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Die TH OWL auf der Landesgartenschau 2023

Die 19. Landesgartenschau findet 2023 in Höxter an der Weser statt und die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe ist dabei. Interessierte können vom 20. April bis 15. Oktober 2023 das Großprojekt mitten im Weserbergland erleben. Mit Gartenkunst, zahlreichen Veranstaltungen, Erlebnisbereichen und Erholungsräumen bietet die Landesgartenschau ein vielfältiges und buntes Programm.

Hinweis: Diese Seite befindet sich im Aufbau und wird regelmäßig aktualisiert. Wiederkommen lohnt sich!

Zur Landesgartenschau 2023

Studierende der TH OWL pflanzen Nieheimer Flechthecke für die Landesgartenschau in Höxter

Auf dem Gelände der Landesgartenschau – unweit von Schloss Corvey – haben heute rund 40 Studierende aus dem Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der Technischen Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) Flechruten für die Nieheimer Flechthecken gepflanzt.

Nieheimer Flechthecken sind lebendige Zäune, die auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) 2023 Höxter im Weserbogen entstehen. Im 25 Kilometer entfernten Nieheim hat die Flechthecke eine jahrhundertelange Tradition. Seit 2018 ist sie sogar als immaterielles Kulturerbe anerkannt. „Wir bekommen also ein Kulturerbe am Welterbe Corvey“, freut sich LGS-Geschäftsführerin Claudia Koch. 

Etwa 350 große Heckenpflanzen bringen die Erstsemester nahe des NaturGartenForums in die Erde. Es werden insgesamt drei verschiedene Heckentypen mit einer Gesamtlänge von 160 Metern angelegt. „Seitens der Hochschule freuen wir uns sehr, dass wir so ein tolles Projekt wie eine original Nieheimer Flechtecke realisieren können“, sagt Jessica Gabler, Ökologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. „Für die Studierenden und angehenden Landschaftsarchitekten ist das Lehre zum Anfassen und Lehre, die im Gedächtnis bleibt.“ Das sei ein wichtiges praktisches Element neben den theoretischen Grundlagen.

Etwa 350 große Heckenpflanzen bringen die Erstsemester nahe des NaturGartenForums in die Erde. Es werden insgesamt drei verschiedene Heckentypen mit einer Gesamtlänge von 160 Metern angelegt. „Seitens der Hochschule freuen wir uns sehr, dass wir so ein tolles Projekt wie eine original Nieheimer Flechtecke realisieren können“, sagt Jessica Gabler, Ökologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. „Für die Studierenden und angehenden Landschaftsarchitekten ist das Lehre zum Anfassen und Lehre, die im Gedächtnis bleibt.“ Das sei ein wichtiges praktisches Element neben den theoretischen Grundlagen.

Grüne Einfriedungen aus Haselnuss, Weißdorn und Ahorn-Pflanzen

Die Haselnuss-, Weißdorn- und Ahorn-Pflanzen sind schon seit über einem Jahr in einer Baumschule für diesen Zweck gezogen worden. „Die Ruten haben schon eine Höhe von zweieinhalb bis drei Metern“, berichtet Flechthecken-Fachmann Ulrich Pieper aus Nieheim. Die Länge wird auch benötigt, schließlich sollen sie im Frühling schon in der speziellen Nieheimer Technik geflochten werden.  Pieper und seine Helfer vom Heimatverein und der TH OWL wollen zum einen die traditionelle Nieheimer Flechthecke aus Haselnuss zeigen, aber auch zwei sogenannte Kreuzhecken aus Weißdorn oder Ahorn. „Die ähneln einem Jägerzaun.“

Es geht darum, den Gartenbesitzern zur Landesgartenschau unterschiedliche Arten von Hecken als Anschauungsobjekt zu bieten. „Vor Weißdorn schrecken viele wegen der Dornen zurück, doch er blüht schön im Frühling und trägt Früchte im Herbst“, erläutert der Nieheimer Stadtheimatpfleger. Dagegen könnte die Ahornhecke mit schönem Blatt punkten. 

Besondere Hecken mit hohem ökologischem Wert

Flechthecken bilden einen grünen Wall und haben einen hohen ökologischen Wert, weil zahllose Vögel darin brüten können und sie vielen weiteren Tieren Lebensraum, Schutz und Nahrung bieten – zum Beispiel Rebhühnern, Reptilien oder Hasen. „Auch wenn Hecken Arbeit machen und Platz brauchen - sie binden aber sehr viel vom Klima-schädlichen CO2“, betont Ulrich Pieper.

Landesgartenschau-Besucher können unter Anleitung der Studierenden selbst flechten

Zur Landesgartenschau wird er immer freitags mit seinem Team in Höxter vor Ort sein. Die Flechthecken-Fachleute machen regelmäßig Angebote beim Bunten Klassenzimmer. „Die Gartenschau- Besucher können die Flechttechnik selbst ausprobieren“, sagt Ulrich Pieper. Drei bis vier Mitglieder des Heimatvereins werden regelmäßig in Höxter präsent sein und über die Pflanzung, Pflege und Vorzüge der Flechthecke informieren, auch die Studierenden der heimischen Hochschule sind eingebunden.

