten des Osnabrücker Theaters Dr. Ralf Waldschmidt, der unter dem Titel „Alles Theater ... wie ein Raum zur Bühne wird“ wurden scheinbar alltägliche Orte aufzeigte, die durch das Bespielen zum Bühnenraum gemacht wurden. Ein Beispiel ist die Tanz-Aufführung im Altarraum einer Kirche, wo durch die Bewegung der Tänzerinnen und Tänzern scheinbar „Michelangelos Figuren aus dem Sandstein des Altars zum Leben erweckt wurden“.

Die Architektin Dr. Susanne Hofmann betonte den Aspekt des partizipativen Entwerfens in der Architektur und Innenarchitektur. Ihrer Meinung nach sei „unsere Gesellschaft von in zunehmendem Maße emanzipierten Menschen beansprucht“, was den Wunsch nach mehr Teilhabe auch an der Gestaltung der gebauten Umwelt nach sich ziehe. Partizipation werde daher für den architektonischen Entwurfsprozess immer wichtiger.

Prof. Dirk Manzke brachte den Zuhörenden das Aufspüren von Atmosphäre in Lebensräumen näher. Den Raum zeichnet seiner Meinung nach aus, dass „wir durch permanentes Anwesendsein“ in ihm leben. Durch Resonanz reagiere der Mensch auf einen Raum, der somit sinnlich aufgespürt werden könne. Er zeigt den Unterschied und zwischen einer (scheinbar) pragmatischen Aufgabenstellung: "Entwerfen Sie einen Spielplatz", und der dahinter stehenden atmosphärischen Bitte: „Entfalten Sie einen Raum der (kindlichen) Unbekümmertheit“, und eröffnet den Zuhörerinnen und Zuhörern durch seine aufmerksame Betrachtungsweise die Wichtigkeit von Atmosphäre im Gestalten von Lebensräumen.


18. Oktober 2013

Mensch, Raum und Zeit

Wie viel Zeit verbringen wir durchschnittlich in welchen Räumen und Gebäuden? Und welche Konsequenzen hat dieses Wissen auf die Gestaltung dieser Räume? Diesen Fragen widmete sich das Symposium "Mensch, Raum und Zeit" am 18.10.2013 auf dem Detmolder Campus der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Es war die sechste Veranstaltung des Forschungsschwerpunkts PerceptionLab der Hochschule, aber die erste, die gemeinsam mit dem Fachbereich Medienproduktion stattfand. Mit dem Thema "Mensch, Raum und Zeit" wurden die elementaren Parameter behandelt, die Aspekte von zeitlicher Wahrnehmung der Architektur und die Konsequenzen für die Planung aufzeigen. Forscher, Produzenten, Künstler und Architekten diskutierten aus ihrer Sicht das Thema. Die Referenten waren: Oliver Gather (Bildhauer und Künstler), Prof. Dr. Achim Hahn (Professor für Architekturtheorie und Architekturkritik an der Tu Dresden), Prof. Dr. Stephan Günzel (Professor für Medientheorie an der BTK-Hochschule für Gestaltung), Jörn Nettingsmeier (Tonmeister - Akustik im Raum) und Robert Laatz (Kameramann - Stereofotografie und die Erweiterung des visuellen Erzählraumes).

"Zeit und Raum sind für uns untrennbar", sagte Prof. Ulrich Nether, Sprecher des Perception Labs. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Heizo Schulze vom Fachbereich Medienproduktion der Hochschule OWL.


19. Oktober 2012

Mensch, Raum und Licht

"Licht ist unsichtbar, was wir sehen sind nur leuchtende oder beleuchtete Flächen", sagt Prof. Harald W. Gräßer vom Lichtlabor der Hochschule OWL. Welche Rolle diese beleuchteten Flächen in der Architektur und Innenarchitektur spielen, dazu bot das Symposium „Mensch-Raum-Licht“ am 19. Oktober 2012 konkrete Beispiele.

