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Am automatisierten Straße-Schiene-Wechsel wird kräftig geforscht

Wer kennt sie noch, die Geschichte „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ aus der Feder von Boy Lornsen? Wir wollen an dieser Stelle zwar keinen Blick auf Tobias Findteisens fabelhafte Erfindung werfen, die wie ein Hubschrauber fliegt, wie eine Ente schwimmt und tutet wie ein Auto im Berufsverkehr. Wir schauen uns stattdessen ein anderes sozusagen hybrides Fahrzeug an: Das Forschungsprojekt AuToRail OWL bekommt aktuell viel Aufmerksamkeit.

Am Testfeld in Verl-Kaunitz soll nämlich ein sogenanntes Zweiwegefahrzeug lernen, vollautomatisch zwischen Straße und Schiene zu wechseln. Ob es „Tüüttschuutschuu“ heißen soll, ist allerdings nicht überliefert. Das Institut für Energieforschung (iFE) der TH OWL ist als Projektpartner an diesem Vorhaben beteiligt, das von der Hochschule Bielefeld (HSBI) als Konsortialführerin geleitet wird. 

Die TH OWL verantwortet im Projekt zwei zentrale Arbeitspakete: „Im Bereich Systemarchitektur und Fahrzeugsicherheit übernimmt sie die Konzeption und Umsetzung der Fahrzeugarchitektur sowie die Entwicklung des internen Kommunikationsnetzes einschließlich aller relevanten Schnittstellen“, erläutert der wissenschaftliche Mitarbeiter Maximilian Lammersen. „Hinzukommen Sicherheitsfunktionen zur kontinuierlichen Überwachung des Fahrzeugs.“ 

Im zweiten Arbeitspaket „Test, Inbetriebnahme und Erprobung“ entwickelt und implementiert die TH OWL umfassende Testfälle und begleitet die systematische Validierung des Gesamtfahrzeugs. 

Diese Testexpertise bringt die TH OWL auch in das verwandte Projekt enableATO ein, in dem ein technologisches Framework für automatisierte, schienenbasierte Mobilität entwickelt wird. Als Beispielfahrzeuge dienen dort sowohl das Zweiwegefahrzeug aus AuToRail OWL als auch das kreiselstabilisierte Einschienenfahrzeug MONOCAB. 

Für die TH OWL sind Professor Dr. Rainer Rasche und Maximilian Lammersen in das Projekt eingebunden. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Regionale 2022 OWL" vom Land Nordrhein-Westfalen mit zwei Millionen Euro gefördert.