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bdia NRW ehrt Detmolder Absolvent:innen

Absolvent:innen aus Detmold wurden vom Bund deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten Nordrhein-Westfalen (bdia NRW) für ihre herausragenden Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Die Prämierungen „bdia ausgezeichnet!“ und „bdia anerkannt!“ würdigen exzellente gestalterische und konzeptionelle Leistungen, die sich intensiv mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen, zukunftsorientierten Entwurfsideen und hoher gestalterischer Qualität auseinandersetzen.

Folgende Arbeiten wurden ausgezeichnet:

Augezeichnet

Stanislav Nehybka
Detmolder Bahnhof
Betreut von Prof. i.V. Dipl.-Ing. Sascha Homburg, Prof.in Stephanie Stratmann

Die Bachelorarbeit überzeugt durch einen sensiblen und zugleich zukunftsweisenden Umgang mit dem denkmalgeschützten Empfangsgebäude des Detmolder Bahnhofs. Auf Grundlage einer fundierten Analyse von Bestand und Nutzerbedürfnissen entsteht ein klar strukturiertes Raumkonzept, das Orientierung, Aufenthaltsqualität und multifunktionale Nutzung neu definiert. Durch das Prinzip „Raum im Raum“, gezielte Durchblicke sowie ein präzises Licht- und Materialkonzept wird der Bestand respektvoll weiterentwickelt, ohne seine historische Identität zu verlieren. Eine detailreiche und atmosphärisch starke Arbeit mit hoher gestalterischer und gesellschaftlicher Relevanz.
 

Anerkannt

Johanna Fernholz
Wie geht Idee? 
Betreut von Prof. Tim Brauns und Dipl.-Ing. Wibke Schaeffer

Diese Arbeit überzeugt durch eine kluge, humorvolle und zugleich tiefgründige Auseinandersetzung mit kreativen Blockaden im Gestaltungsprozess. Auf Basis intensiver Gespräche mit Gestalter:innen unterschiedlicher Bereiche und Altersgruppen wurde ein experimentelles Tool entwickelt, das negative Glaubenssätze und Hemmnisse gezielt mit positiver Verstärkung beantwortet. Besonders hervorzuheben sind die konsequente grafische Gestaltung, die hohe kommunikative Qualität sowie die sehr ansprechende Darstellung des gesamten Entwicklungsprozesses. Eine inspirierende Arbeit, die Design als ermutigendes Werkzeug sichtbar macht.
 

Anerkannt

Alica Penndorf
Analysis et spectatio – Raum und Mensch im Humanismus und Transhumanismus
Betreut von Prof. Nicolas Rauch und Prof.in i.V. Lotte Meret Effinger

Diese Arbeit beeindruckt durch eine tiefgehende und szenografische Auseinandersetzung mit den Paradigmen Humanismus und Transhumanismus. Eine experimentelle und humorvolle Installation, die über spielerische Szenarien und Gamedesign zentrale Fragestellungen zu Mensch, gebauter Umwelt und menschlichen Bedürfnissen erfahrbar macht. Durch den gezielten Einsatz von Licht, transparenten Folien, Sound, Bild und Raum wird eine provokante, eigenständige Ästhetik geschaffen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Die Arbeit verbindet künstlerische Reflexion mit kritischer Analyse und zeigt auf eindrucksvolle Weise die Auswirkungen planender Eingriffe auf den Menschen.


Der Bund deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten (bdia) ist der bundesweite Berufsverband für selbstständige und angestellte Innenarchitekt:innen in Deutschland. Er vertritt die fachlichen, berufspolitischen und kulturellen Interessen seiner Mitglieder und engagiert sich für Qualität, Nachwuchsförderung und die gesellschaftliche Bedeutung der Innenarchitektur.

Die Jury bestand diesmal aus Karin Friedrich-Wellmann, Karin Michels, Jürgen Pukies, Kristina Herrmann sowie der bdia Preisträgerin aus dem letzten Sommersemester Shannah Mohammed.