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Fachbereich Bauingenieurwesen

Prof. Dr. Johann Jakob Marx

Holzbau und Massivbau

Wann stand für Sie fest: „Ich möchte lehren und junge Menschen für mein Fach begeistern.“?

Der Wunsch zu lehren ist während meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der damaligen Hochschule OWL gereift. Es macht mir große Freude zu sehen, wie Studierende aus anfänglicher Unsicherheit zu eigenständigen Ingenieurpersönlichkeiten werden. Besonders die Momente, in denen ein komplexes statisches Problem plötzlich „Klick“ macht, haben mir gezeigt, dass ich junge Menschen langfristig für Holzbau, Massivbau und nachhaltiges Konstruieren begeistern möchte.

Wie würden Sie Ihr aktuelles Forschungsthema interessierten Menschen erklären, die bisher mit Themen Ihres Fachgebiets noch keine Berührungspunkte hatten?

Vereinfacht gesagt beschäftige ich mich mit der Frage: Wie können wir so bauen, dass Gebäude sicher, langlebig und gleichzeitig klimafreundlicher werden? Dafür untersuche ich, wie Holz, Beton, Lehm und andere Baustoffe klug kombiniert werden können, um Material zu sparen und CO₂ zu reduzieren. Mich interessiert, wie wir Bauteile so planen, dass sie sich später wiederverwenden lassen, anstatt sie zu entsorgen. Digitale Werkzeuge helfen uns dabei, Tragwerke zu „simulieren“, bevor überhaupt etwas gebaut wird – so finden wir effizientere und nachhaltigere Lösungen, die in der Praxis wirklich funktionieren.

Auf Ihrem Karriereweg zur HAW-Professur haben Sie Ihren Koffer gepackt. Welche drei berufspraktischen Skills bringen Sie mit?

  1. Tragwerksplanung im Holz- und Massivbau
    Über viele Jahre habe ich anspruchsvolle Projekte in Holzbau, Massivbau und Hybridbauweisen geplant und geprüft – von Schulbauten bis hin zu komplexen Sonderlösungen. Dieses Praxiswissen möchte ich direkt in die Lehre einbringen, damit Studierende realistische Einblicke in den Berufsalltag erhalten.
  2. Digitale Planung
    Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der digitalen Tragwerksplanung mit praxisbewährten Statik- und Konstruktionsprogrammen. Aus dem Büroalltag kenne ich die Chancen und Grenzen moderner EDV-Werkzeuge sehr genau. In der Lehre vermittle ich, wie theoretische Inhalte konkret in der Praxis softwaregestützt angewendet werden und welchen Einfluss diese digitalen Werkzeuge auf die heutige Statik, die Arbeitsabläufe im Ingenieurbüro und die Qualität der Ergebnisse haben.
  3. Führung, Kommunikation und Schnittstellenkompetenz
    Als Geschäftsführer habe ich Projekte, Teams und die Kommunikation mit Bauherren, Behörden und Planungspartnern verantwortet. Diese Erfahrung im Führen, Moderieren und „Übersetzen“ zwischen verschiedenen Disziplinen ist mir wichtig – und genau diese Schnittstellenkompetenz möchte ich auch den Studierenden vermitteln sowie in der akademischen Selbstverwaltung einbringen.

Außerhalb meines beruflichen Alltags verbringe ich meine Zeit am liebsten …

mit meiner Familie, vorzugsweise draußen in der Region – beim Spazierengehen, auf Spielplätzen, im Wald oder auf kleinen Ausflügen. Mit zwei noch recht jungen Kindern sind Alltag und Freizeit oft wunderbar lebendig und bewegt. Außerdem schätze ich es, beim Laufen den Kopf freizubekommen und mich sportlich auszugleichen

// Webseite Prof. Dr. Johann Jakob Marx

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