Im Mittelpunkt steht die Wiedernutzbarmachung von Bestandsgebäuden als Ressource und die Entwicklung innovativer Strategien für das bezahlbare Wohnen heute und in der Zukunft. Die Ausstellung zeigt Studierendenarbeiten der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Detmolder Schule für Gestaltung und vereint Projekte, Diskussionen und kreative Impulse.
Neben den studentischen Konzepten sind auch die Projekte „UrbanPulse_Detmold“ und „wasser plus OWL“ Teil der Ausstellung. Sie behandeln Fragen der nachhaltigen Stadtentwicklung, Ressourcenschonung und neuer Wohnformen.
Die Ausstellung wurde gestaltet von Maren Oscenda, Bachelor-Absolventin der TH OWL, in Kooperation mit dem Team vom UrbanPulse_Detmold und vom Team aus Prof.’in Sandra Bruns, Carlotta Funnemann, Frauke Hollmann, Luisa Kappen, Prof.’in Dr. Susanne Kost, Maren Oscenda, Lilli Petzel und Prof.’in Stephanie Stratmann realisiert. Unterstützt wird das Projekt von Detmold 2035 e. V., Lippe Zirkulär, der Hochschulgesellschaft, Trinnovation OWL, Innovative Hochschule und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Im Rahmen des vorausgegangenen Dienstagsvortrags am selben Abend macht der Architekt Van Bo Le-Mentzel deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum eines der dringendsten Themen unserer Zeit ist. Wohnungen würden häufig zu groß dimensioniert und seien daher für viele Menschen kaum erschwinglich. Mit seinem Projekt in Berlin zeigt Le-Mentzel, dass es auch anders geht: Er will Baulücken kaufen und Tiny-Wohnungen dort kompakt errichten.
Die Ausstellung „Platz da!“ lädt bis zum 14. Oktober dazu ein, neue Perspektiven auf Leerstand, Stadtentwicklung und nachhaltiges Wohnen zu gewinnen. Neben den gezeigten Arbeiten finden Führungen, Workshops und Gesprächsrunden statt. Auch finden einzelne Lehrveranstaltungen öffentlich statt, um die Arbeit und Inhalte der Detmolder Schule in der Stadt sichtbar und erlebbar zu machen. Ziel ist es, gemeinsam zu überlegen, wie der massive Leerstand in der Stadt und damit vorhandene Gebäude und Flächen wieder sinnvoll und für eine Breite der Stadtgesellschaft in Nutzung gebracht werden können. Die Absicht ist es, aus vielen guten Ideen Projekte konkret zu machen und in Umsetzung zu bringen. Das rege Interesse an den Inhalten der Ausstellung macht deutlich, dass wir Stadt wieder viel stärker gemeinsam gestalten müssen.
Im Anschluss sollen Wege entwickelt werden, das Projekt „UrbanPulse Detmold“ auch auf andere Städte, zum Beispiel Lemgo zu übertragen. Ein weiterer Schritt, um regionale Strategien für zukunftsfähiges und bezahlbares Wohnen zu entwickeln.






