Digitale Lehre: Studierende laut Umfrage überwiegend zufrieden

Wie läuft`s mit der Digitalen Lehre? Wo drückt Euch der Schuh? Dekan Prof. Carsten Wiewiorra hatte die Fachschaft der Detmolder Schule um ein Feedback gebeten, und die hatte vergangene Woche in einer Kurz-Umfrage auf Instagram nachgefragt. Knapp 370 Studierende des Fachbereichs haben inzwischen geantwortet. Viele äußerten sich überwiegend zufrieden mit den Abläufen, es gab aber auch vereinzelt Kritik am gewachsenen Arbeitsaufwand für Studierende und Lehrende.

Die Ergebnisse der Instagram-Umfrage im Einzelnen:

  • Wie empfindest Du die Organisation der digitalen Lehre? 66 % übersichtlich/gut, 34 % chaotisch/schlecht
  • Empfindest Du den Arbeitsaufwand größer als in der Präsenzlehre? 75 % eher ja, 25 % eher nein
  • Werden Zeitpläne von den Profs/SHK eingehalten? 72 % eher ja, 28 % eher nein
  • In den praktisch orientierten Fächern: Findest Du den Ersatz der Aufgaben gut umsetzbar? 65 % nein, problematisch, 35 % ja, kein Problem
  • Fällt es Dir leicht, Dein Studium zuhause selbständig zu organisieren? 54 % eher ja, 46 % eher nein
  • Hast Du deinen Professoren/innen bereits Feedback zu ihrer Online-Lehre gegeben? 67 % nein, 33 % ja
  • Falls ja: Wie wurde die Kritik aufgenommen? 79 % gut, 21 % wenig verständnisvoll 

Weitere Zitate von Studierenden:
"Es wäre toll, wenn alle Vorlesungen als Video oder Tonaufnahmen wären, nicht als Text."
"Ich finde es bisher top, wie unser Fachbereich das alles organisiert."
"Plus - im Vergleich zur Präsenzlehre sind die Unterlagen verlässlicher und schneller verfügbar."
"Tatsächlich finde ich es super, wie schnell meine Profs ins Semester gestartet sind!"
"Die Profs sollten die Aufgaben etwas zurückschrauben."
"Aufgaben/Abgabefristen sollten eventuell gelockert werden. Ich komme nicht hinterher."

Hier und da fühlten sich Studierende durch den wöchentlichen „Workload“ überfordert. "Die Professoren müssen uns bitte ernst nehmen (…). Wenn es durch Corona bei ihnen mehr Arbeit geworden ist, dann ist es das bei uns auch!", so ein Zitat aus der letzten Fachschaftssitzung. Dekan Prof. Carsten Wiewiorra hingegen beruhigt: Die wöchentlichen Übungen („Abgaben“) seien als schrittweise Begleitung des Selbstlernprozesses gemeint. Diese seien keine Prüfungsleistungen, vielmehr sei mit „Abgabe“ das bloße Hochladen bei ILIAS gemeint. Manche Studierende fühlten sich benachteiligt, sei es durch fehlende technische oder finanzielle Möglichkeiten. Laut Wiewiorra werde bereits über eine Unterstützung nachgedacht, um gegebenenfalls entstandene Zusatzkosten für privat organisierte Studienmaterialien zu kompensieren.

Angedacht vom Präsidium ist frühestens ab 07.06.2020 eine beschränkte Öffnung der Hochschule unter starken Sicherheitsauflagen.

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