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Duales Studium

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Informationen zum "Dualen Studium" am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik finden Sie hier, allgemeine Informationen zum Studienkonzept finden Sie hier.

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MAN Dieselmotor von 1903

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Der Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik nennt eine Rarität sein eigen, den wohl ältesten noch lauffähigen MAN-Dieselmotor der Welt. Informieren Sie sich hier.

Bachelorstudiengang Mechatronik

Allgemeines

Ingenieurinnen und Ingenieure der Mechatronik sind Fachleute für die Entwicklung und den Einsatz von Maschinen und Systemen, in denen Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik sowie Datenverarbeitung zusammenwirken. Das Studium muss Ihnen darum fundierte Kenntnisse auf allen diesen Gebieten vermitteln. Aber wie in allen Ingenieurdisziplinen ist es ganz unmöglich, in sechs Semestern rundum "fertige" Ingenieure auszubilden. Viel spezielles Wissen muss am späteren Arbeitsplatz dazukommen, und auch die Berufserfahrung kann erst in der beruflichen Praxis wachsen. Dazu kommt, dass Ingenieure wegen der immer schnelleren Weiterentwicklung der Technik ihr Wissen ständig aktualisieren müssen- "lifelong learning" ist ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Berufes. Im Studium liegt darum der Schwerpunkt auf der Vermittlung solider Grundlagenkenntnisse und Arbeitstechniken. Die produktbezogene Anwendung wird exemplarisch behandelt.

Foto: Aufbau einer Mikrocontrollersteuerung
Aufbau einer Mikrocontrollersteuerung

In der Bachelorprüfungsordnung für den Studiengang Mechatronik wird das Ziel des Studiums so beschrieben: "Das Studium soll den Studierenden unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten so vermitteln, dass sie zur Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, zur kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln befähigt werden."

Neben der Vermittlung von fachspezifischem Wissen wird im Studium insbesondere das "ingenieursmäßige" Denken geschult und die Fähigkeit entwickelt, sich in neue Arbeitsgebiete schnell und effizient einzuarbeiten. Daher bedeutet die Wahl des Studiengangs oder später der Studienrichtung keineswegs eine enge Spezialisierung oder gar eine endgültige Weichenstellung hinsichtlich der späteren beruflichen Möglichkeiten. Für den zukünftigen Berufsweg stehen weiterhin auch viele andere Bereiche offen.

 

Mechatronik - Was ist das?

Mechatronik ist ein Kunstwort, gebildet aus Mechanik, Elektronik und Informatik. Und genau das ist auch gemeint: Ein technischer Bereich, der geprägt ist vom Einsatz der Mechanik und ebenso und gleichrangig der Elektronik und der Datenverarbeitung.

Das lässt sich am besten am Beispiel von "mechatronischen" Produkten erläutern:

Foto: Busanbindung eines Frequenzumrichters
Busanbindung eines Frequenzumrichters

Mit eines der ersten dürfte das Antiblockiersystem der Kraftfahrzeuge sein, das ab etwa 1980 in nennenswertem Umfang zunächst als Sonderausstattung in der Serie angeboten wird.  Hier wird nicht nur das Blockieren der Räder zur Erhaltung der Lenkbarkeit verhindert, sondern gleichzeitig dafür Sorge getragen, daß jedes Rad individuell mindestens in der Nähe des Reibwertmaximums arbeitet, so daß der Bremsweg minimiert wird.  Stetige Weiterentwicklung der Sensorik und Aktorik und Rechnerleistungsfähigkeit führt dann nahezu zwangsläufig zu den heutigen Fahrdynamikregelungen ESC (je nach Hersteller auch ESP, DSC, PSM, …), die eine Abweichung zwischen Fahrerwunsch und Fahrzeugverhalten erkennen, korrigierend eingreifen und damit die Fahrsicherheit erhöht. Charakteristisch für mechatronische Geräte ist ebenfalls die Kommunikation mit den umgebenden Systemen, so dass das ESP z.B. mit dem ABS, dem Steuergerät der elektrisch unterstützten Lenkung und dem Motorsteuergerät Informationen austauscht und damit die Gesamtfunktion  nachhaltig verbessert.
 
Es gibt noch fast beliebig viele weitere Beispiele. Da ist aus der häuslichen Umgebung die Waschmaschine, die nicht wie in grauen Vorzeiten ein elektromechanisches Schaltwerk hat, sondern ihre im Speicher des Rechners (updatefähig) hinterlegten Programme durch entsprechende Sensorik an die momentane Situation anpasst und sich prinzipiell auch auf die Stoffe der übernächsten Generation einstellen lässt. Da sind Flugzeuge, die "by wire" fliegen und bei denen ein Rechner den Piloten umfangreich unterstützt.  Da sind astronomische Teleskope, deren Riesenspiegel mit einer aktiven rechnergesteuerten Deformationskorrektur ausgerüstet sind und damit sonst nicht mögliche optische Leistungen erreichen. Vergleichbare Lösungen gibt es bei den Werkzeugmaschinen, die ebenfalls seit Jahrzehnten sehr umfangreiche mechatronische Lösungen beinhalten.

Alle diese Beispiele haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Maschinen und Geräte, in denen wesentliche Funktionen nicht mehr auf klassische Weise mechanisch, sondern mit Unterstützung durch Elektronik (Hard- und Software) realisiert sind. Infolge der Fortschritte der Mikroelektronik sind diese neuen Lösungen sehr häufig kostengünstiger, vor allem aber viel leistungs- und anpassungsfähiger als die bisherigen. Mechatronische Konzepte sind in weiten Bereichen der früher konventionell geprägten Technik die entscheidende Innovationsstrategie, um die nach wie vor große Bedeutung des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus auf den globalen Märkten auch für die Zukunft zu sichern.

Ingenieure, die mechatronische Systeme entwickeln, müssen die Möglichkeiten und Grenzen der mechanischen Komponenten, der Elektronik und der Datenverarbeitung kennen, um gestellte anspruchsvolle Anforderungen in optimaler Weise zu lösen. Das Mechatronikstudium mit seiner universellen Orientierung entspricht der beruflichen Wirklichkeit in weiten Bereichen moderner Technik.