Geotextile Erdfallsicherungen für eingeschossige Industriebauten

Frank Thomas promoviert im Fachbereich Bauingenieurwesen, Lehrgebiet Geotechnik an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) am Standort Detmold. Als betreuender Professor konnte Professor Dr.-Ing. Carsten Schlötzer gewonnen werden. Die Promotion erfolgt in Kooperation mit der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. Seitens der Universität Wuppertal findet die Betreuung der Dissertation durch Univ. Professor Dr. -Ing Matthias Pulsfort statt.

Frank Thomas

Thematisch behandelt die Doktorschrift die Einsatzmöglichkeiten und Einsatzgrenzen einer geotextilen Erdfallsicherung zur Stabilisierung von Fertigteilstützen mit angeformten Fundament bei Eintreten eines Erdfalls.

Der Einsatz von Geotextilien hat sich bei der Sicherung von Verkehrswegen und -flächen bewährt. Eine Übertragung der Erkenntnis aus der geotextilen Flächensicherung sind vom Grundsatz her möglich. Die aus dem Gebäudetragwerk abzufangenden Lasten übersteigen die Sicherungslasten bei einer Flächensicherung. Dafür besteht bei der geotextilen Sicherung des Tragwerks die Möglichkeit, diese Sicherung auf den Bereich der Tragwerksfundamentierung zu konzentrieren. Daraus ergeben sich bei der Geotextilverlegung Freiräume für eine geometrisch, an das Tragsystem angepasste Verlegung der Geotextilien. Auf Grundlage der Anpassung von Verlegewinkeln kann eine erhöhte Ausnutzung der Geotextiltragfähigkeit realisiert werden. Ergänzend zum statischen Nachweiskonzept liegt ein Schwerpunkt auf der Limitierung der rechnerischen Verformung! Die Verformungen sind in der Art zu limitieren, dass die Standsicherheit des Tragwerks in der Bemessungssituation Accidental (BS-A) zu jedem Zeitpunkt der Sicherungsdauer nachweisbar gegeben ist. Daraus folgen Einsatzmöglichkeiten und Grenzen der geotextilen Erdfallsicherung, die im Zuge der Ausarbeitung aufgezeigt und diskutiert werden.