Entscheidungs- und spieltheoretische Betrachtungen in der experimentellen Ökonomik

Christine Austermann promoviert im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften bei Professor Dr. Korbinian von Blanckenburg in Kooperation mit der Universität Kassel zum Thema „Entscheidungs- und spieltheoretische Betrachtungen in der experimentellen Ökonomik“.

Christine Austermann

Die Betrachtung von Entscheidungen spielt in den Wirtschaftswissenschaften eine erhebliche Rolle. Die Forschung zu Strategien, Anreizen, Gründen und Abläufen von individuellen und unternehmerischen Entscheidungen genießt gleichzeitig eine hohe Praxisrelevanz. Hier schließt das Promotionsvorhaben an und umfasst die Thematik der Entscheidungstheorie und Spieltheorie in Verbindung mit der experimentellen Ökonomik. Die entscheidungstheoretischen Aspekte unterscheiden sich von den spieltheoretischen Aspekten insbesondere in der Anzahl der entscheidenden Personen. Die Entscheidungstheorie bezieht sich dabei auf einen Entscheidungsträger, welcher seine Entscheidung unter Sicherheit, Risiko oder Ungewissheit trifft. Dagegen konkurrieren innerhalb der Spieltheorie mehrere Entscheidungsträger miteinander. Hier kann das Eintreten eines Ereignisses nicht über Wahrscheinlichkeiten dargestellt werden, da die Strategie des Gegners weder deterministisch, noch zufällig gewählt wird. Innerhalb des Promotionsvorhabens werden sowohl die Annahmen und Aspekte, als auch die Einflüsse auf Entscheidungen in unterschiedlichen entscheidungs- und spieltheoretischen Szenarien untersucht. Solche Szenarien können über ökonomische Experimente effizient abgebildet werden, da einzelne Einflussfaktoren hier gezielt ceteris paribus untersucht werden können.

In der kumulativen Promotion werden verschiedene Aspekte der Entscheidungsfindung im Rahmen der Veröffentlichung mehrerer wissenschaftlicher Aufsätze untersucht.