Bülowhospiz: Studierende stellen Entwürfe in Berlin vor

Zum Leben gehört auch das Sterben. Wie kann, wie muss ein Hospiz aussehen? Die Diakoniestation Schöneberg, Kooperationspartner der Detmolder Schule, plant die Errichtung eines Hospizes am Knick der Bülowstraße in Berlin-Schöneberg. Dazu entstanden im vergangenen Wintersemester 33 studentische Entwürfe, die jetzt in Berlin vorgestellt wurden. Die Architektur-Studierenden diskutierten ihre Arbeiten mit Vertretern der Ev. Luther-Kirchengemeinde, der Diakoniestation Schöneberg und weiteren Fachleuten.

Stationäre Hospize sind Einrichtungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Menschen mit unheilbaren Krankheiten in ihrer letzten Lebensphase ein möglichst würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Es sind kleine Einrichtungen mit familiärem Charakter, deren Gestaltung auf die besonderen Bedürfnisse sterbender Menschen ausgerichtet sein soll. 

Die Entwurfsaufgabe umfasste ein stationäres Hospiz für 16 Bewohner, neue Räumlichkeiten für die Gemeinde mit einem Gemeindesaal, der auch für Gottesdienste genutzt wird, ein ökumenisches Zentrum und zusätzliche Nutzungen. All dies war auf einem prominent gelegenen, aber beengten innerstädtischen Grundstück am Knick der Bülowstraße  unterzubringen.

Die Projekte decken ein weites Spektrum an Möglichkeiten ab, so Prof. Jasper Jochimsen, der das Projekt betreute. Die Arbeit der Studierenden wurde sehr positiv aufgenommen und als wertvoller Beitrag zur Diskussion über die künftige Nutzung des Grundstücks gewürdigt. Jochimsen: "Die Entwürfe stellen eine Grundlage für die nun folgenden Überlegungen der Projektinitiatoren dar".