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Interdisziplinär und bunt: Ausstellung und Website „SPECTRUM – embracing queerness“

Studierende der TH OWL setzen ein starkes Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit und gesellschaftliche Teilhabe – kreativ, mutig und mitten im ländlichen Raum.

Wie fühlt es sich an, nicht zur heteronormativen Gesellschaft zu gehören – und was braucht es, um queeres Leben sichtbar, sicher und selbstbestimmt zu machen? Mit der Ausstellung und Website „SPECTRUM – embracing queerness“ haben Studierende der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe genau diese Fragen aufgegriffen – kreativ, mutig und interdisziplinär.

Vielfalt sichtbar machen – auch auf dem Land

In größeren Städten ist Diversität heute vielerorts selbstverständlich sichtbar. In ländlichen Regionen hingegen fehlt oft der öffentliche Raum, in dem queere Menschen wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Genau hier setzt das studentische Projekt an: Queerness muss überall ihren Platz haben – nicht nur in urbanen Zentren.

Initiiert und begleitet wurde das Projekt von Professorin Anke Stache, Medienproduktion, und Professor Nicolas Rauch, Innenarchitektur. Studierende aus dem Masterseminar Transformation Design und dem Bachelorseminar Ausstellungsdesign entwickelten eine Ausstellung, die aufrüttelt und inspiriert. Sieben Themenbereiche widmen sich queeren Perspektiven – von geschlechtersensiblen Piktogrammen über interaktive Dialogräume bis hin zu immersiven Sound-Installationen.

Die Ausstellung wurde an drei Tagen öffentlich gezeigt – und lebt digital weiter: Die Studierenden der Medienproduktion haben die Inhalte in einer eindrucksvollen Website aufgearbeitet. Unter www.queer-spectrum.de ist nun ein digitaler Raum entstanden, der die Ausstellung dokumentiert und langfristig zugänglich macht.

Kreativität trifft Haltung

Ob Social-Media-Kanal, Printmagazin, Website oder Raumgestaltung – das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Gestaltende zur gesellschaftlichen Sensibilisierung beitragen können. Die Kernaussage der Arbeit: „Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und intergeschlechtliche sowie alle anderen queeren Menschen müssen frei, sicher und selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben können.“ Dafür braucht es Räume – analoge wie digitale.

Ermöglicht wurde das Projekt auch durch die Förderung der Hochschulgesellschaft und der zentralen Gleichstellungskommission der TH OWL. Ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Vielfalt, Sichtbarkeit und Solidarität – auch an einer Hochschule im ländlichen Raum.

Und: „Wir – die Studierenden und Lehrenden, die das Projekt betreut haben, sind ganz aus dem Häuschen und stolz, denn die ‚PAGE‘, das Magazin der Kreativbranche, hat in einem vierseitigen Beitrag über unser Hochschulprojekt geschrieben“, sagt Professorin Stache. Seit 1986 präsentiert die „PAGE“ herausragende Arbeiten aus Design, Kommunikation und Medien und forciert die entscheidenden Trends und Technologien rund um Print, Web und Mobile.