Produktdesign und Ergonomie

Aktuelles

WINTERSEMESTER 2020/21

B IA 507 Projekt Vertiefung

MonoCab

MonoCab ist ein Forschungsprojekt der TH, bei dem ein neuartiges Transportmittel entwickelt wird, das bestehende Bahngleise nutzt, aber auf nur einer Schiene fahren wird. So ist ein kurz getakteter Pendelverkehr mit einander begegnenden Cabs möglich. Die technischen Herausforderungen werden in Lemgo bewältigt, wir in Detmold werden die Gestaltung von außen wie von innen verantworten. Erstes Teilziel sind zwei Demonstratoren, die Ende 2022 auf einer Strecke in Extertal in den Test gehen sollen: http://www.monocab-owl.de 

 

Im Projekt wollen wir Entwurfskonzepte für das monocab entwickeln: Der Innenraum wird ein besonderer, denn es steht nicht viel mehr als ein Meter Breite zur Verfügung. Wie schaffen wir es, Qualität und Komfort „für Alle“ dort zu schaffen, also auch für Nutzende mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad? Es geht um einen vollständigen Raumentwurf unter Einbeziehung aller dazugehörigen Parameter vom Zugang bis zur Beleuchtung.  Zwei Wünsche: Material und Konstruktion sollen sich am C2C Prinzip orientieren, nachwachsende Rohstoffe bevorzugt. Und wir wollen eine zukunftsweisende Herstellung mit digitalen Verfahren ermöglichen. Daher begleiten uns CAD und FabLab kontinuierlich. Zudem wollen wir ein Labor einrichten, in dem 1:1 MockUps möglich sind.Arbeiten werden wir im integrierten Designprozess in Einzel- und auch Teamarbeit mit dem Ziel der besten Ausbeute, also wie im richtigen GestalterInnen Leben. Termine: Donnerstags 8:15 - 13 h, vorwiegend Webseminar

 MonoCab Projekt Details  

B IA 503 Projekt Nachhaltige Räume

WIE WOHNEN 2020+

Dieses Jahr haben wir erfahren, wie wichtig die Qualität unserer Wohnung ist. Und es ist uns klar geworden, dass wir auch in Zukunft weit mehr Zeit dort verbringen werden als bisher und von dort aus im digitalen Raum agieren. Also: WIE WOHNEN 2020+?

Die Möbelmarke DSIGN schreibt einen Wettbewerb aus mit insgesamt 1000 € Preisgeldern: Entwürfe für schöne (?) Polstermöbel wünscht man sich, nicht nur zur Inspiration, sondern auf wirklicher Suche nach neuen Produkten. Gesucht sind Lösungen mit Umsetzungsqualität für aktuelle und zukunftsorientierte Sitzmöbel zum Wohnen (und Arbeiten und ...). Es geht also um „echtes“ Produkt/Möbeldesign für eine bestimmte Marke für einen bestimmten Markt, wie im späteren Berufsleben.

 

                                                                                    Im Entwurfsprozess wollen wir besonders unseren InnenarchitektInnen Vorteil gegenüber den DesignInnen einsetzen: Das Möbel aus der Mensch – Objekt – Raum Beziehung heraus entwickeln. Und wir werden vertieft vom Material her entwerfen.

Die Lehrinhalte: Vertiefen entwurfsmethodischer Kompetenzen von der Analyse bis zur Detailplanung, Organisation des Entwurfsprozesses, Erlernen von Kreativtechniken, angewandter Umgang mit Materialien im Planungsprozess, zielgerichtete Entwicklung von Darstellungstechniken. Termine: Dienstags, 16 - 19:30 Uhr, vorwiegend Webseminar

WIE WOHNEN 2020+ Projekt Details

Kumulatives Modul

DesignDialogeDetmold

DESIGN DIALOGE DETMOLD ist ein Format im sechsten Jahr, das die Detmolder Schule nachhaltig mit Unternehmen und Region verknüpft.

Ziel ist ein jährliches Trendforum im April, das aus bekannten Gründen dieses Jahr ausfiel. Wir wollen das von einer Studierendengruppe erarbeitete Konzept mit dem Thema „Orientierung.Mensch?“ schärfen und umsetzen, in „coronagerechter“ Form, aber unbedingt mit der Qualität, dass Menschen zusammenkommen.

Dafür sind Aktivitäten in vielen Ebenen notwendig: Das Format soll weiter entwickelt werden, das Corporate Design überprüft und aktualisiert –  alle Elemente der Grafik und des Raums, Webseite, ein Magazin, eine Ausstellung, Vorträge, die Inszenierung des Events und die Durchführung. Im digitalen Raum? Oder wie bisher?

Zur Vorbereitung wollen wir auch mit einigen unserer Partnerunternehmen über die DDD sprechen und Innovationsworkshops durchführen.

So werden Szenarien für den (Innen)ArchitektInnenberuf sichtbar und diskutiert. Es können also auch Erfahrungen und Kontakte für die persönliche Zukunft gemacht werden! Termine: ab November in Absprache, diese am 07.10. 13:30 h per Webkonferenz

http://designdialogedetmold.de und KM DesigndialogeDetmold Details

Unser Team

Johanna Dorf, Ulrich Nether, Kristina Herrmann (perceptionLab)

Celina Bettmer (Lernscout ErH), Nora Michalke (SHK Grafik und), Lars Oschmann (SHK ErH)                  

Johannes Homann (SHK Orga und), Kyra Albrecht (Lernscout ErH)

Lehre

Produktdesign

"The only important thing about design is how it relates to people"

Victor Papanek

Design meint Entwurf, Entwicklung, Planung, (Be-)Zeichnung.

