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Manager von Dr. Oetker und Lebensmittel-Wissenschaftler tauschen sich aus

Die Professoren Jan Schneider und Hans-Jürgen Danneel (Institutsleiter und stellv. Leiter des ILT.NRW) haben kürzlich einer Management-Delegation von Dr. Oetker einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der TH OWL sowie in die Forschungsthemen des ILT.NRW gegeben. Hintergrund des Besuches und Austausches war, Möglichkeiten der künftigen Kooperation im Rahmen des smartFoodTechnologyOWL Clusters zu besprechen.

Die Herstellung einer Tiefkühlpizza ist lebensmitteltechnologisch aufwändiger als viele andere Produkte aus unserem Portfolio.” erklärt Dr. Christian von Twickel (Member of Executive Board) von Dr. Oetker. „Das macht die Herstellung anspruchsvoll und komplex – hier ist die Aufgabe uns intelligent – ganz im Kontext der smartFoodTechnologyOWL - weiterzuentwickeln.“ ergänzt Tobias Bauer (Senior Executive Manager Pizza Production Unit). Er muss es wissen, schließlich ist er für die weltweiten Produktionsstandorte der Pizzaherstellung bei Dr. Oetker verantwortlich. Zusammen mit Matthias Berger (Senior Executive Manager International Research & Development) besuchte er die TH OWL erstmalig in Lemgo, denn beide haben ihre jeweiligen Positionen bei Dr. Oetker erst vor kurzem begonnen.

Um das Produkt Pizza ging es im weiteren Tagesverlauf noch öfters bei dem Austausch zwischen Professoren und Wissenschaftlern der TH OWL mit Dr. Christian von Twickel, Tobias Bauer, Matthias Berger und Christian Fretter (alle vier Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG – Christian Fretter zudem Mitglied des Beirates des ILT.NRW).

Im Labor der Verfahrenstechnik erläuterten André Blome und Mario Luttmann (beide ILT.NRW), wie sich Teigeigenschaften direkt im Kneter messen lassen und welche Vorteile der selbst entwickelte Teigmessdemonstrator (Foto) bietet. Beide bearbeiten zusammen mit Jan Segermann (inIT) unter der Leitung der Professoren Ulrich Müller, Björn Frahm sowie Volker Lohweg (inIT) das Forschungsprojekt „Teig 4.0“. Ein Ziel dabei ist, den Teig – z.B. Pizzateig – mittels verschiedener Sensoren während seines Werdeganges zu beurteilen und alle Einflussgrößen, z.B. Knetparameter, zu steuern, so dass beim Backen das beste Ergebnis erzielt wird. Dies spart Zeit, Ressourcen, sichert Qualitäten und vermindert den Ausschuss von Lebensmitteln.

Nach der Besichtigung der in der Abschlussphase des Baus befindlichen Smart FOODFACTORY und der SmartFactoryOWL, die von Anja Moldehn (CIIT) vorgestellt wurde, gab es von Michael Neumaier, Daniel Pauli (beide ILT.NRW) und Paul Wunderlich (inIT) eine Vorstellung zu den Ergebnissen des Projektes DProFood (IP3), bei dem die Qualität und Haltbarkeit am Beispiel einer Frischepizza untersucht wird. Alle Beteiligten hoben dabei nochmals hervor, wie wichtig und erforderlich es in dem interdisziplinaren Forschungsfeld smartFoodTechnologyOWL ist, sowohl die lebensmitteltechnologische Sicht als auch die Expertise der Data Scientists zu berücksichtigen.

Zum Abschluss konnten sich alle Beteiligten beim gemeinsamen Mittagessen im Ciitrus über die im Tagesverlauf gesammelten Eindrücke weiter austauschen - wer wollte auch mit einem Stück Pizza.

Zum Hintergrund: 2017 wurde die vom BMBF geförderte Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL von den beiden Hochschulinstituten Institute for Life Science Technologies (ILT.NRW) und Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Industrie, Handwerk, Handel und weiteren Forschungseinrichtungen ins Leben gerufen. Die Zusammenarbeit soll die Potenziale der digitalen Transformation für die Lebensmittelindustrie fördern und die Versorgung der Menschen mit qualitativ hochwertigen und sicheren Nahrungsmitteln bei gleichzeitiger Reduktion der Lebensmittelverschwendung sichern. In bisher 14 Forschungsprojekten mit ca. 30 Mitarbeitenden sowie dem Infrastrukturprojekt Smart FOODFACTORY wird das Wissen in dem Themengebiet erweitert und der Transfer der Erkenntnisse in die Industrie gefördert.