Lehrangebote

PROJEKT ENTWURF NACHHALTIGE RÄUME UND OBJEKTE BIA 503

R a u m S c h r i f t :........::....:..:::

Wohnen und Arbeiten in einer alten Schmiede

‘Raumschriften erzählen von Räumen fürs Darinzutunhaben‘ _ (Lucy Hillebrand)

Bewegen wir uns durch Räume hindurch, bleibt jedes Moment der Raumerfahrung mehr oder weniger subtil und sinnlich differenziert in unserer Wahrnehmung und Erinnerung eingeschrieben. Zusammen formen sie ein feines atmosphärisches Ganzes. Können wir uns Räume aneignen, werfen sie ein Bild von uns selbst und unserem Tun zurück. Sie gehen in Resonanz mit unseren Lebensbedürfnissen und werden zu individuellen Gehäusen.

Der luftige Einraum einer ehemaligen Schmiede soll ganz in diesem Sinne als Lebensraum für einen Bewohner konzipiert werden, dessen typische Eigenheiten und handwerkliche Tätigkeit Sie im Vorfeld selbst festlegen.
Sie entwerfen für Ihren individuellen Nutzer ganz eigene, erzählerische Bewegungs-, Blick-, Raum-, Möbel-, Handlungs-Szenarien, die durchaus ‘ver-rückt‘ sein dürfen.

Stereotype jeder Art kommen hier nicht in Frage – Entwicklungen zu Raumgefüge und Gestaltung sind einfach mal ganz anders zu denken. Idealerweise entstehen eigene Raum-Handschriften gleich Erzählungen mit individuellen Spuren.

Dieses Projekt braucht ganz unbedingt Ihr intensives Reflektieren bisheriger Sehgewohnheiten, Raum- und Lebensprägungen - es braucht Ihre Freiheit im Kopf, Ihre Lust im Bauch und Ihre intrinsische Energie im Prozess!

Seminartermine dienstags 16.00-19.45 Uhr

WPF VERTIEFUNG GESTALTUNG RAUM

Homestories

....................mit den Sinnen denken

‘Kühner als das Unbekannte zu erforschen kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.‘ _ (Alexander von Humboldt)

Das entspannt und frei klingende Konzept ‘Wohnen und Arbeiten‘ rutscht einem leicht geschmeidig über die Lippen. Aktuell spürt man in dieser unfreiwilligen Lebens- und Arbeitssituation jedoch sehr schnell, dass diese Kombination fein durchdacht werden will, möchte man sich in seinem persönlichen Umfeld auch im Korsett digitaler Arbeitsintensität wohlfühlen.

Emotionale Bedürfnisse wie sozial und sinnlich nährende Handlungen sind momentan schwer auszuleben. Distanz begleitet häufig unsere Berührungen mit anderen Menschen, nicht aber unsere Berührbarkeit.

In diesem Semester nutzen wir die pandemische Chance und schauen mit intensivem Blick auf unsere ganz persönlichen Räume, in uns und um uns herum. Welche Resonanzen und welche Szenarien brauchen wir in unseren eigenen vier Wänden für unsere körperliche und emotionale Balance?

Wir untersuchen unser Geprägtsein, Denken, Handeln, Fühlen und Bedürfen, setzen es in Beziehung zu unseren aktuellen Raumgestaltungen und experimentieren mit der Kraft von Ritualen und ihren Orten. Idealerweise erreichen wir eine Erkenntnisfülle an raumkünstlerischen Perspektiven.

Handfestes Ziel wird ein feines Papiermodell des eigenen Raumes als Drehbühne im M 1:33 sein, in dem unsere Interventionen sichtbar werden . . . jeder hat das Glück, für dieses Projekt vor Ort zu sein.

Seminartermine _ montags 16.45 - 19.00 Uhr