Fachgebiet

Beschreibung

Erkrankungen der Nasenschleimhaut, der Rachenschleimhaut, der oberen Luftwege, der Haut sowie allergische Erscheinungen aber auch Schlafstörungen, Kopfschmerzen, migräneartige Beschwerden bis hin zu depressiven Phasen, nehmen immer mehr zu.

Die Gründe dafür sind sicher vielschichtig.

Häufig kann man jedoch die Beobachtung machen, dass sich die oben aufgeführten Krankheitssymptome bei längerem Verlassen des Wohnumfeldes (z. B. Urlaub) bessern. Kehrt man in den Wohnbereich zurück wird man relativ zeitnah wieder durch die gleichen Beschwerden belästigt. Dies legt den Verdacht nah, dass sich die Erkrankungssymptome durch besondere Wohnumstände entwickeln.

Mit dieser Problematik beschäftigt sich die Wohnmedizin, ein Teilgebiet der Umweltmedizin.

Wohnmedizinische Lehre bedeutet: Kenntnisse zu vermitteln, um nicht nur Gesundheitsstörungen und Erkrankungen durch Einflüsse des Wohnraumes zu vermeiden, sondern auch Gesundheit und Wohlbefinden im Wohnraum zu steigern. Will man diese Kenntnisse für den Bürger umsetzen, so kann das nur erfolgreich gelingen, wenn Architektur und Innenarchitektur sowie Medizin sich gegenseitig akzeptieren und miteinander arbeiten.

Um Anstöße für eine erfolgreiche Kooperation zu geben, entstand mit dem Wintersemester 2010/11 die Vorlesungsreihe "Gesundes Wohnen, Wohnmedizin".