Für Jessica Gabler ist es schon etwas Besonders, dass die Studierenden ihr erlerntes und erlebtes Wissen zur historischen Knotentechnik, Ökologie und Kultur dieses immateriellen Kulturerbes an die Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau weitergeben können. „Auf diese Weise tragen sie dazu bei, dass das Wissen über diese schöne und nachhaltige Art, Flächen zu trennen, nicht verloren geht“, sagt Jessica Gabler. Die Landschaftsarchitekten von Morgen könnten Flechthecken bei zukünftigen Planungen berücksichtigen.

Masterarbeiten zu den Nieheimer Flechhecken

Die Nieheimer Flechthecken waren auch bereits Thema in Abschlussarbeiten von Studierenden der Landschaftsarchitektur. Julius Dickmann hat in seiner Masterarbeit einen Vorschlag erarbeitet, mit dem man ein nachhaltiges Pflegekonzept für die Hecken entwickeln kann. „Mich hat dieses beeindruckende Handwerk mit seiner langen Historie fasziniert, das aber leider in Vergessenheit zu geraten droht“, sagt er. Nachhaltigkeit, Artenschutz und der Einsatz heimischer Gehölze - all das sei mit den Hecken gegeben und sollte geschützt und weiterverfolgt werden.

Die Projekte der TH OWL auf der Landesgartenschau

Die Lehrenden und Studierenden der TH OWL am Sustainable Campus Höxter beteiligen sich mit zahlreichen Projekten an der Landesgartenschau, die wir hier fortlaufend präsentieren.

Weserbergland aus Porzellan und Moos

Der für die Landesgartenschau im kommenden Jahr geplante Porzellangarten, eine Kooperation der Manufaktur Fürstenberg und der Landschaftsarchitekten des Sustainable Campus der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe am Standort Höxter wird nach einem Entwurf von Niels Finke gestaltet. Der Student setzte sich in einem Ideenwettbewerb unter Studierenden des sechsten Fachsemesters durch. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Die Arbeit wird als gestalterisch sehr konsequent bewertet. Die aufgezeigte Lösung schafft ein gartenkünstlerisches Bild ohne Dekoration zu sein. Das Porzellan wird so verwendet, dass mit diesem Material eine neue Art von Garten erzeugt wird. Auch wenn die Arbeit rein flächig und kaum räumlich wirksam ist, ist das entstehende Bild sehr stark.“

Das Gestaltungskonzept des angehenden Landschaftsarchitekten beruht auf einer abstrahierten Darstellung des Weserlaufs entlang des Museums Schloss Fürstenberg. Die Fließbewegung der Weser wird über Linien aus Porzellantellern in einer sanften Topographie eines grünen Teppichs dargestellt. Die Wellenlinien variieren je nach Fließdynamik in ihrem Durchmesser. Der nicht begehbare Gartenraum kann so als Weser interpretiert werden, in dem sich Teile des Weserberglands als Hügel wiederfinden, umschlängelt von Strömungslinien und Wellen. Durch die unterschiedliche Abfolge von kleinen, mittleren und großen Tellern entsteht der Eindruck von sich hebenden und senkenden Wellen. „Insgesamt werden für das Gartenbild so etwa 1.500 von der Manufaktur Fürstenberg gestiftete Teller die Wellen benötigt“, sagt Professor Dr. Hans-Peter Rohler, der zusammen mit Prof.‘in Ute Aufmkolk die Arbeiten betreut hat.

Die Landschaft des Weserberglandes werden mit Sternmoos in Kombination mit Teppichverbene bepflanzt. Topographische Erhebungen werden über ein zartes Gras, das seine Halme sanft im Wind wiegt und die Wellenbewegung herausgehoben, so dass die Wellenbewegung auch in der Pflanzung zum Ausdruck kommt.

Der Porzellangarten ist eines von mehreren Ausstellungsflächen der „Grünen“ Studiengänge des Sustainable Campus der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe zur Landesgartenschau in Höxter. Er ist Teil einer Sonderausstellung des Museums Schloss Fürstenberg zum Thema „Porzellan und Gartenkunst“.

Zwischen zwei parallel zur Stadtmauer verlaufenden Wegen wird der Porzellangarten von zwei Holzstegen eingebunden sein. Die Fläche des Themengartens beträgt etwa 220 Quadratmeter und wird im Umfeld des Berliner Platzes, eingebettet in den vorhandenen Baumbestand, zu finden sein.

Bis zur Eröffnung im April werden die zentralen Details des Gartens als 1:1-Modell gebaut und erprobt, um die Machbarkeit des Entwurfs zu prüfen. „Die Landschaft selbst wird endgültig in der vorlesungsfreien Zeit zwischen dem Winter- und dem nächsten Sommersemester entstehen“, so Professor Dr. Rohler.

Kontakt für Presseanfragen

Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Dezernat Kommuniktion und Marketing

Tel.: +49 5261 702 2510
E-Mail: pressestelle(at)th-owl.de