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RecyclingDesignpreis: Zweiter Platz geht an Detmolder Studierende

Bereits zum 10. Mal ist am gestrigen Sonntag im Marta Herford der RecyclingDesignpreis verliehen worden. Mit dem zweiten Platz wurden mit Domenico Fama und Laura Muschalla zwei Studierende der Detmolder Schule ausgezeichnet. Sie haben als Alternative zu betonhaltigem Putz einen vielseitigen Verbundwerkstoff hergestellt. Auch in der Jury war die TH OWL mit Prof. Tim Brauns vertreten.

Immer häufiger werden im Rahmen des RecyclingDesignpreises auch Materialerkundungen präsentiert, bei denen aus Abfallprodukten nachhaltige und zukunftsfähige Werkstoffe durch komplexe Prozesse entwickelt werden – wie bei dem zweitplatzierten Projekt „Vecchie Mura“ (ein Verbundwerkstoff) von Domenico Fama und Laura Muschalla. Der vielseitige Werkstoff wird aus der Verbindung von 30% Kalk und 70% speziell aufbereitetem Bauschutt gewonnen und ist wasserabweisend, antibakteriell und frei von chemischen Bestandteilen. Er eignet sich laut den beiden Preisträgern als Fertigputzmischung und kann je nach Zusammensetzung in Härte und Farbigkeit variieren. Er funktioniert auch als nachhaltige Alternative zu handelsüblichen Putzarten.

Rund 350 Kreative hatten an dem internationalen Wettbewerb teilgenommen. Ein Hocker, hergestellt aus 1.500 geschmolzenen FFP2-Masken, hatte dabei die Jury überzeugt. Der koreanische Designer Haneul Kim belegte mit dem Projekt „Stack and Stack (In Pandemic)“ den ersten Platz. Der immense Verbrauch medizinischer Schutzmasken während der Corona-Pandemie hatte den Designer dazu inspiriert, das Abfallprodukt als Rohstoff für sein Sitzmöbel zu nutzen.

Seit dem gestrigen Sonntag sind im Marta Herford 36 ausgewählte Projekte zu sehen, darunter auch die Bachelorarbeit der TH-OWL-Studentin Lisa Puschmann (betreut von Prof. Tim Brauns). Außerdem hatten Schulklassen und Institutionen die Möglichkeit, Beiträge einzureichen, die sich mit Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung oder Upcycling auseinandersetzen. Aus 15 Arbeiten wurden fünf Beiträge für die Schau ausgewählt.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Oktober im Museum Marta in Herford zu sehen sowie vom 3. November bis zum 3. Dezember 2022 in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten, Berlin.