Artikel

Architekturwahrnehmung

Die Anwendung empirischer Erkenntnisse der Kognitionspsychologie auf architekturpsychologische Fragestellungen

(Abgeschlossen)

Doktorandin: Katharina König

Dissertation zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Philosophie (Dr. phil.) an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn, kooperative Promotion

Erstgutachterin: Prof. Dr. Ingrid Scharlau
Zweitgutachterinnen: Prof. Dr. Heike Buhl, Prof. Dr. Uta Pottgiesser

Link zur Dissertation

Diese Arbeit widmet sich der allgemeinpsychologischen Architekturpsychologie (Architekturwahrnehmung), die bisher in der psychologischen Forschung wenig Beachtung fand. In dieser Arbeit sollen neben den Problemen auch die Chancen der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den beiden Wissenschaften aufgezeigt werden um eine Perspektive für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln. So arbeitet das Promotionsvorhaben in der Mitte der beiden Wissenschaften und zeigt die Nutzung der allgemeinpsychologischen Perspektive für die gebaute Umwelt sowie umgekehrt der gebauten Umwelt als eines paradigmatischen Falles der Untersuchung von Handlung und Wahrnehmung unter ökologischen Bedingungen auf.

Der Bereich der Handlungsplanung ist für die Architekturpsychologie von besonderem Interesse, weil der Nutzer seine Handlung möglichst störungsfrei durchführen soll. Die dafür von ihm „vorbereitete“ Zielintention benötigt verschiedene Eckdaten, die sich aus der Architektur zweifelsfrei ablesen lassen sollten.

Als theoretische Basis für eine Übertragung auf Gestaltungsfragen wird die psychologische Forschung aus dem Bereich der Interaktion von Wahrnehmung und Handlung herangezogen, in der davon ausgegangen wird, dass die zwei in einer Wechselbeziehung stehen. In der Arbeit wird überprüft, wo und wie die Wechselwirkungen sich im Bereich der Architektur ausmachen lassen. Die theoretischen Konzepte zur Wahrnehmungs- und Handlungssteuerung werden anschließend exemplarisch anhand des Themas Orientierung und konkret, an dem Gebäudekomplex der Universitäten Paderborn, auf ihre Gültigkeit hin überprüft.