Stärkere Profilierung von Klein- und Mittelstädten

Der 12. Regionale Salon des Forschungsschwerpunkts urbanLab an der Technischen Hochschule OWL zeigte deutlich: Ostwestfalen-Lippe ist „mehr als Provinz“. Das interdisziplinäre Symposium am vergangenen Freitag (10.01.2020) war mit rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besucht. Unter den Zuhörern, Zuhörerinnen und Podiumsgästen waren zahlreiche hochrangige Vertreter von Städten, Gemeinden, Bezirksregierung, Verbänden und Landtag gemischt mit Akteuren aus Wissenschaft, Planungspraxis und Studierenden.

"Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und das allgemeine Interesse am Thema“, sagte Marcel Cardinali vom urbanLab.  "Mit zahlreichen Beispielen aus dem Bundesgebiet und eigenen Vorzeigeprojekten aus der Region ließ sich die These schnell belegen: Klein- und Mittelstädte sind mehr als Provinz.  Es zeigte sich auch, dass gerade Stadtentwicklung hier wichtige Impulswirkungen erzeugen kann.“

Mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands lebt in über 2.700 Klein- und Mittelstädten. In metropolenfernen Regionen bilden diese Orte relevante Knotenpunkte des Städtenetzes, deren zukunftsfähige Entwicklung auch in Zeiten des starken Wachstums von Metropolregionen dringlich ist. Hier setzte der 12. Regionale Salon an und fokussierte sich auf besondere Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten. In den drei Panels zu Hochschulentwicklung, Kreativcluster und Kulturangeboten mit überregionalker Anziehungskraft wurde deutlich, wie mit besonderer Stadtentwicklung im Kontext von demographischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen umgegangen werden kann.

In den Beiträgen renommierter Referenten wurde dargestellt, wie ortsgebundenes Know-How und wirtschaftliche, kulturelle, kreative Potentiale identifiziert und genutzt werden können. Strategien der besonderen Stadtentwicklung bieten Chancen, Klein- und Mittelstädte zu profilieren sowie eine Region langfristig zukunftsfähig zu gestalten und als Lebens- und Arbeitsumfeld auch überregional attraktiv zu machen. Von besonderen Interesse in den Vorträgen und Diskussionen war dabei natürlich die eigene Hochschulentwicklung mit dem Innovation Campus in Lemgo, dem Kreativ Campus in Detmold und dem Sustainable Campus in Höxter.

Der Regionale Salon ist eine regelmäßige Veranstaltungsreihe des Forschungsschwerpunkts urbanLab an der TH OWL, die den inhaltlichen Austausch in der Region stärken möchte. Eine Zusammenfassung zum 12. Regionalen Salon finden Sie demnächst auf der Webseite des urbanLab und im kommenden urbanLab Magazin #06.

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