Entwerfen in der Objekt- und Freiraumplanung
Freiraumplanung als Zukunftsdisziplin
In der Landschaftsarchitektur stehen derzeit viele Antworten auf drängende Zukunftsfragen aus. Im Bauwesen, dem Sektor mit einem der größten Energie- und Materialverbrauche, kann es kein „Weiter so“ geben. Der Klimawandel erfordert Anpassungsstrategien für den urbanen Raum und die Landschaft, um diese für die Gesellschaft lebenswert zu erhalten und zu entwickeln. Eine Schlüsselrolle kommt dabei qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen Grün- und Freiflächen zu. Gemeinsam mit den Studierenden wird im Fachgebiet Entwerfen in der Objekt- und Freiraumplanung nach zeitgemäßen und gestalterisch anspruchsvollen Antworten auf diese komplexen Fragen gesucht. Betrachtet werden dabei sämtliche Maßstabsebenen - vom freiraumplanerischen Beitrag für eine Landschaft bis zum Entwurf eines Stadtmöbels. Dabei wird Wert auf konkrete und gesellschaftlich relevante Aufgabenstellungen gelegt. Das Fachgebiet arbeitet im Rahmen von unterschiedlichen Lehrformaten mit Städten, Gemeinden, Institutionen, Unternehmen oder Privatpersonen zusammen, die mit Anfragen oder Ideen an die Hochschule herantreten. Eine besondere Rolle nimmt dabei im Laufe des gesamten Studiums die Bearbeitung von Projekten im Wettbewerbsformat ein, bei denen die Studierenden Ergebnisse erarbeiten, die die Chance haben, mit Preisen ausgezeichnet zu werden und in der Öffentlichkeit Beachtung zu finden.
Der Ort als Ausgangspunkt
Landschaftsarchitektonisches Entwerfen bedeutet, dass nie in einem losgelösten, leeren Raum gearbeitet wird, sondern immer an konkreten Orten. Diese Orte sind geprägt von einer Vielzahl von Beziehungen zu ihrer landschaftlichen und stadträumlichen Umgebung, ihren Umwelteinflüssen sowie zu ihren NutzerInnen. Topografie, bauliche Elemente und die Vegetation sind nicht das Ergebnis einer willkürlichen Entwicklung, sondern zeugen von der Genese eines Ortes. Die Geschichte eines Ortes ist nicht immer eindeutig und lineal verlaufen sowie einfach zu lesen. Es ist wichtig, ein Gespür und ein Verständnis für den Umgang mit diesen Spuren zu entwickeln. Die Wertschätzung des Vorhandenen und der respektvolle Umgang mit dem Bestehenden lassen Entwürfe entstehen, die nicht beliebig sind. Das Fachgebiet sucht nach individuellen Lösungen, die eine Beziehung zu einer Landschaft oder zu einer Stadt herstellen und die die Chance haben, identitätsstiftende und atmosphärische Räume zu schaffen.
Entwerfen als Problemlösungskompetenz
Entwerfen zu lehren bedeutet, die Studierenden ständig zu überfordern. Sie müssen sich einerseits analytisch mit den historischen, morphologischen und funktionalen Gegebenheiten des Planungsraumes auseinandersetzen und gleichzeitig lernen, kreativ, gestaltend und originell zu sein. Entwerfen zu erlernen ist ein anspruchsvoller Prozess, bei dem Kompetenzen entwickelt werden, die im Beruf in vielen Bereichen anwendbar sind. Die Studierenden lernen, mit komplexen Problemen umzugehen, den Status quo infrage zu stellen, Widersprüche auszuhalten, Risiken zu erkennen und mit dem Unerwarteten umzugehen. Dabei erfolgt die Aneignung einer strukturierten, intentionalen und eigenverantwortlichen Arbeitsweise. Das Fachgebiet sieht sich in der Rolle, diesen Lernprozess zu begleiten und die Selbstwirksamkeit der Studierenden zu fördern. In der Entwurfslehre geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen als auch um das Einüben von Handlungskompetenzen. Ziel ist es, die intrinsische Motivation der Studierenden durch spannende, praxisnahe Aufgabenstellungen zu wecken und sie in ihrem Lernprozess zu unterstützen.
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