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TerRa - Territoriale Raumbild(n)er - Historische Landschaftsbezüge als politische Herausforderung

Projektleitung: Prof.'in Dr. Susanne Kost | Detmolder Schule für Gestaltung

Forschungsschwerpunkt: Raum & Kultur

Kurzbeschreibung:
Räume verändern sich ständig. Sie werden von der Interaktion der Menschen, dem Wissen, das sie haben, und den Machtverhältnissen, die in ihnen existieren, beeinflusst. Wenn  Räume wahrgenommen und gestaltet werden, entstehen (oft unbewusste) Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die im eigenen Handeln zum Ausdruck kommen. Durch diese sozialen Praktiken werden Strukturen und Ordnungen geschaffen, raumbezogene Handlungen verstetigt und tradiert. Sie prägen das kulturelle Gedächtnis, auch auf regionaler Ebene. Diese regionalen Gedächtnisse können als Antriebskräfte für politisches Handeln im Raum betrachtet werden. Sie beeinflussen, ob Handlungen im Raum ermöglicht oder behindert werden, indem sie Ort, Geschichte, Strukturen, Institutionen, Erfahrungen und Erinnerungen miteinander verknüpfen. Diese impliziten Einflüsse werden in der Gesellschaft und in der Raumplanung selten reflektiert und oft als selbstverständlich hingenommen. Bisher gibt es nur wenige Studien darüber, wann, wie und warum kulturhistorische Setzungen im Handeln von Akteuren in der Planung relevant werden. Das Forschungsprojekt untersucht, wie Bilder der Vergangenheit den heutigen Raum beeinflussen, in welchen Kontexten diese Bilder wahrgenommen oder aktiviert werden (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft) und wie sich die daraus resultierenden mentalen Konstruktionen des Raums auf Formen des Ein-, Aus- und Abgrenzens auswirken. Diese Phänomene werden in ihrer Bedeutung für raumpolitische Prozesse in unterschiedlichen Untersuchungsräumen überprüft.

Projektwebsite: https://www.th-owl.de/gestaltung/studium/lehrgebiete/planungstheorie-und-planungsmethodik/forschung/

Laufzeit: 01.10.2023 – 31.07.2027

Fördersumme: 255.580 €

Partner:innen: Universität Mannheim

Kontakt:
Prof.'in Dr. Susanne Kost
E-Mail:susanne.kost@th-owl.de
Tel.:+49 5231 769 6485

(Stand: 04.03.2024)

Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)