To Design heißt, die Welt oder Teile der Welt bewusst zu verändern, sie zu verbessern oder zu bereichern, Objekte und Räume für Menschen zu entwerfen oder den Dingen neue Aspekte und Eigenschaften hinzuzufügen. Design macht Kultur, der Designer trägt Verantwortung für die Entwicklung der Gesellschaft und der Umwelt. Er verantwortet und gestaltet die Prozesse, die Menschen zu einer eigenständigen und nachhaltigen Gestaltung ihres Umfelds befähigen.

Produkt bezeichnet ein Erzeugnis; Architectural Design und Interior Design befassen sich zumeist mit Entwürfen ortsgebundener Räume und Raumkörper, bei denen Vervielfältigung eher die Ausnahme ist. Produktdesign entwickelt Erzeugnisse genau nicht für den Ort und nicht für das Individuum, sondern für Märkte und Zielgruppen.

Innenarchitektur, Architektur und Produktdesign basieren auf den gleichen Grundsätzen und Regeln der Gestaltung. Herangehensweise und Ablauf der Entwicklung funktionieren nach ähnlichen Prinzipien. Diese Parallelen und Unterschiede werden in der Lehre aufgegriffen und vermittelt. Darüber hinaus werden die Spezifika des Produktdesigns grundlegend vermittelt. In Projekten arbeiten wir in typischen Designprozessen.

Design ist motiviert und inspiriert. Entsprechend werden drei grundsätzliche Aufgaben definiert:

  1. ab materia – aus einem Material, einem Verfahren oder einer Technologie
  2. ab architectura – aus einem Nutzungsbedarf vorrangig mit Bezug zur Innenarchitektur und Architektur
  3. ab re publicas – aus Bedürfnissen der Gesellschaft

Die Aufgaben werden von Vorlesungen und seminaristischen Übungen begleitet. Bewusst suchen wir in den Projekten anwendungsorientierte Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen. Zur Vertiefung werden designtheoretische Fächer, Exkursionen zu Messen, zu Herstellerunternehmen und Fertigungsbesichtigungen angeboten.

Lehre

Ergonomie

Ergonomie hat zum Ziel, Umwelt so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen des Menschen entspricht, der sie nutzt.

Die „ klassische “ Ergonomie als Teilbereich der Arbeitsmedizin kümmerte sich um Sicherheit und Erhalt der Gesundheit an der sogenannten Mensch-Maschine-Schnittstelle. Davon ausgehend hat sich die Ergonomie zu einer Wissenschaft entwickelt, die erforscht und bewertet, wie der Mensch sein Umfeld und die Dinge darin wahrnimmt, erkennt und gebraucht – und daraus konkrete Empfehlungen ableitet: Mit Hilfe der Ergonomie können Objekte (und Räume) angepasst werden an die physiologischen und psychologischen Gegebenheiten des Menschen, unter Einbeziehung seiner Umgebung und sonstiger Bedingungen, in denen das Objekt genutzt wird (oder der Raum). Im besten Fall kann so der Mensch in seiner Beziehung zur Umwelt gefördert werden.

Lehrinhalte

Produktdesign

Im Bachelor wird das Produktdesign mit seinen Besonderheiten nachvollziehbar gemacht und eingebunden in den Kontext von Innenarchitektur und Architektur. Der Schwerpunkt liegt der angewandten Entwurfslehre.

  • Einführung in das Produktdesign
  • Designtheorie
  • Designmethodologie
  • Designgeschichte
  • Designbewertung
  • Material und Fertigung
  • Marke und Kommunikation
  • Designrecht
  • Arbeitstechniken
  • Darstellungstechniken
  • Produktkultur
  • Designstreifzüge

 

Ergonomie Humanfaktoren

In Vorlesungen und Seminaren werden sowohl die theoretischen und historischen Grundlagen der Ergonomie vermittelt, als auch anwendungsorientiert für die Innenarchitektur und die Produktgestaltung wesentliche Begriffe und Teilaspekte dargelegt. Die vermittelten Inhalte vertiefen wir kontinuierlich durch Analysen eigener Erfahrungen. Ergänzende Gestaltungsübungen stellen Bezug zur Anwendung her.

  • Grundlagen der Ergonomie: Mensch-Raum-Objekt
  • Ziele der Ergonomie 
  • Anwendungsorientierte Ergonomie 
  • Grundlagen der Wahrnehmung 
  • Belastung und Beanspruchung 
  • Stehen, sitzen, liegen 
  • Zum Beispiel Sitzen 
  • Tätigkeiten 
  • Zum Beispiel Greifen 
  • Temperatur und Klima 
  • Sehen, Licht und Beleuchtung 
  • Systemergonomie: Zum Beispiel Büroarbeitsplatz 
  • Ergonomie und Raum 
  • Aus der Ergonomie lernen: Wohnen, Freizeit 
  • Ergonomie für spezielle Gruppen: Kinder, Jugendliche, Behinderte 
  • Inclusive Design, Universal Design, Design for All
  • Human Centered Design
  • Ergonomie und Design 
  • Ergonomie und Nachhaltigkeit
    Lehrgebiet Produktdesign und Ergonomie

    Kontakt

     

    Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Nether


    Raum   2.125

    Fon: +49 (0) 5231 769-6990
    Fax: +49 (0) 5231 769-86990

    ulrich.nether(at)th-owl.de

     

    Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur

    Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
    University of Applied Sciences and Arts
    Emilienstraße 45
    D-32756 Detmold