Projektleitung: Prof. Dr. Hans-Jürgen Danneel | FB Life Science
Forschungsschwerpunkt: Gesundheit & Leben
Kurzbeschreibung:
Beinahe die Hälfte des weggeworfenen Essens in Deutschland landet nur deshalb im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Dabei sind diese Lebensmittel meist noch völlig in Ordnung und kein bisschen verdorben. Dieser Verschwendung will das Projekt DProFood mit moderner Technik entgegentreten: durch die Entwicklung von Sensoren, die den Zustand von Lebensmitteln beurteilen können.
Durch natürliche Schwankungen der Rohwarenqualität und veränderliche Umgebungsbedingungen während des Herstellungsprozesses eines Lebensmittels ergeben sich individuelle Risiken des Verderbs sowie der Belastung durch gesundheitsschädliche Stoffe. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird durch den Hersteller jedoch sehr allgemein für den zu einer Rezeptur gehörenden Herstellungsprozess festgelegt. Chargen- oder gar produktindividuelle Haltbarkeitsangaben sind mit den heute in der industriellen Praxis angewandten Methoden nicht umsetzbar, weil diese mit langwierigen Lagerungsversuchen verbunden sind. Auch Kontrollen auf Belastungen werden im Allgemeinen nicht individuell an allen Produkten durchgeführt, weil Laboranalysen zeit- und kostenintensiv sind.
Im Projekt sollen innovative Modellierungs-Technologien auf Basis einer schnellen Datenerfassung und -analyse zur genaueren Vorhersage des Mindesthaltbarkeitsdatums erforscht werden. Dabei kommen kostengünstige Sensortechnologien zum Einsatz, die umfassende Ergebnisse des Zustandes für jedes einzelne Produkt liefern. Indem Qualität und Haltbarkeit von Lebensmitteln individuell bestimmt werden, wollen die Forscherinnen und Forscher aus der Forschungspartnerschaft smartFoodTechnologyOWL der Lebensmittelverschwendung vorbeugen.
Innovative Technologien unter Nutzung der Informationsfusion und Maschinellem Lernen zur genaueren Vorhersage des auf der Lebensmittelverpackung angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatums können einerseits dazu beitragen die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren, andererseits leisten die für diesen Zweck notwendigerweise integrierten Systeme zur Echtzeit-Qualitätskontrolle in der Produktion einen wertvollen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit.
Laufzeit: 01.05.2019 – 31.03.2023
Fördersumme: 729.754,00 €
Partner:innen: Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, BRAINSTREAM GmbH, NutriteQ GmbH, OWITA GmbH, ISI-Automation GmbH
Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Jürgen Daneel
E-Mail: hans-juergen.danneel(at)th-owl.de
Tel.: 05231 / 769 - 6068
Gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung