Zum Inhalt springen

SMARTer City

SMARTer CITY durch hybride Partizipation

Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an kommunalen Entscheidungsprozessen ist weiterhin mit dem Problem konfrontiert, dass nur einige Bevölkerungsgruppen die Partizipationsangebote annehmen (können) und sich die Mehrheit daher nicht in die kommunalen Verfahren einbringt. Im Innovationsprojekt SMARTer CITY werden Ergebnisse aus den Forschungsvorhaben "Statt Daten Stadtdaten" (Leitung: Prof. Dr. Axel Häusler) und "Smart City PUT - Participation and Usibility Toolbox" (Leitung: Prof. Ulrich Nether) weitergedacht, die sich auf die Entwicklung interaktiver Medien einerseits und den Einsatz partizipativer Methoden andererseits stützen.

HINTERGRUND:

Mit dem Förderprogramm “Modellprojekte Smart Cities” fördert der Bund seit 2019 digitale Projekte in ausgewählten Kommunen, um praktische Lösungen für die Smart-City-Entwicklung in Deutschland zu erkunden. Dadurch werden unter anderem die Forschungsprojekte “Statt Daten Stadtdaten” (SDSD) und “Smart City PUT - Participation and Usibility Toolbox” in Kooperation mit der Stadt Detmold gefördert, die am Institut für Designstrategien verortet sind.

Die Verwaltungsdigitalisierung wurde in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Kommunen mit verstärkten Einsatz und höherer Ressourcenbereitstellung in den Blick genommen. Auch für die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bieten digitale Instrumente Potenzial für neue Methoden der Ansprache und Interaktion. Derzeit werden allerdings noch häufig etablierte analoge Formate eingesetzt oder analoge Fragebögen eins zu eins in Online-Befragungen übertragen. Gerade Open Data ist in erster Linie in Online-Portalen verfügbar, was ein vorhandenes Interesse voraussetzt, um die entsprechenden Websites aufzurufen und die Daten zu recherchieren. Anders bei SDSD und PUT: die Daten werden , angereichert mit Interpretationshilfen wie Grenzwerten und wissenschaftlicher Einschätzungen, zu den Bürgerinnen und Bürgern gebracht, indem interaktive Visualisierungsmedien unter Anwendung von gamification-Prinzipien beispielsweise in Innenstädten aufgebaut werden. Diese bieten dann Einblicke in Themen wie Luftqualität, Lärmbelastung und Mobilität.

ZIELE:

Das Innovationsprojekt “SMARter CITY durch hybride Partizipation” bündelt die Erkenntnisse zu den Schwerpunkten Partizipation, Mobilität und städtebaulichen Klimaschutz der genannten Projekte und entwickelt Materialien und Formate für den Transfer in das Smart City-Ökosystem durch Messeteilnahmen, wissenschaftliche Publikationen und etwaige Folgeprojektanträge. Durch die Aufbereitung und Bereitstellung der Ergebnisse werden die notwendigen Ressourcen für den Einsatz kreativer und innovativer Methoden in anderen Städten und Gemeinden reduziert. Dazu gehören unter anderem ausführliche Bauanleitungen für die digital-physischen Prototypen. Dadurch sollen auch andere Kommunen ermutigt werden, Technologien für die Ansprache der Bevölkerung zu nutzen und durch hybriden Einsatz digitaler Medien im analogen Raum Hürden abzubauen. Ein konkreter erster Meilenstein im Innovationsprojekt war die Messeteilnahme am Smart City Expo World Congress in Barcelona im November 2025, die über 27.000 Besucherinnen und Besucher anlockte. Präsentiert wurden dort die interaktiven Prototypen von SDSD und PUT vor einem internationalen Fachpublikum aus Wirtschaft und Verwaltung. Viele Besucherinnen und Besucher konnten dabei erfolgreich für die Projekte der TH OWL und deren innovativen Charakter begeistert werden und testeten selbst die interaktiven Prototypen aus.

 

Bearbeitung: Mareile Licht, Transfermanagerin Raum & Kultur

Partner: Institut für Designstrategien, TH OWL

Projektlaufzeit: Juni 2025 - Juni 2026

 

Kontakt:

Anfragen per Mail an:

Mareile Licht, Transfermanagerin Raum & Kultur 

mareile.licht@th-owl.de