AUSSTELLUNGSDESIGN
Das Fachgebiet Ausstellungsdesign verstehen wir als kritische Praxis, die sich mit unterschiedlichen Formen der Kommunikation im Raum auseinandersetzt. Ausgehend von Ausstellungen und szenografischen Installationen werden Theorie und Praxis in der Konzeption und Entwicklung narrativer Räume untersucht.
Die Studierenden erarbeiten und erproben künstlerisch-experimentelle und angewandte Entwurfsmethoden und entwickeln Räume, Strukturen, Objekte, Situationen und Ausstellungen. Dabei werden Aspekte wie Raum, Körper, Bewegung, Objekt, Materialität, Digitalität, Interaktion, Dialog und Kommunikation auf ihre gestalterischen und narrativen Potenziale untersucht und in der Entwicklung von Konzepten und Realisierungen angewendet.
In transdisziplinären Kollaborationen innerhalb der Hochschule und mit externen Institutionen werden künstlerische, gestalterische und gesellschaftspolitische Diskurse verknüpft, erweitert und überprüft.
The field of exhibition design is understood as a critical practice that engages with various forms of communication in space. Starting from exhibitions and scenographic installations, theory and practice are explored in the conception and development of narrative spaces.
Students develop and test artistic, experimental, and applied design methods and create spaces, structures, objects, situations, and exhibitions. In doing so, aspects such as space, body, movement, object, materiality, digitality, interaction, dialogue, and communication are examined for their design and narrative potentials and applied in the development of concepts and realizations.
In transdisciplinary collaborations within the university and with external institutions, artistic, design, and sociopolitical discourses are connected, expanded, and reviewed.
Metamorphen 24.04.-07.05.2025
Im Zentrum des Ausstellungskonzepts steht die systematische Analyse von Transformationsprozessen in einer zunehmend von digitalen Technologien geprägten Lebenswelt. Die präsentierten Arbeiten decken ein breites Spektrum medialer Ausdrucksformen ab: Von immersiven Videoprojektionen und interaktiven Pflanzenwelten bis hin zu Klanginstallationen und KI-generierten Animationen. Die Studierenden verwenden unterschiedliche technische Ansätze - von Stop-Motion über Zeichnung bis hin zu KI-unterstützten Prozessen.
Die ausgestellten Arbeiten erforschen, wie verschiedene Elemente - Lebewesen, Dinge und Technologien - miteinander in Beziehung treten und sich gegenseitig beeinflussen. Sie untersuchen, wie diese verschiedenen Bestandteile unserer Welt lernen, sich verändern und entwickeln. In jeder künstlerischen Position wird auch die Beziehung zwischen Betrachter*in und Kunstwerk neu gedacht: Die Kunstwerke sind nicht passive Objekte, sondern aktive Teilnehmer in einem Geflecht aus Zeit- und Raumerfahrungen.
„Metamorphen" spekuliert darüber, wie Gestaltung heute aussehen kann – in einer Zeit, in der digitale Technologien zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Analog und Digital, von Mensch und Maschine, von Technologie und Material. Die ausgestellten Arbeiten hinterfragen bestehende Ansätze, entwickeln neue Ideen und eröffnen alternative Perspektiven auf unser technologisch geprägtes Leben. Die fächerübergreifende Kooperation wurde von Prof.in Lotte Meret Effinger und Prof. Nicolas Rauch betreut.
Spectrum Embracing Queerness Juli 2024
Während Diversität in größeren Städten deutlich präsenter ist und mehr Beachtung findet,werden ländliche Regionen oft nicht als Orte wahrgenommen, an denen sich Menschen entwickeln und aus heteronormativen Gesellschaftsstrukturen ausbrechen können.
Aber auch hier muss Queerness wertgeschätzt werden!
Dies war der Ausgangspunkt und die dringliche Relevanz des Studierenden-Projektes, dass von Professorin Anke Stache und Professor Nicolas Rauch initiiert und begleitet wurde.
