KraftwerkLand – Anschub
Schubkraft für die Energieversorgung von morgen
Seit 2011 ist Dr. Georg Klepp Professor für Strömungsmaschinen, Fluiddynamik und Energie im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik. Im Rahmen seiner Forschung untersucht er die Energieeffizienzsteigerung von industriellen Anlagen und Maschinen, Wärme- und Strömungstechnik sowie Energiewandlung- und -speicherung. In seinem Fokusprojekt „KraftwerkLand – Anschub“ beschäftigt er sich seit 2023 mit dem Ausbau, der Stärkung und Verstetigung der Aktivitäten rund um das KraftwerkLand am Innovationszentrum Dörentrup. Dieses Fokusprojekt wird unterstützt von Hochschulpräsident Professor Dr. Jürgen Krahl.

Energiezukunft auf dem Land
Das KraftwerkLand als Reallabor für dezentrale Versorgungslösungen
Wie kann der ländliche Raum einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das KraftwerkLand, das 2022 als Reallabor der TH OWL am Innovationszentrum Dörentrup eingerichtet wurde. Es dient der Erprobung nachhaltiger Energiegewinnung und -speicherung außerhalb urbaner Zentren. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Quellen – insbesondere Photovoltaik und Windkraft – in grünen Wasserstoff. Dieser kann gespeichert und weiterverarbeitet werden, etwa zu Methan oder Methanol. Ziel ist es, dezentrale Energiesysteme zu entwickeln, die in der Landwirtschaft oder Industrie einsetzbar sind und sich zu virtuellen Kraftwerken vernetzen lassen, um auch Regionen zu versorgen, in denen das Aufstellen dieser Anlagen nicht möglich ist.

KraftwerkLand entstand aus den vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (damals noch BMBF) geförderten Projekten bioCO2nvert von Professor Jan Schneider (Institut für Life Science Technologies ILT.NRW) und FES FIELD LAB von Professor Georg Klepp (Institut für Energieforschung iFE) und ist am Innovationszentrum Dörentrup (IZD) des Kreises Lippe in Wendlinghausen verortet.
Das KraftwerkLand verbindet interdisziplinäre Forschung aus Energietechnik, Biotechnologie und Systemintegration. Professor Klepp und sein Team testen konkrete Lösungen für eine postfossile, resiliente Energieversorgung, bei der grüner Wasserstoff als Bindeglied zwischen verschiedenen erneuerbaren Energiequellen dient. Die Arbeiten aus dem Fokusprojekt werden dabei sowohl regional als auch (inter-)national fortlaufend sichtbar. Allein im Jahr 2025 wurden sie auf verschiedenen Veranstaltungen präsentiert, darunter die Konferenz Fuels of the Future (Januar 2025, Berlin), das Jahrestreffen der DECHEMA Fachsektion Energie, Chemie und Klima (März 2025, Frankfurt a. M.), die European Conference on Renewable Energy Systems (Mai 2025, Perugia/Italien) und das Dresdner Wasserstoff Symposium (Juni 2025).
Der Anschub für das KraftwerkLand – Forschung und Transfer langfristig sichern
Mit dem Fokusprojekt „KraftwerkLand – Anschub“ sollen die bestehenden Aktivitäten des Reallabors nun gezielt ausgebaut, verstärkt und langfristig gesichert werden. Ziel ist es, eine multifunktionale Plattform für die Energiewende im ländlichen Raum zu etablieren, auf der gemeinsam mit Partner:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft praxisnahe Forschungsprojekte realisiert und Transferbeziehungen vertieft werden. Seine persönliche Rolle sieht Professor Klepp dabei im Anschub zur strategischen Weiterentwicklung des KraftwerkLand: „Ich initiiere und koordiniere Forschungsprojekte, werbe Drittmittel ein und baue Netzwerke mit Partner:innen aus Wissenschaft und Praxis auf. Ziel ist es, eine tragfähige Struktur zu schaffen, die Forschung, Transfer und Ausbildung am KraftwerkLand langfristig sichert.“ Aktuell ist beispielsweise eine internationale Kooperation in den Bereichen Forschung und Lehre mit dem NIE Center For Renewable Energy & Sustainable Technologies (NIE CREST) in Mysuru, Karnataka (Indien) in der Umsetzung.

Durch die Fokusprofessur sollen tragfähige Strukturen geschaffen werden, die eine kontinuierliche Akquise von Drittmitteln für Forschungsfragen, Transferaktivitäten und Lehraufgaben in Kooperation mit den Instituten der Hochschule und externen Partner:innen ermöglichen. Gleichzeitig soll sie die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig stärken und so zur Weiterentwicklung des KraftwerkLand als Forschungs- und Innovationsplattform beitragen.
Das KraftwerkLand versteht sich somit als regionaler Ansprechpartner für zentrale Fragen der Energiewende, mit dem Anspruch, national bekannt und international sichtbar zu agieren. Die geplanten Kooperationen, Transfermaßnahmen und wissenschaftlichen Aktivitäten tragen wesentlich zur Profilschärfung und inhaltlichen Weiterentwicklung der TH OWL bei.
Leuchtturmprojekte der TH OWL
Die Hochschule setzt mit den laufenden Fokusprofessuren auf Innovation und Zukunftsgestaltung. Die interdisziplinär angelegten Leuchtturmprojekte in Forschung, Lehre, Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Diversität entwickeln Zukunftsthemen weiter und stärken die TH OWL in ihren strategischen Entwicklungsfeldern.
Ermöglicht werden sie durch das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz geförderte Projekt PROFuture@TH-OWL.
Sie haben Fragen?
Sie möchten mehr über das Fokusprojekt „KraftwerkLand – Anschub“ erfahren? Wenden Sie sich gern direkt an den Fokusprofessor:
Prof. Dr. Georg Klepp
+49 5261 702 5773
georg.klepp[at]th-owl.de
Sie interessieren sich für unsere Fokusprojekte im Allgemeinen? Melden Sie sich gern bei:
Miriam Magadi
PROFuture@TH-OWL | Graduiertenprogramme mit der Wirtschaft, Transfer- und Fokusprofessuren
+49 5261 702 5120
miriam.magadi(at)th-owl.de | profuture(at)th-owl.de
Das Projekt PROFuture@TH-OWL ist Teil der BMFTR-Förderline „FH Personal“ und wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) unterstützt.
Gefördert durch:
