MIAD S2 Gebäudekonversion und -umnutzung (Re-Use)

Re-Use | S2 Bürogebäuden

In dem Modul Reuse wird eine bestimmte Gebäudetypologie auf Nachnutzungsmöglichkeiten und Transformationspotential untersucht. Dieses Jahr sind Bürogebäuden Thema der Untersuchung.

Bürogebäuden formen eine relativ junge Gebäudetypologie die in der kurzen Zeit ihrer Existenz eine starke Entwicklung zeigt. Im architektonischen Entwurf findet man Anpassungen an die gegebenen gesellschaftlichen, städtebaulichen und auch klimatischen Verhältnisse der Umgebung sowie die wirtschaftliche, betriebliche Ausrichtung. Zeitspezifische Einflüsse spiegeln sich demnach in der Architektur der Bürohäuser wider, aber auch in der Nutzung, was folgende Fragestellungen verdeutlichen: Besteht ein Großes Interesse an Bürolandschaften, eine reduzierte Hierarchie? Handelt es sich um ein kleineres Bürohaus, Ein Bürohaus für eine Firma oder um ein Hochhaus mit anonymen Bürozellen?


Die Architektur der Bürogebäude, die Einbindung in der Stadt oder Dorf, die Struktur des Bürohauses zeigen Geschichte, Entstehung und sind natürlich auf eine Zweckmäßigkeit ausgelegt. Viele Bürohäuser, sowohl die im urbanen Kontext, Einzelne Bürohäuser, Büroquartiere als auch die im Suburbanen und ländlichen Raum scheinen nicht mehr kompatibel zu sein mit den Veränderungen in der Gesellschaft, Technik, Regeln, Gesetze und denen in der Wirtschaft - insbesondere zu nennen sind Homeoffice Arbeit, Verlagerung von Arbeit in anderen Teile der Welt, oder Maßstabsvergrößerungen und den damit verbundenen Rückgang der Standorte. Die Bürohäuser sind aber nicht vollkommen starr in der Nutzung. Denn die rationelle, flexiblen und auch die manchmal räumlich speziellen Architekturen erlauben oft eine Flexibilität der Nutzung und Adaption auf einen geänderten Kontext. Sie bieten ein oftmals unerkanntes Potential.


Im kommenden Semester werden wir anhand einer kulturellen, gesellschaftlichen, architektonischen und bautechnischen Recherche die regionalen und historischen Unterschiede von Büroarchitekturen und deren Weiterenwicklungsmöglichkeiten im hauptsächlich deutschen Raum untersuchen.

Mit Hilfe der Maastricht-Methode werden die verschiedenen Regionen und Zeiten im Zuge einer eigenständig organisierten Exkursion gegenübergestellt und im weiteren Verlauf Entwurfsvorschläge für einen resilienten Umgang mit den existierenden Bürohäusern und/oder eventuellen Leerstandskonzepte ausgearbeitet mit Schwerpunkt Wohnen. Hierbei sind folgende Fragestellungen zu berücksichtigen: Wie anpassbar sind Bürohäuser? Kann ein Bürohaus regional sein? Können - bei leerstehenden Objekten ohne weitere Nutzungsmöglichkeit - die Materialien und der Standort weiterhin sensibel genutzt werden?


Ergebnis der Semesterarbeit ist eine Dokumenation der Reise, die Analyse und der Konzepte. Gearbeitet wird in Gruppen à maximal drei Studierenden.

Seminarzeiten sind Dienstags Vormittags ab 09.45h und nach Absprache.

Einführung am 06.04.2021 10:00 Uhr Zoom (einladung folgt)


Ein ilias-Ordner ist eingerichtet - bitte meldet Euch dort an, um zu Beginn des Semesters mit der digitalen Lehre starten zu können.

Betreut wird das Modul von Prof. Michel Melenhorst und Janine Tüchsen.