Im Gespräch mit Moderatorin Kristina Sterz betonte er, dass grundsätzlich alle Regionen in Ostwestfalen-Lippe von Starkregen betroffen sein können. Orientierung bieten Hinweiskarten zu Starkregengefahren, die im Klimaatlas NRW auf Landesebene oder auf den Webseiten vieler Kreise und Kommunen in höherer Auflösung abrufbar sind und sogar grundstücksscharf zeigen, wo sich Wasser in welcher Höhe bei einem bestimmten Starkregenereignis sammeln könnte.
Doch Starkregen ist nur eine Seite der Medaille: Auch Hitzeperioden nehmen zu und stellen Kommunen und Bürger:innen vor große Herausforderungen. Deshalb geht es künftig nicht nur darum, Wasser möglichst schadlos zurückzuhalten und abzuleiten, sondern auch Überschüsse aus intensiven Regenereignissen für Trockenzeiten vor Ort verfügbar zu machen.
Gefragt ist hier ein Zusammenspiel von öffentlicher Hand und privater Vorsorge. Kommunen müssen Risikokarten und Maßnahmenpläne entwickeln, Flächen entsiegeln und Rückhalteräume schaffen. Bürger:innen wiederum müssen ergänzend hierzu für extreme Starkregenereignisse ihre eigenen Häuser und Grundstücke besser schützen, etwa indem Kellerfenster abgedichtet, mobile Wassersperren vorgehalten oder Rückstausicherungen eingebaut werden.
Das Beispiel aus Espelkamp zeigt, wie Klimaanpassung in der Praxis aussehen kann und dass gemeinsames Handeln von Städten, Unternehmen und Bürger:innen entscheidend ist, um Extremwettereignissen in Zukunft widerstandsfähiger zu begegnen.
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