Die Kernaussage der Arbeit: „Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche, sowie alle anderen queeren Menschen müssen frei, sicher und selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben können.“ Und um dies zu erreichen, müssen wir lernen uns gegenseitig wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts von Studierenden der Fachbereiche Medienproduktion und Innenarchitektur der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe sind sieben unterschiedliche queere Themen in einer Ausstellung vereint:
von innovativen Konzepten für geschlechtersensible Piktogramme bis zu spielerisch und interaktiven Dialogräumen hin zu eindrucksvollen Sound-Rauminstallationen – die Studierenden demonstrierten, wie Queerness in der Gestaltung von Räumen und Medien reflektiert werden kann. Im digitalen Raum lebt die Ausstellung weiter, denn die Studierenden der Medienproduktion arbeiteten die Ausstellung im Anschluss digital auf, sodass eine Webseite entstand, die die dreitägige Ausstellung reflektiert und nachhaltig archiviert.
Die Ausstellung „Spectrum – Embracing Queerness“ sollte uns daran erinnern, dass Gestalter*innen einen wesentlichen Teil zur Sensibilisierung und Aufklärung beitragen können und sollten!
Mehr dazu auf www.queer-spectrum.de
Die Ausstellung entstand im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen dem Seminar Transformation Design (Medienproduktion, M.A.) und dem Seminar Ausstellungsdesign (Innenarchitektur, B.A.).
Es wurde von folgenden Studierenden unter der Leitung von Prof. Anke Stache und Prof. Nicolas Rauch realisiert: Abril Bruno; Alejandra Roig; Alexander Mann; Calvin Chapman; Claudia Parimbelli; Eileen Kielmann; Helena Reister; Jakob Wagner; Jessica Janke; Johanna Gröne; Kira Fischer; Kira Junker; Leonie Venus; Linda Schulte-Frankenfeld; Marius Stute; Mattes Schürfeld; Miray Kiose; Miriam Krumm; Olga Farcen; Ronja Frömelt; Tim Jaschke

Greifen Begreifen 09.04.-15.04.2024
Das Design der Türklinke, unser alltäglicher Begleiter, erscheint auf den ersten Blick einfach und selbstverständlich. Doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich eine erhebliche Vielschichtigkeit im Designprozess sowie eine tiefgreifende Perspektive auf aktuelle und zukünftige Frage-
stellungen.
Im Jahr 1986 lädt die Firma FSB namhafte Vertreter der postmodernen Architektur ein, um über innovative Formen von Türklinken zu reflektieren und eigene Konzepte zu entwickeln. Dieser Workshop avanciert zueinem bedeutsamen Wendepunkt für die Entwicklung des Unternehmens.
Im Laufe des Semesters setzten sich die Studierenden intensiv mit diesem Ereignis auseinander, analysierten die Rolle der Beteiligten sowie ihre gestalterischen und konzeptionellen Ergebnisse.
Die Ausstellung versteht sich als fragmentarische Untersuchung des Designprozesses und beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten und des Unternehmens hinsichtlich gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen. Die Studierenden formulieren in Teams eigene
Positionen und adressieren relevante Themenkomplexe.
Die Teams, mit Namen wie ‚Based on Origin‘, ‚Let‘s Handle Reality‘, ‚Blick in die Zukunft‘, ‚Form Follows Human‘ und ‚Sexy Thoughts‘, interpretieren die Kooperation mit FSB jeweils auf ihre eigene Weise. Ihre Methoden erstrecken sich von der Erforschung von Archetypen, basierend auf dem Designworkshop und der Herstellung von Türklinken, bis hin zur Schaffung virtueller Räume und der Betrachtung von Türklinken als kulturelles Fetischobjekt.
Entstanden sind Präsentationen, die von klassischer Informationsvermittlung und Darstellung bis hin zur Einbeziehung der Betrachter und der Hervorhebung individueller Standpunkte reichen.

