Ausgerichtet wurde die Tagung mit 80 Fachteilnehmern vom Forschungsschwerpunkt Perception Lab der Hochschule OWL. 
Eine Lanze für die Lichtquelle LED brach die Referentin Carina Buchholz (Zumtobel, Dornbirn): „Es gibt auch schönes LED-Licht.“ Genutzt wird diese Lichtart in der Architekturbeleuchtung seit etwa zehn Jahren. Die Vorteile müssten nur verstärkt genutzt werden, sagte sie und verwies auf die Flexibilität der LED. So mussten früher für unterschiedliche Beleuchtungen Lichtfilter verwendet werden, jetzt hingegen könne die Farbtemperatur durch Regler innerhalb der LED-Leuchte verändert werden. Ferner stellte Buchholz Untersuchungen vor, dass mit warmem Licht das Temperaturempfinden des Menschen gesteigert werden könne. Dies sei zum Beispiel für Airlines interessant, die durch die richtige Beleuchtung an Energie bei der Heizung sparen könnten.  
„Ich fühle mich großartig überlegen, wenn ich helle Wände habe“, so Buchholz. Dunkle Wände hingegen führten zu einem Unterlegenheitsgefühl. 

Auf den Einfluss der richtigen Ausleuchtung auf die Sympathiewerte eines Menschen verwies auch Prof. Michael Leuthner von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München). Das ideale Licht für Menschen komme im 45-Grad-Winkel von oben. „Wir nutzen das Licht, um Sympathien zu schaffen“, sagte der Kameramann Leuthner. Eine nicht unwesentliche Erkenntnis vor dem Hintergrund, dass der Nutzer sich in erster Linie in den von Architekten entworfenen Räumen wohl fühlen muss.


„Für wen baue ich, welche Erfahrung hat der Nutzer gemacht“, fragte auch Inge Sommerlatte, Absolventin der Detmolder Schule und Mitgründerin des Büros Sommerlatte & Sommerlatte (Zürich). Wird der Endnutzer vom Architekten/Innenarchitekten nicht ausreichend mitgedacht, könne es zu teuren Fehlplanungen kommen. Sommerlatte verwies auf das Beispiel der neugestalteten Züricher Weihnachtsbeleuchtung, die nach nur fünf Jahren wieder zurückgenommen werden musste. 

Beeindruckende Beispiele für das Bauen mit Licht in der Kunst zeigte Michael Bleyenberg (Köln) mit seinen farbintensiven Holographien. Interessant auch für Lichtplaner, Architekten und Innenarchitekten: Hinterleuchtete Flächen werden bei gleicher Leuchtdichte heller empfunden als beleuchtete Flächen. Darauf wies Prof. Dr. Paul W. Schmits (HAWK Hildesheim) hin. Die Erkenntnis resultiert aus einer umfassenden Studie im Fachbereich seiner Hochschule. Begleitet wurde das 5. Symposium des Perception Labs von einer Leuchten-Ausstellung im Lichtlabor der Hochschule OWL. 

Text: Heide Teschner


21. Oktober 2011

Mensch, Raum und Atmosphäre

„Ein Sinneseindruck lässt sich messen, die Atmosphäre nicht“, sagt die Innenarchitektin Eva Filter. Auf die Spur von emotionalen Raumerlebnissen machten sich am Freitag, den 21. Oktober 2011 beim 4. Symposium des Perception Labs etwa 120 Besucher. Die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Konferenz stand unter dem Thema „Mensch, Raum und Atmosphäre“. 

Dem Thema Raumatmosphären näherten sich die fünf Referenten aus ganz unterschiedlichen Richtungen: aus architekturtheoretischer Sicht, aus philosophischer Sicht, aus der Sicht eines atmosphärisch zeichnenden Architekten, eines Künstlers, eines Innenarchitekten. „Können Atmosphären auf eine bestimmte Wirkung hin entworfen werden“, fragte Filter in ihrem Einführungsvortrag. Die Professorin der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur plädierte dafür, als Entwerfer die Sinne zu schulen: „Wir sind so etwas wie die Beziehungsschaffer unter den Raumschaffenden.“ 
Dass sich eine Atmosphäre nicht allein rational beschreiben lässt, darauf wies Wolfgang Meisenheimer hin. „Wenn wir vom architektonischen Raum sprechen, dann sprechen wir von einem Erlebnisraum“, sagte der emeritierte Professor und Leiter der Werkbundakademie. „Eine objektive Wahrnehmung von Atmosphäre ist nicht möglich.“ Immer finde eine Verquickung mit der subjektiven Wahrnehmung statt. Es kommt auch auf den Betrachter an. 

