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Studierende entwerfen mobiles Projektbüro für die Stadt Detmold

Ein „rollendes Projektbüro“ für die Stadt Detmold – dies zu entwerfen war jetzt Aufgabe von Studierenden des Fachbereichs Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur an der TH OWL. Mitte Juli präsentierten die Innenarchitektur-Studierenden die entstandenen Arbeiten am Lehrgebiet „Produktdesign und Ergonomie“ (Prof. Ulrich Nether) vor Detmolds Bürgermeister Frank Hilker sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt. Gezeigt wurden vier Modelle, von denen eine Jury jetzt die Arbeit von Skaidrit Bischoff und Anastasia Mouratidou zur Realisierung ausgewählt hat. Der Entwurf schaffe in einladender Weise Raum für Kommunikation und Interaktion, dabei sei er ebenso innovativ wie nachhaltig - all das entspreche dem, was die Stadt Detmold anstrebt, so die Jurybegründung.

Skaidrit Bischoff und Anastasia Mouratidou werden nun gemeinsam mit der Zweitplatzierten Kristina Stoz in einem Folgeprojekt bis zum Jahresende Entwurf und Konstruktion zur Ausführungsreife weiterplanen. Die Umsetzung selbst wird dann von der Stadt beauftragt. 

Die Stadt Detmold möchte zu ihren Bürgerinnen und Bürgern gehen, Austausch schaffen vor Ort, „wo die Menschen sind und sich in ihrer gewohnten Umgebung auch neuen Themen öffnen. Dazu sollte ein „rollendes Projektbüro“ entwickelt werden: mobil, auf kleinstem Raum, als Smart City-Showroom, für Gespräche über Nachhaltigkeit in der Kommune und für Workshops. Umgesetzt wird das Projekt im Namen von „Smart Cities“. „Smart Cities heißt auch, dass wir neue, kreative Formate in der Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft ausprobieren. Wichtig ist für uns, dass die Werte Offenheit, Kreativität, Kollaboration durch das Konzept unterstützt werden“, so Bürgermeister Frank Hilker. Dafür hat die Stadt sich mit dem Stadtverkehr Detmold verbunden: Deren Ticketverkauf-Anhänger soll so um- und ausgebaut werden, dass beide ihn nutzen können. Soweit die Vorgaben.

Die Aufgabe für die Studierenden war es dann, ein umsetzbares Konzept für den Ausbau des Anhängers zu designen - einschließlich smarter, innovativer und möglichst nachhaltig konzipierter Möbel aus lokalen Ressourcen. Zum Entwurf gehören laut dem betreuenden Professor Ulrich Nether auch Innenleben, Möbel und Aufbauten, die vor dem Anhänger genutzt werden können sowie die äußere Gestaltung des Anhängers. Das Ergebnis sind konkrete Entwürfe, die Gebrauchstauglichkeit, Nutzerintentionen, räumliche und materiale Qualitäten und das Umfeld integrieren.

„Modellprojekt Smart Cities“

Die Stadt Detmold hat sich 2021 erfolgreich für das Förderprogramm „Modellprojekt Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) beworben. Über den gesamten Förderzeitraum von rund fünf Jahren beläuft sich das Budget aus kommunalen und Bundesmitteln auf rund 8,6 Millionen Euro.

Jury:

  • Wolfgang Schriegel (Ortsbürgermeister Heidenoldendorf)
  • Wolfgang Janz (Stadtverkehr Detmold, Geschäftsführung) 
  • Dr. Miriam Mikus (Stadt Detmold, Kämmerin und Erste Beigeordnete)
  • Sandra Müller (Stadt Detmold, CDO)
  • Carsten Drewes (Stadt Detmold, Teamleitung Bauhandwerk) 
  • Marius Roll (Stadt Detmold. Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) 
  • Timo Holtkamp (Stadt Detmold, Projekt Rollendes Rathaus) 
  • Michael Frieg (Stadt Detmold, Städtebauliche Planungen) 
  • Kerstin Großbröhmer (Stadt Detmold, Smart Cities)
  • Prof. Ulrich Nether (TH OWL, Seminarleitung Rollendes Projektbüro)

Die Entwürfe aller Teilnehmerinnen im Detail.