52 GRAD: Can Design save the Planet?

Heute erscheint die neue Ausgabe der 52 GRAD – zum ersten Mal gleichzeitig als gedrucktes und als digitales Magazin. „Damit auch in Zeiten der Corona-bedingten Schließung der Hochschule alle die 52 GRAD lesen können, die sich dafür interessieren“, erklärt Prof. Dr. Martin Ludwig Hofmann, der Gründer und Leiter des Magazins der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der TH OWL.

Noch ist die Corona-Pandemie zwar längst nicht überwunden, dennoch rückt die eigentliche Großkrise unserer Zeit wieder in den Fokus: die drohende Klimakatastrophe. „Der Planet brennt! Die Frage lautet: Sind Architekten, Innenarchitekten, Designer und Stadtplaner Teil der Lösung? Oder Teil des Problems?“, fragt deshalb provokativ die neue Ausgabe der 52 GRAD.

Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit können viele Facetten aufweisen. In der neuen Ausgabe der 52 GRAD findet sich eine Auswahl unterschiedlicher Projekte, die zeigen, wie Nachhaltigkeit schon jetzt an der Detmolder Schule gelebt und gelehrt wird. Vom Projekt „Schulen für die Welt“ über die Beteiligung an der Entwicklung erster zirkulärer und ressourcenpositiver Hochhäuser aus Holz, vom „Grünen Salon“ über Experimente mit Biomaterialien im Design, wie „Kunststoffen“ aus Pilzen oder „Leder“ aus Hefen, von der Wiederbelebung ökologischer und traditioneller Handwerkskultur aus dem Kosovo über Möglichkeiten minimalistischen Wohnens bis hin zu einem Urban Hacking für eine autofreie Stadt.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Ludwig Hofmann entwickelten im vergangenen Semester 21 Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur die neue Ausgabe des mehrfach preisgekrönten Magazins. Als Unterstützung im grafischen Bereich war wieder der Berliner Designer Markus Tiggemann mit an Bord, die Schlussredaktion hat wieder Heide Teschner übernommen, die Pressereferentin der Detmolder Schule.

Die 52 GRAD ist ein Erfolgsprojekt, das sich inzwischen im 12. Jahr befindet. Vier Mal erhielt es für sein herausragendes Design internationale Auszeichnungen. Mehr als 200 Studierende haben bislang daran mitgearbeitet. Mehr als 1.550 Seiten wurden bislang getextet und gestaltet. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es von Anfang an ohne finanzielle Unterstützung seitens der Hochschule auskommt. Die Studierenden und ihr Professor werben regelmäßig Unternehmen der Design- und Baubranche für die Unterstützung der 52 GRAD – und finanzieren über diesen Anzeigenverkauf das Magazin.

Die neue Ausgabe der 52 GRAD ist auf dem Kreativ-Campus der TH OWL in Detmold erhältlich (Betreten des Campus nur nach Voranmeldung beim Dekanatssekretariat) – und hier als digitale Ausgabe.