Für ein Zurücknehmen als Gestalter plädierte Kathrin Busch, Professorin für Kulturtheorie an der Universität der Künste Berlin. Als Entwerfer auch einmal Ungenauigkeiten zuzulassen, dazu riet der Architekt Hans Günter Hofmann. „Das macht eine Zeichnung atmosphärischer als jedes Foto“, sagt der Düsseldorfer Professor, und weiter: „Ich denke, dass wir nicht gerade Winkel besonders atmosphärisch empfinden. Da haben wir alle die Höhle im Blut.“
Auf überraschend literarische Weise näherte sich der Innenarchitekt Jens Wendland, Professor an der FH Kaiserlautern, dem Thema, während der Hamburger Künstler Jürgen Albrecht beeindruckende lichtatmosphärische Arbeiten vorstellte. „Entwerfer sind Suchende“, so Wendland. Um mehr über die Wirkung von Räumen zu erfahren, müssten Studierende sich diese angucken, sie fühlen, vor Ort wahrnehmen – „das kann man nicht nur lehren“, fasste Prof. Harald Gräßer die Diskussion zusammen. 

Text: Heide Teschner


29. Oktober 2010

Mensch, Raum und Virtuelle Realität

„Virtualität manifestiert sich nicht als Cyberspace der Zukunft, sondern als digitale Realität der Gegenwart, dem Zusammenspiel von realen Räumen und virtuellen Strukturen mit einer Vielfalt von neuen technischen und narrativen Möglichkeiten“, sagt der Züricher Architekt Markus Schaefer. Der Raum, den wir wahrnehmen und erleben, ist eine Mischform von realen und virtuellen Elementen, so der ehemalige AMO-Direktor (Office for Metropolitan Architecture) auf dem dritten Symposium des Forschungsschwerpunkts Perception Lab an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

„Wir haben das Thema virtuelle Realität gewählt, weil es gerade ganz aktuell eingreift in unsere Berufswelt“, sagt Prof. Marco Hemmerling von der ausrichtenden Hochschule OWL. Ein Character-Entwickler, ein Sozialwissenschaftler, ein Architekt und zwei international gefragte Künstler boten Einblick in ihre Arbeit. 

„Wie kann ich dafür sorgen, dass in meinen (virtuellen) Räumen Kommunikation stattfindet“, fragt Dr. Jeffrey Wimmer, Sozialwissenschaftler an der TU Ilmenau. Der Experte für digitale Spiele stellte seine Forschungsergebnisse zum Publikum virtueller Welten vor. „Wir brauchen öffentliche Räume“ – gerade auch in PC-Spielen. Hier seien Designer gefragt. Und er räumte mit einem Stereotyp über den vereinsamten Nerd am PC auf: Online Spiele bringen uns zusammen. Viele Spiele seien ohne Mitspieler gar nicht spielbar. Wimmer: „75 Prozent der Online-Spieler sind in Clans oder Gilden vernetzt.“ Ältere Computer-Spieler spielen länger als jüngere, und Frauen länger als Männer. 

„Die digitale und die reale Welt stellen ein Kontinuum dar, in dem wir arbeiten“, sagt Markus Schaefer von Hosoya Schaefer Architects aus Zürich (VW Moblitätsstudie, ZDF Nachrichtenstudio). „Welche Inhalte interessieren einen, und wie kann man diese Inhalte vermitteln?“, fragt er. Schaefer betonte die Bedeutung des interdisziplinären Ansatzes vieler Projekte unserer Arbeitswelt. Längst überlappen sich reale und virtuelle Räume. So auch bei dem von ihm mitentworfenen neuen ZDF-Nachrichtenstudio. Schaefer: „Ich denke, dass Architekten, eben weil sie Generalisten sind, prädestiniert dafür sind, solche Projekte anzugehen.“ 

Digital entworfenen Welten und ihren Figuren ein möglichst realistisches Aussehen zu geben, das ist auch das Ziel von Max Zimmermann, Geschäftsführer der Frankfurter Agentur „Fiftyeight 3D“ (Meister Proper, Nike, BMW). Er weist auf die Bedeutung der Emotionalisierung durch virtuelle Stilmittel hin. „Wir leben in einer Welt, die sich vom Analogen zum Digitalen verschiebt“, ist Daan Roosegaarde (Tate Modern, Biennale Venedig, CAFA Art Museum Peking) überzeugt. Kunst als Plattform für Interaktion und Kommunikation unter den Betrachtern, das hat sich der niederländische Künstler auf die Fahnen geschrieben. "Dune 4.2" heißt eine 60 Meter lange interaktive Lichtinstallation auf einem Rotterdamer Deich, die so erfolgreich ist, dass sie derzeit sogar in Peking zu sehen ist. 

Und auch der Künstler Mischa Kuball (Kunsthochschule für Medien, Köln) macht durch Lichtinstallationen von architektonischen Dimensionen auf sich aufmerksam. Sein Ziel: die Akzentuierung des öffentlichen Raums als politischer und sozialer Raum. Daan Roosegaarde zur virtuellen Welt und ihrer Bedeutung für Designer, Architekten und Künstler: „Sie ist bereits ein Teil von uns, die Frage ist nur noch, wie wir damit umgehen. 


30. Oktober

Mensch, Raum und Gesundheit

Bis zum Jahr 2025 steigt die Anzahl der über 80-Jährigen um 70 Prozent. „Da rollt eine Welle auf uns zu, die vonseiten der Politik immer noch nicht erkannt wurde“, sagte Dr. Olaf Iseringhausen vom Zentrum für innovative Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe auf dem zweiten Symposium des PerceptionLabs an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, das am 30. Oktober in Detmold stattfand. Das interdisziplinäre Forum stand unter dem Titel „Mensch-Raum-Gesundheit.“

Die Alterung der Gesellschaft stelle auch alle Planer von Räumen und Gebäuden vor neue Herausforderungen. Eine rein auf ihre Funktionalität reduzierte Architektur, „entspricht das den Bedürfnissen der Bewohner?“, fragt Iseringhausen. Nein, lautet darauf die Antwort von Eckhard Feddersen. „Kein Mensch will seine Behinderung aufs Auge gedrückt bekommen.“ Deshalb plädiert der Berliner Architekt dafür „einfach zu denken“. Was braucht der Mensch im Alter? Sicherheit und Komfort. „Ich bin ein starker Verfechter des Universal Designs“, sagte Feddersen im Casino auf dem Detmolder Campus. „Eine Rampe ist nicht nur für den Rollstuhlfahrer gut, sondern auch für die junge Mutter mit dem Kinderwagen“. Barrierearme Wohnräume zu schaffen, die zur Begegnung einladen und wo die Bewohner möglichst bis zum Tod in den eigenen vier Wänden wohnen können – das sei das Ziel. Mit geringen Eingriffen könne beinahe jede Wohnung für Senioren nutzbar gemacht werden.

Wie wirken Räume auf aggressive Kinder und Jugendliche, in welchem Raum fühlen wir uns wohl? Auch dazu sprachen Praktiker auf dem Symposium. Das Detmolder Symposium hat ein wichtiges Thema aufgegriffen, waren sich die Referenten einig. „Mit unserer Forschung wollen wir den Menschen ins Zentrum rücken“, sagte auch Prof. Ulrich Nether vom PerceptionLab der Hochschule.


08. Mai 2008

Mensch, Raum und Film