Projektleitung: Prof.’in Dr.-Ing. Susanne Struck | Fachbereich Life Science Technologies
Forschungsschwerpunkt: Gesundheit & Leben
Kurzbeschreibung:
Pflanzliche Proteine sind ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung und Treiber der modernen Lebensmittelindustrie, die nach immer neuen Alternativen für tierische Produkte sucht. Beliebte Fleischersatzprodukte bestehen dabei oft aus Proteinen auf Soja-, Erbsen- oder Weizenbasis. Doch auch nicht-legume Pflanzen liefern einen hohen Proteingehalt und eignen sich als Endprodukt oder als Vorprodukt für die Weiterverarbeitung. Hier die bestmögliche Qualität und Marktreife zu erlangen wird im Modell- und Demonstrationsprojekt PLANTEIN erforscht.
Nicht-legume Pflanzen sind Pflanzenarten, die nicht zur Familie der Hülsenfrüchtler gehören. Zu ihnen zählen Pflanzenfamilien wie etwa Sonnenblume, Amaranth, Quinoa, Hanf, Leinsamen, Chia und Raps. Diese Pflanzen sind interessant für die Proteinproduktion, weil sie alternatives Eiweiß liefern, ohne zu den klassischen Leguminosen zu gehören – ein bisher wenig erforschtes Potenzial.
Ziel von PLANTEIN ist es, regionale landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten im wachsenden Markt pflanzlicher Proteine zu etablieren – insbesondere als Alternative zur klassischen Tierhaltung. Durch die gezielte Auswahl und den optimierten Anbau der genannten Kulturen sollen Proteine direkt auf den Höfen extrahiert bzw. aufkonzentriert werden. Die Demonstration technischer Verfahren zur Verarbeitung dieser Rohstoffe soll den Betrieben ermöglichen, stärker an der Wertschöpfung teilzuhaben, sei es über Direktvermarktung oder die Belieferung der Lebensmittelindustrie.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Wissenstransfer zu pflanzenbasierten Proteinqualitäten und deren technofunktionalen Eigenschaften, die für die Herstellung von Lebensmitteln – insbesondere Fleischersatzprodukten – entscheidend sind. Die Qualität der Proteine wird sowohl durch Anbauführung als auch durch technische Verarbeitung (z. B. Druck, Temperatur, mechanische Belastung) beeinflusst. Damit adressiert PLANTEIN eine zentrale Wissenslücke zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, die bislang eine Markteintrittsbarriere für viele Betriebe darstellt.
Durch begleitende Veranstaltungen wie Feldtage, Seminare und Netzwerktreffen sowie durch die Integration in bestehende Beratungs- und Netzwerkstrukturen wird eine nachhaltige Verankerung des Projekts angestrebt. Die Erkenntnisse und Methoden sollen regional skalierbar sein und langfristig zur Förderung nachhaltiger, klimafreundlicher Produktionssysteme beitragen.
Projektwebsite: https://www.th-owl.de/ilt-nrw/projekte/plantein/#c94036
Laufzeit: 01.03.2025 – 31.12.2027
Fördersumme: 239.420,81 €
Kooperationspartner:innen: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz
Kontakt:
Prof.’in Dr.-Ing. Susanne Struck
Mail: susanne.struck@th-owl.de
Tel.: +49 5261 702 5256
Gefördert durch: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Chancenprogramm Höfe
(Stand: 12.05.2025)

