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Lehrgebiet Landschaftsarchitektur & gendergerechtes Entwerfen

im Sommersemester 26

Lehre

Willkommen zurück im Sommersemester 26! 
Untenstehend finden Sie alle relevanten Informationen zu den Modulen, die wir in diesem Semester anbieten. Achten Sie bitte auf die jeweiligen Einführungstermine und Raumnummern. Sollten noch Informationen fehlen, werden diese zeitnah ergänzt. Bitte treten Sie den jeweiligen Ordnern auf ILIAS bei und beachten Sie auch die Informationen und Aushänge am Lehrgebiet.

Wir freuen uns auf ein spannendes Semester mit Ihnen! 

Team La*E

Beyond Suburbia

BA Projekt

Suburbia, als Siedlungsstruktur zwischen Stadt und Landschaft liegend, ist ein Siedlungstyp, der neue Antworten braucht, denn der Druck auf die Ränder der Städte wächst. Bauliche Entwicklungen dort stehen in der Kritik, denn sie sind häufig geprägt von Teppichen aus Einfamilienhäusern, Großwohnsiedlungen, schlecht funktionierenden Stadtteilzentren, grauen Gewerbehallen und zerfransten, fast zufälligen Übergängen in die Landschaftsräume. Betrachtet wird Suburbia aus der Perspektive der Stadt. Doch wir drehen den Blick um. Landschaft als produktiver Komplementärraum, geprägt durch Landwirtschaft, Wald, Energieproduktion, Naturschutz, Rekreation, oder die großräumige Entwicklung einer blau-grünen Infrastruktur, bildet die Grundlage einer neuen Suburbanität, die vielfältigen urbanen Nutzungsansprüchen Raum geben soll und produktive urbane Landschaftsräume gestaltet. 
Sie können zwischen zwei Untersuchungsräumen wählen, deren Ränder sehr unterschiedlich sind: Windflöte, ein Stadtteil im Südwesten des Bielefelder Stadtbezirks Senne, der städtebaulich weiterentwickelt werden soll. Oder die Schnelsener Feldmark am nördlichen Rand Hamburgs, ein peri-urbaner Raum mit Potenzial für zukunftsfähige Ideen der Transformation. Hier besteht die Möglichkeit am Otto-Linne-Preis der Stadt Hamburg teilzunehmen.

Observing the Human Habitat

WPF

Stadtplanung hat den Anspruch, Räume so zu ordnen, dass sie nicht nur menschlichen Bedürfnissen entsprechen, sondern Entfaltungsräume für menschliche Interaktionen eröffnen. Doch der urbane Raum ist nicht neutral, denn zum einen werden nicht die Bedürfnisse Aller gleichermaßen bei der Planung berücksichtigt, zum anderen ist er nicht für alle gleichermaßen zugänglich, nutzbar oder gar aneigenbar. Und darin liegt ein strukturelles Problem, denn urbane Raumpraktiken sind in gesellschaftliche Verhältnisse und Denkweisen eingebunden und durch historische sowie gegenwärtige Machtverhältnisse geprägt. 
Solange Stadtplaner:innen bestehende Machtverhältnisse nicht kritisch hinterfragen und evaluieren, wie Nutzer:innen sich in urbanen Räumen verhalten, tragen unsere Städte auch in Zukunft zur Reproduktion und zur Stabilisierung von Ungleichheiten bei. 
Im WPF werden Sie urbane Räume in Detmold untersuchen, und dabei nicht nur deren physische Struktur analysieren, sondern Zusammenhänge herausarbeiten, welche urbanen Praktiken sie für wen ermöglichen. Im Rahmen einer Feldforschung werden Sie untersuchen, wie Ungleichheiten räumlich wirksam werden, wie Aneignung diese sichtbar macht, und welche planerischen Handlungsspielräume- und notwendigkeiten sich daraus für existierende Stadträume aber auch für zukünftige Planungen ableiten lassen.

Exkursion „How To Observe Birds“

KM Exkursion

Das Beobachten von Vögeln hat eine lange Tradition. In der Antike wurde das Verhalten und der Flug der Vögel von Auguren als Deutung der Zukunft gelesen und Aristoteles hat mit frühen anatomischen Studien der Vögel die Grundlage der Vogelkunde gelegt. 
Die Ornithologie, Teil der Zoologie, ist einer der ältesten Zweige der Citizen Science, denn die Observationen der Vogelbeobachter:innen tragen wesentlich zur Erforschung der Vogelbestände und deren Habitate bei. Die Begeisterung für das Beobachten geht soweit, dass Vogelobservatorien nicht nur Orte sind, die den Beobachter:innen als Versteck und Schutz dienen, sondern Sie sind architektonische Landschaftsobjekte, die eine symbiotische Beziehung zum naturräumlichen Kontext aufnehmen, die durch ihre Farben und Materialien camoufliert sind und einen intensiven Dialog mit der umgebenden Landschaft eingehen. 
Im Rahmen einer 4-tägigen Exkursion werden wir Vogelobservatorien in den Niederlanden besuchen, wir werden wandern, Konzepte des „Rewilding“ erkunden, uns mit der spannenden Thematik „Man made Nature“ auseinandersetzen und künstlerische Annäherungen an Natur kennenlernen. In einer Broschüre wird die Exkursion gemeinsam dokumentiert. Anreise und Übernachtung organisieren Sie bitte individuell. Das genaue Programm wird bei der Einführungsveranstaltung vorgestellt.