Teilgenommen haben Studierende des Masterstudiengangs „Applied Entrepreneurship“ aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften sowie des Bachelorstudiengangs „Digital Management Solutions“ (DiMS) aus dem Fachbereich Informatik und Automation. Der Ideationsprint ist Teil eines Wahlpflichtmoduls und verbindet unternehmerisches Denken und innovative Methoden mit realen Herausforderungen aus der Wirtschaft.
Remmert ist Spezialist für automatisierte Lager- und Logistiksysteme und unterstützt als Familienunternehmen Produktionsbetriebe weltweit dabei, ihre Intralogistik effizienter zu gestalten. Genau hier setzten die Studierenden an: Sie analysierten aktuelle Herausforderungen der Branche und entwickelten Visionen für das „Warehouse 2040“.
Der erste Tag begann mit einer Begrüßung durch Sebastian Schürholz, Geschäftsführer Produktion bei Remmert, und Produktmanager Christof Paul. Anschließend führte Professor Josef Löffl, Leiter des Instituts für Wissenschaftsdialog sowie Studiengangsleiter „Digital Management Solutions“ am Lernort Herford, mit einem Impulsvortrag in das Thema ein. Nach einer Einführung in die Arbeitsmethodik erkundeten die Studierenden bei einer Werksbesichtigung die Produktions- und Logistikprozesse vor Ort. In Interviews mit Fachleuten aus dem Unternehmen identifizierten sie erste sogenannte „Pain Points“ – zentrale Herausforderungen im Lager- und Logistikalltag.
Am zweiten Tag arbeiteten die Studierenden in vier Teams intensiv an den identifizierten Fragestellungen. Unter Anleitung von Nikolas Rolf, Lehrbeauftragter im Fachbereich Wirtschaft der TH OWL, analysierten sie die Herausforderungen, führten weitere Experteninterviews mit Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen und entwickelten erste Lösungsansätze. Nach einem langen, kreativen Arbeitstag ließen die Gruppen den Tag in den Workshopräumen des Unternehmens bei intensivem Austausch, neuen Ideen und lebendigen Gesprächen ausklingen.
Der dritte und letzte Tag stand ganz im Zeichen von Prototyping, Feedback und Umsetzungsstrategien. Mit Unterstützung von Josef Löffl und Nikolas Rolf bereiteten die Teams ihre Abschlusspräsentationen vor. Die Ergebnisse lieferten sowohl für die Studierenden als auch für die Mitarbeitenden von Remmert wertvolle Impulse: Vier unterschiedliche Konzepte für zukünftige Lager- und Logistiklösungen wurden vorgestellt, diskutiert und auf ihre praktische Weiterentwicklung hin bewertet.
„Der direkte Austausch zwischen Hochschule und Unternehmen eröffnet neue Perspektiven – für beide Seiten“, betonten die Beteiligten. Während die Studierenden Einblicke in reale Innovationsprozesse erhielten, profitierte das Unternehmen von frischen Ideen und neuen Blickwinkeln.
Einen vertiefender Einblick in den Ideationsprint wird es anlässlich der DiMS-Konferenz „Zwischen Werkbank und Algorithmus – Wie der Mittelstand den digitalen Wandel meistert“ am Freitag, 12. Juni 2026, am BildungsCampus in Herford geben. Weitere Informationen und Anmeldung unter https://eveeno.com/dims-konferenz-2026
