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Details

B-S 502

Projekt Quartier

Aufgabenstellung

Die zentrale Aufgabe im Modul B-S 4.2 Projekt Quartier der Hochschule Ostwestfalen Lippe, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur liegt darin, den südlichen Ortsrand - einerseits das rund 9,5 Hektar große Pierburg-Gelände einschließlich Umfeld und andererseits die zusätzlich im Flächennutzungsplan als Gewerbe dargestellte rund 8,2 Hektar große Erweiterungsfläche - im städtischen Kontext zu betrachten und städtebauliche und nutzungsstrukturelle Aspekte zusammenzuführen. Ziel ist es - konsensfähige - Entwicklungsperspektiven auf Quartiersebene für beide ausgewiesenen Plangebiete aufzuzeigen.

Die Erarbeitung einer städtebaulichen Konzeption soll dazu beitragen, aus den örtlichen Gegebenheiten heraus Lösungsvorschläge für städtebauliche Probleme und Hinweise zum Ausbau von Chancen zu entwickeln. Diese Konzeption soll einerseits auf die strukturellen Stärken des Raumes setzen, diese festigen, verbreitern und profilieren und andererseits mutige städtebauliche Ideen hervorbringen.

Letztendlich geht es darum, aufbauend auf einer Bestandsaufnahme und -bewertung, ein neues „außergewöhnliches“ und der Lage angemessenes Quartier zu entwerfen, dessen räumliches Layout auf ein tragfähiges und in Etappen umsetzbares Nutzungskonzept abgestimmt ist und dennoch auf dynamische und derzeit noch unbestimmbare Entwicklungen vorbereitet ist.

Bei der Entwicklung der städtebaulichen Konzeption sollen Antworten auf folgende Fragen erarbeitet werden:

Bild: Was prägt das künftige Erscheinungsbild des neuen Quartiers und mit welchen Mitteln gibt man den Entwicklungsflächen ein besonderes Gesicht und Profil, das es von anderen abhebt und möglicherweise unverwechselbar macht? Welche Rolle übernimmt der öffentliche Raum?

Struktur: Wie schafft man ein städtebauliches Layout, das vorhandene Nutzungen berücksichtigen kann und eine Vielfalt an weiteren Nutzungen, Nutzern, Stadträumen, Bebauungs- und Freiraumangeboten, usw. stimuliert und ermöglicht? Inwieweit können die bestehenden räumlichen Eigenschaften zur Entwicklung eines neuen Quartiers beitragen und welche ergänzenden städtebaulichen und funktionalen Maßnahmen sind dazu notwendig?

Anbindung: Wie lässt sich der Landschaftsraum mit den vielfältigen Stadträumen vernetzen und wie ist das neue Quartier künftig erreichbar? Wie können Freiräume dazu beitragen, isolierte Lagen aufzuheben und diese wieder stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken? Wie funktioniert künftig die innere Erschließung des Quartiers?

Bebauung: Wie ist der bauliche Bestand zu bewerten, was ist erhaltenswert, was steht einer positiven Entwicklung möglicherweise im Wege? Wie sieht das „bauliche Gesicht“ des neuen Quartiers aus und welche Angebote an baulichen Typologien können entstehen? Welche bauliche Dichte verträgt das neueQuartier?

Strategie: Wie lässt sich ein robuster Entwicklungsprozess für die nächsten Jahre in Gang setzen und wie kann eine etappenweise Entwicklung des neuen Quartiers erzielt werden?

 

Autoren: Kira Lachmann und Mandy Wolters