Ganz zu Beginn stellte Jakob Lorenz, Leiter Technik / Erzeugung der Stadtwerke Gütersloh, die Stadtwerke vor und präsentierte spannende Fakten, Infos und Zahlen zur Versorgung, Infrastruktur und aktuellen Projekten. Moderiert und begrüßt wurde das Treffen anschließend von Prof. Dr.-Ing. Jörg Felmeden (Fachgebietsleiter Siedlungswasserwirtschaft Technische Hochschule OWL und Verbundleiter von wasser^plus OWL).
Thematische Inputs
Den Auftakt bildeten zwei Fachvorträge: Dr. Christina Marx von MicroBubbles präsentierte ihren Technologieansatz zur Elimination von Mikroplastik im Niederschlagswasser, inklusive der Methoden Mikroflotation, Mikroplastikanalytik und Screening-Methoden zur Detektion. Ziel ist es, Hot-Spots zu identifizieren, Ursachen zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Reduktion einzuleiten.
Anja Ziesel von der Stadt Detmold stellte darüber hinaus das Projekt Do.iT!Kläranlage vor. Ein zentraler Baustein des Projektes ist die Frage, wie Organisationsstrukturen – intern wie extern – gestaltet sein müssen, um mit der rasanten digitalen Entwicklung Schritt halten zu können. Dies umfasst u.a. Überlegungen zu Verantwortlichkeiten, Einsatz digitaler Tools und Methoden sowie Dateninfrastrukturen. In interdisziplinären Teams wurden Best-Practice-Beispiele gesammelt und auf die Detmolder Situation übertragen. Ziel ist ein gemeinsam erarbeitetes Leitbild für das Kanalnetz und die Abwasserbehandlung – inklusive Machbarkeitsprüfung verschiedener Betriebsmodelle, Steigerung der Sanierungsquote und langfristiger Stabilisierung der Abwassergebühren.
Ein weiterer Input behandelte die Digitale Grundstücksentwässerungsakte der Stadt Gütersloh. Vorgestellt wurde sie von Jürgen Kruck von der Stadt Gütersloh. Es wurden Anforderungen und mögliche Vorgehensweisen erläutert. Ziel ist es eine Arbeitsgruppe im Netzwerk wasser^plus OWL zur Umsetzung zu gründen, um die Digitalisierung der Grundstücksentwässerung in der Region voranzutreiben.
World-Café: Offener Austausch zu zentralen Zukunftsthemen
In wechselnden Thementischen diskutierten die Teilnehmenden anschließend unter anderem:
- Welche Entscheidungen müssen wir heute treffen, damit OWL künftig mit Dürre, Starkregen und Niedrigwasser souverän umgeht?
- Wie gelingt es uns, Wasser bis 2040 als zirkuläre Ressource zu denken und nicht mehr nur als Verbrauchsgut?
- Strategien gegen den Fachkräftemangel: Wie gelingt der Einstieg in Schulen und wie arbeitet das Netzwerk hier gemeinsam?
- Schwammstadt konkret – Wie gelingt die Umsetzung in kleinen und mittleren Kommunen? Welche Maßnahmen sind besonders wirksam? Wie können Stadtwerke und Bauämter besser kooperieren?
Das Treffen bot Raum für intensive Diskussionen und die Planung weiterer Netzwerkarbeit – darunter die Erweiterung des Netzwerks, die Konzeption einer gemeinsamen Wasserausstellung, die Weiterentwicklung eines Forum-Formats für den regelmäßigen Wissenstransfer sowie die Fortführung der Planungen für ein Community-Science-Projekt zum Gewässermonitoring.
Das Treffen zeigte, wie das Netzwerk wasser^plus OWL den Austausch fördert, Fachwissen bündelt und gemeinsam innovative Lösungen für die Wasserwirtschaft in der Region vorantreibt.




