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Internationale Verbindungen vertiefen und Pläne für die Zukunft schmieden

Dieser Tage begrüßte die TH OWL hochkarätige Gäste aus Indien auf dem Innovation Campus in Lemgo: Professor Shamsundar Subbarao, Leiter des Centre for Renewable Energy and Sustainable Technologies (CREST) am National Institute of Engineering (NIE) in Mysuru, besuchte zusammen mit Professorin Dr. Rohini Nagapadma, NIE-Rektorin, und Professor Dr. Likith Kumar vom Department of Electrical Engineering die Hochschule, um sich über mögliche Kooperationen in Forschung und Lehre auszutauschen.

Empfangen wurde die Delegation von TH-OWL-Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl, der die indischen Gäste herzlich in Lemgo willkommen hieß: „Es ist uns eine große Freude, Professor Subbarao erneut hier bei uns zu haben. Die Zusammenarbeit mit dem National Institute of Engineering in Mysuru eröffnet spannende Perspektiven, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Energietechnologien und der interkulturellen Bildung.“ Mit dabei waren unter anderem auch Professor Dr. Georg Heinrich Klepp sowie Professor Dr. Johannes Üpping vom Institut für Energieforschung.

Der Kontakt zwischen Professor Krahl und Professor Subbarao entstand bereits im April dieses Jahres auf einem Kongress in Braunschweig bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Dort hatten die beiden Wissenschaftler erstmals über die Idee eines Austauschs gesprochen. Professor Krahl nutzte die Gelegenheit, Professor Subbarao zu einem Besuch in Lemgo einzuladen – eine Einladung, der der indische Experte für erneuerbare Energien gern gefolgt war.

Beim Besuch im Frühjahr stand nicht nur die Besichtigung des Innovation Campus auf dem Programm. Die Gäste nutzten auch die Gelegenheit, das KraftwerkLand im Innovationszentrum Dörentrup zu besuchen, ein Vorzeigeprojekt der Region im Bereich nachhaltiger Energieerzeugung und -verteilung. Ein besonders interessanter Aspekt war für Professor Subbarao das Thema „Micro Grids“, kleine, lokale Energienetze, die die Versorgungssicherheit in ländlichen und abgelegenen Gebieten erhöhen können. Diese Technologie bietet großes Potenzial für ländliche Regionen und könnte eine spannende Grundlage für gemeinsame Forschungsprojekte bilden.

„Wir wurden von Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl und seinen Kollegen herzlich empfangen. Ich habe mich sehr gefreut, dass unsere Rektorin, Professorin Rohini Nagapadma, sowie Professor Likith Kumar und ich eine umfassende Führung und eine innovative Präsentation der aktuellen und zukünftigen Projekte und internationalen Kurse der TH OWL Lemgo erhalten haben“, resümierte Professor Subbarao. „In der heutigen vernetzten Welt sehen wir ein enormes Potenzial für die Zusammenarbeit zwischen unserem Institut und der TH OWL. Während des Besuchs haben wir verschiedene Projekte mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, interkulturelle Programme, Biokraftstoffe, grüner Wasserstoff und Mikronetze für abgelegene Dörfer besprochen. Wir sind nun bereit, eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit der TH OWL Lemgo abzuschließen, und ich sehe eine starke und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen unserem Institut und der TH OWL in naher Zukunft. Diese Partnerschaft könnte den Austausch von Studierenden und Lehrkräften, Beratung und gemeinsame Projekte umfassen, die vom DAAD, der IGST und anderen Förderorganisationen unterstützt werden.“

Die TH OWL sieht in der Zusammenarbeit mit dem NIE eine vielversprechende Chance, auch vor dem Hintergrund ihres neuen Studiengangs „Bachelor General Engineering“, der jetzt im Wintersemester startet. Dieser Studiengang vereint technisches Wissen mit interkultureller Kompetenz, indem er integrierten Sprachunterricht bietet: Internationale Studierende erhalten die Möglichkeit, intensiv Deutsch zu lernen, um sich besser in das akademische und gesellschaftliche Leben in Deutschland zu integrieren. Gleichzeitig können deutsche Studierende ihre Englischkenntnisse vertiefen, um optimal auf die globalisierte Arbeitswelt vorbereitet zu sein. Diese bilinguale Ausrichtung schafft eine einzigartige Lernumgebung, die kulturelle Vielfalt und Verständigung fördert – ein Aspekt, der in Zeiten globaler Vernetzung immer wichtiger wird.

Für die Studierenden der TH OWL könnte der Kontakt zum National Institute of Engineering in Mysuru eine wertvolle Bereicherung sein. Denkbar sind nicht nur gemeinsame Forschungsprojekte, sondern auch Austauschprogramme, von denen beide Seiten profitieren könnten. „Indien ist ein aufstrebender Markt mit großer Innovationskraft, besonders im Bereich der erneuerbaren Energien“, betonte Professor Krahl. „Unsere Studierenden könnten viel von den Erfahrungen der indischen Kolleginnen und Kollegen lernen, und umgekehrt könnten wir ihnen hier in Deutschland neue Perspektiven bieten.“

Auch für Studierende aus Indien könnte der neue Studiengang „Bachelor General Engineering“ an der TH OWL eine attraktive Option darstellen. Mit seinem praxisorientierten Ansatz und der internationalen Ausrichtung bietet er ideale Voraussetzungen, um im globalen Umfeld erfolgreich zu sein.

Der Besuch von Professor Subbarao und seinen Kolleg:innen unterstreicht die wachsende Bedeutung internationaler Kooperationen im Bereich Bildung und Forschung. Die TH OWL positioniert sich damit als wichtige Akteurin im internationalen Austausch und als Wegbereiterin für innovative Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

„Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um dem Team der TH OWL, insbesondere dem Präsidenten Professor Dr. Jürgen Krahl, unseren aufrichtigen Dank für den herzlichen Empfang unserer Delegation auszusprechen. Seine Weitsicht bei der Erkundung von Möglichkeiten für internationale Netzwerke, insbesondere mit unserem Institut und Indien als Ganzes, wird sehr geschätzt. Nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit“, sagte Professor Subbarao abschließend.